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Gesundheitspolitik

05. April 2019 Münchnerin entwickelt erfolgreich Gesundheits-Apps

Gloria Seibert aus München ist gerade mal 29 Jahre jung und bereits erfolgreiche App-Unternehmerin. Sie leitet das von ihr gegründete Unternehmen Temedica, das digitale Gesundheitslösungen entwickelt. Diese sind so gut, dass sie von Krankenkassen erstattet werden. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die meisten Gesundheits-Apps muss man aus privater Tasche bezahlen. Nur wenige schaffen die Zertifizierung und Anerkennung durch die Krankenkassen. Zudem ist die Gesundheits-App pelvina sogar in Apotheken erhältlich. Gloria Seibert ist damit eine der wenigen Frauen, die es geschafft haben, sich in der Männerdomäne Technologie-Start-Up durchzusetzen.
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Fachinformation
Doch wie kommt es, dass eine junge Frau ein Start-up im Digitalbereich und noch dazu in der hochregulierten Gesundheitsbranche gründet? Nach dem Wirtschaftsstudium fing sie mit 21 Jahren bei der renommierten Unternehmensberatung McKinsey an, spürte aber schon bald den Drang, etwas Eigenes aufzubauen. Sie erkannte früh den Digitalisierungstrend und die darin liegenden Chancen für die Gesundheit: „Als ich gesehen habe, wie viele Menschen plötzlich Apps nutzen und wie erfolgreich sich diese verbreiten, dachte ich, das kann man doch auch nutzen, um Krankheiten besser zu behandeln und gesundes Verhalten zu fördern!“  

Um ihre Idee in die Tat umzusetzen, zog Gloria Seibert ins Silicon Valley, um sich dort in einer Programmier-Akademie fit für ihre Vision zu machen: „In diesem fünfmonatigen Kurs habe ich mir die ganzen Programmierungsgrundkenntnisse reingepaukt. Das war ganz schön hart.“ Die Mühe hat sich gelohnt: Schon vier Apps hat die junge Frau mit ihrem Unternehmen auf den Markt gebracht. Besonders erfolgreich ist pelvina ein Beckenbodenkurs per App, den über 130 Krankenkassen bezahlen.  

Ihren Erfolg und ihr Wissen teilt die Jungunternehmerin gerne mit anderen und lehrt heute deshalb auch als Gastdozentin an der Fachhochschule Rosenheim. Dort hält sie regelmäßig Vorträge zum Thema Digitalisierung in der Gesundheitsbranche.

Ganz alleine hätte sie das aber nicht geschafft, sagt sie. Nach ihrer Zeit im Silicon Valley wusste sie: „Ich brauche jemand, der sich richtig gut mit Web-Entwicklung auskennt“. Also hat sie sich nach einem Partner für ihr Vorhaben umgesehen und ist dabei auf Clemens Kofler gestoßen, ihren damaligen Mentor an der Programmier-Akademie. „Wir ergänzen uns perfekt und mir war wichtig, einen Sparringpartner zu haben“, sagt Seibert und fährt fort: „Der Anfang war sehr schwierig, wir mussten vom elterlichen Wohnzimmer aus arbeiten, weil wir uns noch keine Büroräume leisten konnten.“ Heute, knapp drei Jahre später, beschäftigt die Unternehmerin rund 40 Mitarbeiter. Und weil Gesundheits-Apps ein riesen Trend sind und die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen digitalen Gesundheitslösungen steigt, wächst ihr Unternehmen rasant weiter. „Momentan platzen wir aus allen Nähten und ziehen in größere Geschäftsräume in München. Natürlich sprühen wir noch vor Ideen für weitere Apps. Meine Vision ist es, mit unseren Gesundheits-Apps die Menschen zu einem gesünderen Lebensstil zu animieren und die Gesundheit möglichst vieler Menschen zu verbessern“, erklärt Seibert.

Quelle: pelvina


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