Freitag, 14. Juni 2024
Navigation öffnen
Gesundheitspolitik

Neue Approbationsordnung muss die Qualität wahren

Neue Approbationsordnung muss die Qualität wahren
© Robert Kneschke – stock.adobe.com
Der Deutsche Ärztetag hat das Bundesgesundheitsministerium aufgefordert, die neue Approbationsordnung so schnell wie möglich umzusetzen. Die Studierenden des Hartmannbundes begrüßen diese Entscheidung. Sie sehen jedoch Korrekturbedarf am Zwischenstand des Referentenentwurfs zur neuen Approbationsordnung.

Zahl der Leistungsnachweise stärker vereinheitlichen

„Um mit Blick auf die Qualität der Ausbildung von einer adäquaten Reform des Medizinstudiums sprechen zu können, muss unbedingt die Zahl der bis zu einem bestimmten Punkt zu erreichenden Leistungsnachweise stärker vereinheitlicht werden, damit auch weiterhin ein Wechsel des Studienstandorts möglich ist“, äußert Peter Schreiber, Co-Vorsitzender des Studierendenausschusses. Wenn beispielsweise in §36 des Entwurfs der Spielraum für Leistungsnachweise bis zum 4. Semester zwischen 4 bis 12 Leistungsnachweisen liege, sei der fakultative Unterschied zu groß, um eine Vergleichbarkeit und damit einen Standortwechsel zu ermöglichen.
 
 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Studierende warnen vor Verschleppung der neuen Approbationsordnung

Erschienen am 16.11.2022Die neue Approbationsordnung soll 2025 in Kraft treten. Driften Studieninhalte und Examensinhalte immer weiter auseinander?

Erschienen am 16.11.2022Die neue Approbationsordnung soll 2025 in Kraft treten. Driften Studieninhalte und Examensinhalte immer...

© Robert Kneschke – stock.adobe.com

Einbindung der wissenschaftlichen Arbeit in den Studienverlauf

Auch eine bessere Einbindung der im Vertiefungsbereich zu erstellenden wissenschaftlichen Arbeit in den Studienverlauf sei erforderlich. „Damit die Studierenden tatsächlich einen Lernerfolg davontragen, sollte die wissenschaftliche Arbeit nicht erst gegen Ende des Studiums, sondern vor Beginn einer potentiellen Dissertation erfolgen“, erklärt Anna Finger, ebenfalls Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund. Bei der Einführung von universitären Parcoursprüfungen nach dem vierten Semester und vor dem PJ müsse darauf geachtet werden, dass die Prüfungsmenge nicht zunehme und stattdessen andere Modulprüfungen eingespart würden.

Großer Überarbeitungsbedarf beim Praktischen Jahr

Den größten Überarbeitungsbedarf sehen die Studierenden beim PJ: Nach wie vor fehlen eine verpflichtende Aufwandsentschädigung sowie eine vernünftige Fehltageregelung, die Krankheits- von Urlaubstagen trennt. Als „elementar“ bezeichnen sie, dass die Finanzierung der neuen Approbationsordnung gesichert sei, ohne dass dies zu Lasten der Qualität des Medizinstudiums gehe. Zwar sei nichts gegen die angedachte Kürzung der Vorlesungsmenge zugunsten digitaler blendend learning-Formate einzuwenden, die Verkürzung gerade der stationären Blockpraktika sollte aber überdacht werden. Vor allem der praktische Unterricht sei wichtige Grundlage für die Ausbildung guter Ärzt:innen sind sich die Studierenden einig.

Quelle: Hartmannbund - Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.


Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Neue Approbationsordnung muss die Qualität wahren"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: rgb-info[at]medtrix.group.