Journal MED

Infektionskrankheiten | Beiträge ab Seite 5

Medizin
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SARS-CoV-2: Nachweis über Neopterinwert

Neopterin ist ein spezifischer Marker des Immunsystems, der bei Th-1 vermittelten Immunreaktionen und Aktivierung vor allem durch Interferon-γ aufgrund z.B. einer Virusinfektion von Makrophagen freigesetzt wird und in Körperflüssigkeiten messbar ist. Erhöhte Neopterin-Konzentrationen sind ein sehr früher und sensitiver Marker für Infektionen mit Viren wie dem Erreger von SARS (dem Coronavirus SARS-CoV-1), COVID-19, HIV-1 (dem AIDS-Erreger), Röteln, CMV und vielen anderen Viruserkrankungen. Ein erhöhter Neopterinwert ist früher nachweisbar als spezifische Antikörper. Prof. Dr. Dietmar Fuchs, Innsbruck, Österreich, erläutert den praktischen Einsatz während der aktuellen Pandemie.
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Haustierbisse nicht unterschätzen - Mit Bissverletzungen immer zum Arzt gehen

Bissverletzungen von Haustieren dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hin. Was manchmal zunächst harmlos aussieht, sollte trotzdem ernst genommen werden. Denn bei einem Biss werden Krankheitserreger des Tieres auf den Menschen übertragen. Die Eintrittspforte kann sich dabei sofort verschieben und somit verschließen. Unbehandelt können schwere Entzündungen entstehen, bei denen neben der Haut auch Muskeln, Sehnen, Nerven und Knochen dauerhaft geschädigt werden können. Daher lautet der Expertenrat: „Egal wie harmlos oder oberflächlich der Biss wirkt, man sollte immer zum Arzt gehen. Besonders wenn pochende Schmerzen, Schwellungen oder Rötungen auftreten, ist das ein Alarmsignal, welches die umgehende ärztliche Behandlung erfordert“, sagt Prof. Dr. Michael J. Raschke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Die DGU gibt Tipps für den Ernstfall.
 
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Medizin
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COVID-19: Erste Ergebnisse der CORIMUNO-Studie

Bei Patienten mit COVID-19-Pneumonie wird davon ausgegangen, dass ein immunvermittelter „Zytokinsturm“ zu akutem Atemversagen und zum Tod führt. Die CORIMUNO-19-Plattform wurde eingerichtet, um Wirksamkeit und Verträglichkeit verschiedener Immunmodulatoren und anderer Behandlungen bei erwachsenen Patienten mit schwerer COVID-19-Infektion mit einer Reihe multizentrischer, randomisierter, kontrollierter Studien zu untersuchen, die am 27. März 2020 begannen. Die ersten Ergbenisse einer multizentrischen, offenen, randomisierten und kontrollierten Studie zu Tocilizumab liegen nun vor.
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Medizin
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SARS-CoV-2: Antivirale Wirkstoffe und neue Testmodelle

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hat weltweit bereits fast 68.000 Todesopfer gefordert (Stand 5.4.2020). Eine spezifische Therapie oder eine Schutzimpfung gibt es bisher nicht. In einem jetzt gestarteten EU-Projekt wollen Forschende um die Professoren Jan Münch von der Universität Ulm und Thomas Schrader (Universität Duisburg-Essen) die Entwicklung einer wirksamen antiviralen Therapie beschleunigen. Dazu sollen zusammen mit weiteren europäischen Partnern verschiedene potenzielle Wirkstoffe gegen das Coronavirus schnell und effizient erprobt werden. Für das 2-jährige Vorhaben „Fight nCoV“, das von der Universität Stockholm geleitet wird, hat das Konsortium 2,8 Millionen Euro eingeworben.
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Medizin
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Statement: Aktuelle Lage Deutschlands im Kampf gegen Corona

