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Medizin

13. Juli 2020 Chronische Rückenschmerzen: Weniger Nebenwirkungen unter Tapentadol im Vergleich zu Oxycodon

Seit 10 Jahren ist Tapentadol für Patienten mit starken chronischen Rückenschmerzen eine bewährte Therapieoption, von der inzwischen etwa 12 Millionen Patienten weltweit profitiert haben (1). Der Erfolg des starken Opioidanalgetikums basiert auf seinem innovativen, dualen Wirkmechanismus. Er zeichnet sich bezüglich opioidtypischer Nebenwirkungen – neben einer starken und breiten Wirksamkeit – durch eine bessere gastrointestinale Verträglichkeit als z.B. Oxycodon aus (2).  
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Fachinformation
Die Vorteile belegt ein umfangreiches klinischen Studienprogramm, erläuterte Prof. Dr. Ralf Baron, Kiel: Schon in den Zulassungsstudien bewies Tapentadol (Palexia® retard) seine Wirksamkeit und Verträglichkeit im Vergleich zu Oxycodon bei chronischen Rückenschmerzen, Arthrose sowie gegenüber Placebo auch bei diabetischer Polyneuropathie (2-4) und zeigte dabei, dass verschiedene Schmerzformen, d.h. nozizeptive, neuropathische und gemischte Schmerzen, gleichermaßen gut auf Tapentadol ansprechen (5). Nur sehr selten könne eine Medikation positive Studien für die Behandlung von Rückenschmerz (2) und Tumorschmerz (6) aufweisen, betonte Baron. Verglichen mit Oxycodon war Tapentadol außerdem nicht nur in der Wirksamkeit und Verträglichkeit überlegen, sondern führte auch bei Outcome-Parametern wie Funktionalität und Lebensqualität zu einer stärkeren Verbesserung (7).

Welche Rolle Tapentadol retard beim Schmerztherapeuten spielt, erläuterte Dr. Claudius Knut Gall, Schmerzwerkstatt München. Die Praxis ist auf die Behandlung von Rückenschmerzen spezialisiert und bietet einen interdisziplinären Ansatz aus Neurochirurgie, Anästhesie und spezieller Schmerztherapie an. Seit seiner Zulassung setzt Dr. Gall Tapentadol Retard ein. Bei bestehender Indikation sollte ein Opioid zum Einsatz kommen, dass bei hoher therapeutischer Breite wenig gastrointestinale Nebenwirkungen verursacht und zudem ein geringes Interaktionspotenzial hat, wie z.B. Tapentadol retard. Eigenschaften, die seiner Beobachtung nach zudem die für eine erfolgreiche Schmerztherapie wichtige Compliance der Patienten fördern. Grundsätzlich sollte die Behandlung mit Tapentadol wie alle Opioidtherapien regelmäßig kontrolliert, bei Bedarf in der Dosis angepasst werden und immer Baustein eines multimodalen Therapiekonzeptes sein, riet Gall.

Ute Ayazpoor

Quelle: Online-Pressegespräch „10 Jahre Palexia® retard – Aspekte einer Erfolgsgeschichte“, 01.07.2020; Veranstalter: Grünenthal

Literatur:

(1)  IQVIA MIDAS Consumption 12/2018. (2) IQVIA MIDAS Consumption 05/2019
(2)  Buynak R et al., Expert Opin.Pharmacother 2010; 11(11):1787-1804
(3)  Afilalo M et al., Clin Drug Invest. 2010; 30(8): 489-505
(4)  Schwartz S. et al., Curr Med Res Opin 2011; 11(11):1787-1804
(5)  Deeks ED Drugs 2018; 78:1805-1816
(6)  Kress HG et al., Pain Physician 2014; 17:329-343
(7)  Lange B et al., Adv Ther 2010; 27(6).381-399


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