Donnerstag, 30. Mai 2024
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Gesundheitspolitik

Patientenschützer Brysch für Aufarbeitung von Corona-Politik

Patientenschützer Brysch für Aufarbeitung von Corona-Politik
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Patientenschützer haben sich Forderungen nach Aufarbeitung der Corona-Politik angeschlossen und dabei einen Fokus auf Pflegeheime und Pflegebedürftige gefordert. „Das höchste Opfer des Politikversagens brachten die Pflegebedürftigen“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Der Grundschutz fehlte, ein überzeugendes Testregime gab es nie und zusätzliche Hilfskräfte sowie Ausweichquartiere waren nicht mal angedacht“, beklagte Brysch. „Auch hat die einrichtungsbezogene Zwangsimpfung dem Berufsklima geschadet, ohne das Virus zu stoppen. Doch bis heute fehlt hier eine Aufarbeitung“, fügte der Patientenschützer hinzu.

Fehler in der Corona-Politik eingeräumt

Zuvor hatten mehrere Bundespolitiker Fehler in der Corona-Politik eingeräumt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nannte es im „Spiegel“ als größten Fehler, „dass wir bei den Kindern zum Teil zu streng gewesen sind und mit den Lockerungsmaßnahmen wahrscheinlich etwas zu spät angefangen haben.“ Ex-Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) räumte in dem Nachrichtenmagazin ein, man habe viel zu lange mit strengen Maßnahmen in Krankenhäusern und Pflegeheimen gewartet. Dabei seien die „ja Brutstätten für das Virus“ gewesen. Brysch wies diese Denkweise zurück: „Pflegeheime waren die Brennpunkte und nicht die Brutstätten des Virus“, sagte er dem RND.
 
 

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Quelle: dpa


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