Die bayerischen Universitätskliniken haben als Krankenhäuser der höchsten Versorgungsstufe bei der Bekämpfung des neuartigen COVID19-Virus eine herausragende Bedeutung. Am heutigen Freitag gaben Prof. Dr. med. Ulrike Protzner, Direktorin des Instituts für Virologie an der TUM und am Helmholtz Zentrum München, und Prof. Dr. med. Matthias Frosch, Vorstand des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, ein Statement zur aktuellen Lage im Kampf gegen das Coronavirus ab.
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Herpes simplex: Bessere Therapieoption durch PPI plus Virostatika

Eine neue Wirkstoff-Kombination könnte die Therapie von Herpes-simplex-Infektionen verbessern. Das haben Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt und der University of Kent, Großbritannien, herausgefunden. Die Forscher testeten verschiedene Wirkstoffe in Zellkulturen und entdeckten, dass Omeprazol und andere Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) die Wirksamkeit des Virostatikums Aciclovir verbessern konnten.

 
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Medizin
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Antibiotika-Resistenz: Effektive Alternative mit Phagen

Das Biotech-Unternehmen PhagoMed Biopharma hat einen neuen Therapieansatz zur Heilung der Bakteriellen Vaginose und zur Restabilisierung des vaginalen Mikrobiomes entdeckt. Dieser wird nun durch Etablierung eines auf diese Aufgabe fokussierten Teams mit Hochdruck weiterentwickelt. Grundlage der neuen Therapiemöglichkeit sind rekombinant hergestellte Enzyme spezieller Viren, die Bakterien auflösen und vernichten können. Der medizinische Einsatz dieser Enzyme bietet eine effektive Alternative zu Antibiotika, deren Wirksamkeit zunehmend unter den Resistenzen von Bakterien leidet.
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Medizin
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Reisediarrhoe: Effektive Selbstmedikation mit Rifamycin in neuer Galenik möglich

Reisedurchfall zählt mit Sonnenbrand und Mückenstichen zu den 3 häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines erlebnisreichen (Auslands-)Urlaubs. Hauptursache sind mit bis zu 80% bakterielle Infektionen, meist mit E. coli und als Mischinfektionen etwa mit Shigellen oder Salmonellen. Bei nicht-invasiven mittelschweren bis schweren Formen ohne Dysenterie – also ohne Fieber oder Blut im Stuhl – ist das kaum resorbierte Breitspektrums-Antibiotikum Rifamycin ebenso wirksam wie das Fluorchinolon Ciprofloxacin bei deutlich geringerer Resistenzinduktion.
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Blasenentzündung: Erstmal ohne Antibiotikum behandeln

Blasenentzündungen sind kein Phänomen der kalten Jahreszeit, auch in den Sommermonaten tritt die Infektion häufig auf. Denn wenn nasse Badekleidung nicht rasch genug ausgezogen oder die abendliche Kühle unterschätzt wird, macht man es Bakterien unfreiwillig leicht. Harnwegsinfektionen werden oft sofort mit einem Antibiotikum behandelt. Noch immer zu wenig bekannt ist: Antibiotika sind bei diesem Krankheitsbild in vielen Fällen unnötig. Ihr unkritischer Einsatz trägt zudem zur Entstehung von Antibiotikaresistenzen bei. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e. V. (DGI) hin. Unkomplizierte Blasenentzündungen heilen oft auch dann folgenlos aus, wenn lediglich die Symptome mit Schmerzmitteln gelindert werden.
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Antibiotika-Resistenz: Arbeitsgruppe „One Health“ verfolgt ganzheitlichen Ansatz

Was geschieht, wenn sich Antibiotika-resistente Keime in der Umwelt durch Abwasser oder Gülle verbreiten? Diese Problematik betrifft gleichermaßen Menschen und Tiere, da sowohl in Krankenhäusern als auch in Tierställen Antibiotika zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt werden. Die vor kurzem gegründete Arbeitsgruppe „One Health“ hat die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ganzheitlich im Blick. Über die Grenzen von Instituten und Fakultäten kooperieren Wissenschaftler aus der Medizin, Mikrobiologie, Chemie und Agrarwirtschaft an der Universität Bonn, um Forschungsprojekte zum Schutz vor Antibiotika-resistenten Keimen zu entwickeln und Kompetenzen zu bündeln.
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