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Medizin

23. Februar 2021 In-vitro-Wirksamkeit von Iota-Carrageen gegen SARS-CoV-2

Im renommierten Fachjournal PLOS ONE wurden nach einem Peer Review neue Daten zur Wirksamkeit des sulfatierten Polymer Iota-Carrageen (Carragelose®) zur Prävention von Infektionen mit SARS-CoV-2 in vitro veröffentlicht. Die Studie wurde von Prof. Dr. Schubert und seinem Team am Institut für Virologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Marinomed Biotech AG in Wien durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigen frühere Studien, die ebenfalls die effektive Hemmung der SARS-CoV-2-Replikation durch Carragelose® in vitro gezeigt hatten.
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Die PLOS ONE-Veröffentlichung zeigt, dass das sulfatierte Polymer Iota-Carrageen sowohl gegen das Wildtyp-SARS-CoV-2 als auch gegen ein Lentivirus, der das SARS-CoV-2-Spike-Protein an der Oberfläche hat, antiviral wirksam ist. Das modifizierte Lentivirus ist ein Modellsystem, bei dem harmlose Viren aussehen wie SARS-CoV-2, wie diese an Zellen binden, aber kein COVID-19 auslösen können. Bei einem Vergleich unterschiedlicher Polymere war Iota-Carrageen in der Lage, das Lentivirus effektiv am Eindringen in die Zellen zu hindern. Drei andere sulfatierte Polymere, Kappa-Carrageen, Lambda-Carrageen und Fucoidan waren deutlich weniger effektiv. Polymere ohne Sulfatgruppen, wie z.B. Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) und Carboxymethylcellulose (CMC), waren unwirksam. Wildtyp-SARS-CoV-2 wurde in vitro ebenfalls durch Iota-Carrageen neutralisiert, und zwar in Konzentrationen, die für die Anwendung von Iota-Carrageen-haltigen Produkten wie Nasensprays klinisch relevant sind: Bereits bei einer Konzentration von 3,5 µg / ml Iota-Carrageen wurde eine Reduktion der SARS-CoV-2-Replikation um über 90% erzielt. Die erhältlichen Nasensprays enthalten mit einer Konzentration von 1,2 mg / ml mehr als die 300-fache Dosis als jene Menge, die in vitro wirksam ist.

Ergebnisse der klinischen Studie in der ersten Jahreshälfte

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Carragelose ein wirksames Werkzeug für die Prävention und Behandlung von COVID-19 sein kann. Wir sind zuversichtlich, diese Ergebnisse mit den aktuell in Wien und Großbritannien laufenden klinischen Studien bei Pflegepersonal bestätigen zu können. Wir erwarten diese Daten noch in der ersten Jahreshälfte 2021“, sagte Dr. Eva Prieschl-Grassauer, Marinomed und Letztautorin der Publikation. „Auch 2021 ist die Pandemie weiterhin eine große gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Belastung. Das Auftreten neuer Virus-Varianten, gegen die bestimmte entwickelte Impfstoffe weniger wirksam sein könnten, erhöht die Bedeutung von zusätzlichen Möglichkeiten zur Bekämpfung des Virus. Carragelose bildet eine physikalische Barriere auf der Nasenschleimhaut und bindet unterschiedlichste Viren, die die Atemwege infizieren, wegen derer positiven Oberflächenladung. Wegen dieser breiten Wirksamkeit und des physikalischen Wirkmechanismus sind wir zuversichtlich, dass SARS-CoV-2-Mutationen wahrscheinlich keinen oder nur einen geringen Einfluss auf die antivirale Wirksamkeit von Carragelose® haben.“

Empfehlung der DGKH

Medizinische Fachgesellschaften erkennen die vielversprechende Datenlage für eine Prävention von COVID-19 durch Carragelose® zunehmend an. In ihrer Empfehlung „Viruzides Gurgeln und viruzider Nasenspray“, hat die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. (DGKH) der breiten Öffentlichkeit die Anwendung von Carragelose®-basierten Nasensprays zur Prävention von SARS-CoV-2-Infektionen empfohlen. Die Empfehlung ist auf der Website der DGKH abrufbar.

Quelle: Marinomed Biotech


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