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Medizin | Beiträge ab Seite 100

Pneumologie
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Interstitielle Lungenerkrankungen – früh erkennen, früh behandeln

Im Kontext interstitieller Lungenerkrankungen (ILD) entstehen häufig Lungenfibrosen, deren progredient fibrosierendes Fortschreiten mit einer kontinuierlichen Lungenfunktionsabnahme und hoher Mortalität einhergeht (1, 2). Wichtig sind daher eine möglichst frühzeitige Diagnose und Therapieeinleitung. Bei welchen Anzeichen man hellhörig werden sollte, diskutierten die Expert:innen auf dem 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM).
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Medizin
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Langzeitbeschwerden nach Corona-Infektion – Psychosoziale Faktoren erhöhen Risiko für Long-COVID um 50%

Etwa 20% der mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen leiden auch 6 Monate nach der Erkrankung noch unter anhaltenden körperlichen Beschwerden (1). Eine eindeutige organische Ursache für dieses als Long- oder Post-COVID bezeichnete Phänomen konnte bisher nicht gefunden werden. Nachgewiesen ist jedoch, dass biopsychosoziale Faktoren wie depressive Symptome, Angst, negative Stressbelastung und Einsamkeit das Risiko für Long-COVID um bis zu 50% erhöhen. Was daraus folgt, erläutert eine Expertin morgen auf der Online-Vorab-Pressekonferenz zum Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
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Medizin
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Systemisch therapieren mit Finerenon bei CKD mit T2D und Vericiguat bei HFrEF nach Dekompensation

Bei der chronischen Nierenerkrankung (CKD) mit Typ-2-Diabetes (T2D) standen lange Zeit metabolische und hämodynamische Faktoren im Mittelpunkt der Therapie. Seit der Zulassungserweiterung von Finerenon im Februar 2023 kann erstmals ein breites Spektrum von Patient:innen mit CKD (mit Albuminurie) in Verbindung mit T2D von seinem innovativen Wirkprinzip profitieren. Finerenon hat in Phase-III-Studien einen signifikanten Nieren- und Herzschutz gezeigt und entfaltet seine Wirkung über den Mineralokortikoid-Rezeptor (MR). Dessen Überaktivierung trägt zur Pathogenese der CKD bei T2D im Zusammenhang mit entzündlichen und fibrotischen Prozessen bei, die wichtige, aber bislang kaum adressierte Treiber der CKD darstellen (1, 2). Auch bei chronischer Herzinsuffizienz konnte mit dem Guanylatzyklase (sGC)-Stimulator Vericiguat ein innovatives Therapieprinzip etabliert werden, das nach Dekompensation einen zusätzlichen Schutz für das Herz zur bestehenden Herzinsuffizienztherapie bietet (3).
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Medizin
 4 Min|

DGIM zeichnet Bremer Neuropädiaterin und Charité-Bioinformatik-Doktoranden mit dem Präventionspreis aus

Wie lässt sich das individuelle Risiko, später eine Volkskrankheit zu entwickeln, genauer vorhersagen? Und: Welchen Einfluss hat die Wahl des Blutdrucksenkers auf das Epilepsierisiko von Bluthochdruckpatient:innen? Mit diesen beiden Fragen beschäftigen sich 2 herausragende Forschungsarbeiten aus dem Jahr 2022. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und die Deutsche Stiftung Innere Medizin (DSIM) haben ihren renommierten Präventionspreis in diesem Jahr geteilt und an die Neuropädiaterin Dr. med. Corinna Doege und den Bioinformatik-Doktoranden Thore Buergel von der Charité verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Internistenkongresses 2023 statt.
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Mukoviszidose
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Mukoviszidose: Was leisten die neuen Therapien?

