Dienstag, 28. Juni 2022
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Medizin

Hyperhidrose: Methantheliniumbromid in der gynäkologischen Praxis erstattungsfähig

Mit der Zulassung von VAGANTIN® RIEMSER (Methantheliniumbromid) wird die Therapie der primären axillären Hyperhidrose erstattungsfähig (1). Der seit über 50 Jahren in der Therapie der Hyperhidrose bewährte Wirkstoff kann dadurch Patientinnen, die an einer primären, axillären Hyperhidrose leiden, auf Kassenrezept verordnet werden. Das systemisch wirkende, hormonfreie Anticholinergikum eignet sich sowohl zur Bedarfs- als auch Dauertherapie und erhöht die Lebensqualität der Patientinnen.

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Primäre Hyperhidrose tritt überwiegend fokal axillär, aber auch palmar-plantar oder generalisiert auf. "Das übermäßige Schwitzen kann erhebliche Auswirkungen auf das berufliche, körperliche, emotionale und soziale Leben von betroffenen Frauen haben", berichtete Dr. Matthias Krick, Facharzt für Gynäkologie aus Moers. Die aktuelle Leitlinie sieht für die Behandlung leichter fokaler Formen der Hyperhidrose die topische Anwendung von Antiperspiranzien vor. Wenn die Schwitzsymptomatik bei sonst Gesunden mindestens seit einem Jahr besteht und mit topischen Behandlungen nicht ausreichend kontrolliert werden kann, wird das Anticholinergikum Methantheliniumbromid bei Vorliegen der primären axillären Hyperhidrose empfohlen (1). "Methantheliniumbromid ist bei betont fokaler, axillärer Hyperhidrose eine hormonfreie Therapiealternative, auch wenn die Frauen ins Klimakterium kommen", erklärte Dr. Krick.

Klinische Studie zeigt signifikante Wirksamkeit

Grundlage der Zulassung von VAGANTIN® RIEMSER ist eine randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Phase IIIb-Studie mit 339 Teilnehmern: Die dreimal tägliche, orale Gabe von 50 mg Methantheliniumbromid verringerte die mittlere axilläre Schweißsekretion signifikant gegenüber Plazebo. Auch verbesserte sich die Lebensqualität, ermittelt über den Dermatology Life Quality Index (DLQI) und den Hyperhidrosis Disease Severity Score (HDSS), unter Methantheliniumbromid im Vergleich zu Plazebo signifikant (HDSS: p=0,002; DLQI: p=0,003). "Ein weiterer Vorteil dieser hormonfreien Therapieoption liegt in der guten Verträglichkeit“, so Dr. Krick. "Wirkbedingt kann unter der Therapie Mundtrockenheit auftreten. Als einzige nicht ZNS-gängige, systemische Bedarfs- und Dauertherapie sind unter Methantheliniumbromid im Vergleich zu anderen Anticholinergika keine zentralnervös bedingten Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit oder Schlafstörungen zu erwarten."

Erleichterter Zugang zu einer bewährten Therapie

Die Zulassung von VAGANTIN® RIEMSER (Methantheliniumbromid) ermöglicht die Verschreibung auf Kassenrezept zur Behandlung der primären axillären Hyperhidrose. "Generell waren Patientinnen bisher aufgrund des hohen Leidensdrucks bereit, die Kosten selbst zu tragen", erinnerte Dr. Krick. Der planbare, schnelle Wirkeintritt von Methantheliniumbromid ist nach 30-60 Minuten möglich und dauert bis zu sechs Stunden an. Damit kann der Wirkstoff situativ, kurzfristig eingenommen werden. Bei dauerhafter Therapie erfolgt die Einnahme dreimal täglich. Obwohl Patienten von den Symptomen der Hyperhidrose beeinträchtigt sind, sucht über die Hälfte von ihnen (55%) keinen Arzt auf. "Ein Grund dafür liegt im starken Schamgefühl, mit dem die Erkrankung generell behaftet ist", erklärte Dr. Krick. "Deshalb sollte übermäßiges Schwitzen im Rahmen der Anamnese bei Patientinnen immer gezielt erfragt werden."

Literaturhinweis:

(1) Fachinformation VAGANTIN® RIEMSER, Stand 15. November 2015

Quelle: Riemser


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