Freitag, 24. Mai 2024
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Gesundheitspolitik

Sozialbündnis macht Druck für Pflegevollversicherung

Sozialbündnis macht Druck für Pflegevollversicherung
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Ein Bündnis aus Sozialverbänden und Gewerkschaften macht angesichts immer höherer Zuzahlungen für Pflegebedürftige Druck für eine Vollversicherung, die alle Pflegekosten übernimmt. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, sagte in Berlin, die Eigenanteile hätten inzwischen eine Größenordnung erreicht, die Pflege zum Armutsrisiko werden ließen. Es sei höchste Zeit, dass die Bundesregierung den Menschen mit einer Pflegevollversicherung endlich Sicherheit gebe.

Pflegebedürftige und Beschäftigte in der Pflege nicht gegeneinander ausspielen

Das Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Verdi, Sylvia Bühler, mahnte, Pflegebedürftige und Beschäftigte dürften nicht länger gegeneinander ausgespielt werden. Die Logik müsse durchbrochen werden, wonach jede Verbesserung bei Arbeitsbedingungen und Löhnen zu höheren Kosten bei den Pflegebedürftigen führe.

Pflegeversicherung trägt nur einen Teil der Kosten für die reine Pflege

Hintergrund der Forderungen ist, dass die Pflegeversicherung – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten für die reine Pflege trägt. Für Heimbewohner kommen noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen hinzu. Im ersten Jahr im Heim waren im bundesweiten Schnitt zuletzt insgesamt 2.548 Euro pro Monat fällig – 348 Euro mehr als Mitte 2022, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen mit Stand zum 1. Juli ergab.
 
 

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Entlastungszuschläge sollen angehoben werden

Zahlungen aus eigener Tasche nehmen damit trotz 2022 eingeführter Entlastungszuschläge weiter zu. Die Zuschläge, die mit längerer Aufenthaltsdauer im Heim steigen, sollen nach einer kürzlich beschlossenen Pflegereform der Ampel-Koalition Anfang 2024 angehoben werden.

Quelle: dpa


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