Durch neue hochwirksame Modulatortherapien (HEMT) kann die Mukoviszidose mittlerweile auch kausal behandelt werden. Im Rahmen eines Symposiums auf dem 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gab Dr. Hartmut Grasemann, Hospital for Sick Children, Toronto, einen kurzen Überblick über die Chancen und Grenzen, die sich durch die neuen Therapiemöglichkeiten ergeben.
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Medizin
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Wie Vitamin D3 bei allergischem Asthma hilft

Ein Mangel an Vitamin D3 kann unter anderem bei Menschen mit allergischem Asthma zu schwereren Symptomen führen – das haben Studien gezeigt. Doch wie genau das Vitamin die zelluläre Entzündungsreaktion des Körpers beeinflusst, ist noch nicht vollständig geklärt. Ein Forschungsteam der Molekularen Pneumologie des Universitätsklinikums Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat nun erstmals gezeigt, wie die Einnahme von Vitamin D3 die zelluläre Entzündungsreaktion bei allergischem Asthma verändert und die Asthma-Symptomatik verbessern kann.
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Medizin
 3 Min|

Parkinson: Handys und Watches für Diagnose – Wissenschaftler:innen erhalten durch Nutzungsdaten deutlich tieferen Einblick

Handelsübliche Smartphones und Armbanduhren wie die Apple Watch können Schlüsselmerkmale einer unbehandelten Parkinson-Erkrankung im Frühstadium erkennen, wie eine Studie unter der Leitung der Neurologin Jamie Adams vom University of Rochester Medical Center zeigt. Diese Technologien könnten den Ärzt:innen objektivere und nachhaltigere Mittel zur Erforschung der Krankheit an die Hand geben. Außerdem könnten neue Therapien schneller auf den Markt kommen. Dies gilt insbesondere für Patient:innen in frühen Krankheitsstadien.
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Asthma
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Schweres Asthma: Nicht so häufig, wie man denkt

Schweres Asthma ist eine Form von Asthma, die schwer zu kontrollieren ist und langfristig schwerwiegende Komplikationen verursachen kann. Für die Zahl der Patient:innen mit schwerem Asthma wird oft ein Anteil von etwa 5 bis 10% an allen Asthmatiker:innen angenommen. Dass schweres Asthma tatsächlich jedoch eine seltene Lungenerkrankung darstellt und welchen Einfluss akustische Inhalatoren auf die Therapie haben, erläuterte Prof. Dr. Marco Idzko, Klinische Abteilung für Pulmonologie, Universitätsklinik Wien, im Rahmen eines Symposiums auf dem 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).
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COPD
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COPD: Apps für mehr Bewegung und Rauchstopp

Für den Psychologen Dr. Markus Hayden, Bad Reichenhall, besteht die Herausforderung in der Arzt-Patienten-Kommunikation darin, sein Gegenüber in seinem Denken und Handeln anzunehmen, und die notwendige Therapie diesen individuellen Bedürfnissen anzupassen. Unterstützend bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) können Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) eingesetzt werden. Auf einem Symposium während des Pneumologiekongresses 2023 in Düsseldorf wurden die Apps NichtraucherHelden und Kaia COPD vorgestellt.
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Medizin
 4 Min|

Zi-Studie zur ambulanten Versorgung von COVID-19-Betroffenen in der zweiten und dritten Pandemiewelle veröffentlicht

In der zweiten und dritten Corona-Pandemiewelle Ende des Jahres 2020 bis Mitte Juni 2021 sowie in der sich anschließenden Abklingphase sind in Deutschland 2,35 Millionen Patient:innen mit laborbestätigter COVID-19-Diagnose vertragsärztlich behandelt worden. Das waren mehr als 8-mal so viele COVID-Patient:innen wie in der ersten Pandemiewelle. Die bundesweite Prävalenz war in der zweiten und dritten Welle mit 3% deutlich höher als in der ersten Welle (1. bis 3. Quartal 2020: 0,4%). Die COVID-19-Fallzahlen nach den Meldedaten des Infektionschutzgesetzes lagen mit 3,95 Millionen deutlich über der Zahl ambulant versorgter COVID-19-Patient:innen. Dies lässt im Gegensatz zur ersten Pandemiewelle darauf schließen, dass viele COVID-19 Infektionen bei weiter rückläufiger stationärer Behandlungsbedürftigkeit auch nicht zu einer Inanspruchnahme vertragsärztlicher Versorgungsleistungen geführt haben. 
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Medizin
 9 Min|

DGM 2023: Transition und innovative Therapien im Fokus bei der Jahrestagung für Muskelkranke

