Samstag, 13. April 2024
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Gesundheitspolitik

Studie: Zusehends mehr Pflegebedürftige im Heim mit Sozialhilfe

Studie: Zusehends mehr Pflegebedürftige im Heim mit Sozialhilfe
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Angesichts steigender Kosten für die Pflege im Heim dürften laut einer Studie wieder zusehends mehr Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sein. In diesem Jahr dürften knapp ein Drittel (32,5%) der Bewohnerinnen und Bewohner die sogenannte Hilfe zur Pflege bekommen, wie die Analyse im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab – und das trotz einer kräftigen Rentenerhöhung 2022. Damit würde die Sozialhilfequote schon wieder steigen, nachdem sie im vergangenen Jahr dank neuer Entlastungszuschläge für selbst zu tragende Pflegekosten deutlich auf 30,5% gesunken war.

Immer mehr Pflegebedürftigen im Heim sind auf Sozialhilfe angewiesen

Im nächsten Jahr könnte der Anteil der Pflegebedürftigen im Heim mit Sozialhilfe laut der Modellrechnung des Gesundheitsökonomen Heinz Rothgang von der Universität Bremen weiter auf 34,2% steigen und bis 2026 dann noch weiter auf 36%.

DAK-Chef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ziel muss es sein, dass weniger als 30% der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen sind.“ Damit Menschen nicht erst ins Pflegeheim kommen, müsse zudem die Pflege in den eigenen vier Wänden viel stärker gefördert werden. Das Pflegegeld sollte daher noch in diesem Jahr um mindestens 10% erhöht werden.

Eigenanteil für die Pflege im Heim steigt weiter an

Eigenanteile für die Pflege im Heim steigen seit Jahren – inzwischen auch trotz 2022 eingeführter Entlastungszuschläge, die mit der Pflegedauer steigen. Zum 1. Januar 2023 waren nach Daten des Verbands der Ersatzkassen im ersten Jahr im Heim im bundesweiten Schnitt 2.411 Euro im Monat selbst zu zahlen, 278 Euro mehr als Anfang 2022.

In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen dann noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen hinzu. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat für dieses Jahr eine Pflegereform angekündigt.
 
 

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Quelle: dpa


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