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Medizin

06. März 2020 Dupilumab auch als Fertigpen verfügbar

Mechanische Einstichhilfen, auch Autoinjektoren oder Fertigpens genannt, können Patienten bei der Applikation ihrer Medikamente unterstützen. Seit dem 1. März 2020 ist der Anti-IL-4/IL-13 Antikörper Dupilumab (Dupixent®), der durch duale Blockade die Signalwege von IL-4 und IL-13 hemmt, als Fertigpen verfügbar. „Wir wissen aus anderen Bereichen, dass mit einem Fertigpen die Adhärenz zugenommen hat, von daher freuen wir uns über die Einführung eines Fertigpens für Dupilumab“, sagt Dr. Peter Weisenseel, Facharzt für Dermatologie und Allergologie in Hamburg. Dupilumab ist in der EU für 3 Erkrankungen mit Typ-2-Inflammation zugelassen: mittelschwere bis schwere atopische Dermatitis*, schweres unkontrolliertes Asthma** und schweres CRSwNP***.
 
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Fachinformation
Dupilumab ist ein monoklonaler Antikörper und wird alle 2 Wochen unter die Haut gespritzt (subkutane Injektion). Bisher stand Dupilumab als Fertigspritze mit automatischem Sicherheitssystem zur Verfügung. Durch die Einführung des Fertigpens wird die Selbstinjektion des Biologikums für die Patienten erleichtert. Bei Dupilumab handelt es sich um einen vollautomatischen Fertigpen, d.h., beim Auslösen wird zuerst die Nadel in das Gewebe gestochen und unmittelbar danach Dupilumab durch die Kanüle appliziert.
 
Injektion in 3 einfachen Schritten

Die Injektion von Dupilumab sollte auf desinfizierter Haut und mit sauberen Händen ausgeführt werden. Dazu die Hände mit lauwarmem Wasser und Seife waschen, abspülen und gründlich abtrocknen. Der Fertigpen darf nicht geschüttelt werden und nicht verwendet werden, wenn das Sichtfenster gelb oder die Flüssigkeit trüb oder verfärbt ist. Vor der Anwendung sollte der Fertigpen die Raumtemperatur (unter 25 °C) angenommen haben, indem er für mindestens 30 Minuten (200 mg) bzw. 45 Minuten (300 mg) auf einer ebenen Oberfläche liegt. Kurz vor der Injektion muss die Schutzkappe gerade abgezogen und der Fertigpen so gehalten werden, dass das Sichtfenster zu sehen ist. Den Fertigpen im 90° Winkel auf der Haut platzieren und so weit herunterdrücken bis die Nadelabdeckung nicht mehr zu sehen ist. Während der Injektion muss diese Position gehalten werden. Zu Beginn der Injektion ist ein Klicken zu hören, danach färbt sich das Sichtfenster gelb. Die Injektion kann bis zu 20 Sekunden lang dauern. Ein zweites Klicken zeigt an, dass die Injektion beendet ist. Der Fertigpen kann gerade abgezogen und in einem durchstichsicheren Behältnis im Hausmüll entsorgt werden (1, 2).
 
Umfassende Informationen für Ärzte und Patienten

Damit sich Ärzte/medizinisches Fachpersonal und Patienten gut über die neue Applikationsform informieren können, hält Sanofi Genzyme ein umfassendes Informationspaket bereit. Für jede der 3 Indikationen steht eine Patienten-Starter-Box zur Verfügung. In dieser findet der Patient Wissenswertes zum Therapiestart: Neben Informationen zur Erkrankung und der Wirkweise von Dupilumab sind hierin auch alle wichtigen Hinweise zur Anwendung enthalten.
 
Der Fertigpen ist seit 1. März 2020 in 2 Wirkstärken – 200 und 300 mg – erhältlich und wird jeweils in 2 verschiedenen Packungsgrößen angeboten:
·         200 mg:
o   N1 2 Fertigpens PZN -14350152
o   N3 6 Fertigpens PZN -14350169
·         300 mg:
o   N1 2 Fertigpens PZN -14350175
o   N3 6 Fertigpens PZN -14350181.
 
Eine Therapie für verschiedene Erkrankungen mit zugrundeliegender Typ-2-Inflammtion

Dupilumab ist ein monoklonaler Antikörper, der mittlerweile für 3 unterschiedliche Indikationen mit zugrundeliegender Typ-2-Inflammation eingesetzt werden kann. Seit September 2017 ist Dupilumab als systemische Therapie für schwere atopische Dermatitis verfügbar. Zunächst nur als Therapieoption für erwachsene Patienten ist seit August letzten Jahres durch eine Zulassungserweiterung auch die Behandlung von Jugendlichen ab 12 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen, möglich (3, 4).

Zudem ist Dupilumab in der EU seit dem 6. Mai 2019 als Add-on-Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder erhöhtes FeNO (fractional exhaled nitric oxide), das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist, zugelassen (3, 4).

Seit dem 24. Oktober 2019 ist Dupilumab darüber hinaus als Add-on-Therapie mit intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von Erwachsenen mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Kortikosteroiden und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann, als erstes Biologikum in dieser Indikation zugelassen (4).

Dupilumab wirkt über eine duale Rezeptorblockade der Signalwege der Interleukine (IL)-4 und IL-13, sodass mit dieser Therapieoption die Schlüsselmediatoren der Typ-2-Inflammation gezielt adressiert werden.


*Dupilumab wird angewendet zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen.
**Dupilumab ist angezeigt als Add-on-Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder erhöhtes FeNO, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist.
***Dupilumab ist angezeigt als Add-on-Therapie mit intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von Erwachsenen mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Kortikosteroiden und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

Quelle: Sanofi

Literatur:

(1) Gebrauchsinformation Dupixent® 200 mg Injektionslösung im Fertigpen, Stand Oktober 2019_2
(2) Gebrauchsinformation Dupixent® 300 mg Injektionslösung im Fertigpen, Stand Oktober 2019_2
(3) Fachinformation Dupixent® 200 mg, Stand Dezember 2019
(4) Fachinformation Dupixent® 300 mg, Stand Dezember 2019
 


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