Der 26. Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. (DGM) ging erfolgreich in Essen zu Ende. An 2 Tagen erlebten rund 600 Teilnehmer:innen viele anregende Diskussionen auf hohem Niveau und gemeinsam mit der Kongresspräsidentin, Univ.-Prof. Ulrike Schara-Schmidt, Leitende Ärztin der Abteilung für Neuropädiatrie, Klinik für Kinderheilkunde 1, Universitätsmedizin Essen, und dem Kongresspräsidenten Univ.-Prof. Tim Hagenacker, Klinik für Neurologie, Leiter der Neuromuskulären Ambulanz für Erwachsene, Universitätsmedizin Essen, „einen innovativen, interdisziplinären und visionären Kongress“. Zum ersten Mal wurde die renommierte Fachtagung von 2 Leitern universitärer neuromuskulärer Zentren in der Kinder- und Jugendneurologie und der Neurologie gemeinsam ausgerichtet. Mit der Doppel-Präsidentschaft legten sie den Fokus auf die Transition, den strukturierten Übergang von der Jugend- in die Erwachsenenmedizin.  
 
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Medizin
 5 Min|

G-BA-Beschluss zu medizinischem Cannabis: Vorzug für Fertigarzneimittel

Seit rund 6 Jahren können Cannabinoide zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) verordnet werden (1). Die seitdem gesammelten Erfahrungen haben den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) im März 2023 zu einer Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) zu medizinischem Cannabis veranlasst. Mit dem G-BA-Beschluss wird der Stellenwert von cannabinoidbasierten Fertigarzneimitteln deutlich gestärkt: So ist nun „vor einer Verordnung von Cannabis in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten zu prüfen, ob andere cannabishaltige Fertigarzneimittel zur Verfügung stehen, die zur Behandlung geeignet sind (2).“ Zudem muss die Verordnung von Blüten begründet werden (2). Bei einem Pressegespräch beleuchteten Expert:innen die Hintergründe des G-BA-Beschlusses und seine Bedeutung für die Praxis am Beispiel des Cannabis-Fertigarzneimittels Nabiximols, das eine Zulassung für die Behandlung von Patient:innen mit Multipler Sklerose (MS) und assoziierter Spastik hat.
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Medizin
 5 Min|

Neue Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Asthma

Ab sofort gibt es eine verbesserte Entscheidungshilfe für eine gezielte, moderne Asthma-Therapie, die auch relevante Themen wie Berufswahl und digitale Unterstützungssysteme neu berücksichtigt: Die jetzt veröffentlichte und umfassend überarbeitete S2k-Leitlinie „Fachärztliche Diagnostik und Therapie von Asthma“ richtet sich in erster Linie an pneumologisch tätige Fachärzt:innen und wurde im Rahmen des DGP (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin)-Kongresses in Düsseldorf präsentiert. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse wurden bestehende Kapitel der letzten Leitlinien-Fassung aus dem Jahr 2017 umfassend ergänzt und überarbeitet, etwa zum Einsatz von Biomarkern in der Asthma-Diagnostik oder zur Anwendung von Biologika in der Asthma-Therapie (1).
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Medizin
 5 Min|

2-Jahres-Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Obefazimod bei Colitis ulcerosa

Die Ergebnisse der offenen Phase-IIb-Erhaltungsstudie mit Obefazimod zur Behandlung von Colitis ulcerosa (CU) liegen vor. Die Analyse umfasste 164 Patient:innen, die eine Behandlung mit einer einmal täglich oral verabreichten Dosis von 50 mg Obefazimod über einen Zeitraum von 2 Jahren abgeschlossen haben. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Obefazimod, eine im Behandlungsverlauf sowohl anhaltende als auch verbesserte Wirksamkeit zu erzielen, wobei das Molekül weiterhin ein für die chronische Behandlung geeignetes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil aufwies.
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Medizin
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Thrombotische Mikroangiopathie: Diagnose und Therapie in der Notaufnahme

Lebensbedrohliche thrombotische Mikroangiopathien (TMA) stellen eine Herausforderung in der Notfallmedizin dar: Sie sind selten und können sich sehr unterschiedlich präsentieren. Selbst bei Betroffenen, die fußläufig in die Notaufnahme kommen, können sich innerhalb kurzer Zeit potenziell lebensbedrohliche Krankheitssituationen entwickeln. Eine rasche Diagnose und Therapie sind essenziell für die Prognose dieser Patient:innen (1). Wie Ärzt:innen in der Notaufnahme hier vorgehen können, war ein zentrales Thema auf dem 3. Kölner TMA-Symposium.
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