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Medizin

03. Februar 2020 Diabetes: Smart Pen unterstützt Blutzuckerregulation

Smarte Technologien halten Einzug in immer mehr Lebensbereiche, auch in die Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes. Dokumentation, Zusammenführung und Auswertung von Daten sollen dabei helfen, Therapieergebnisse von Patienten verbessern und den Start in die Insulintherapie erleichtern zu können. Durch die Nutzung eines Smart Pens konnte in einer nicht-interventionellen Studie bei Patienten mit Typ-1-Diabetes der Blutzucker im Mittel fast 2 Stunden pro Tag länger im Zielbereich gehalten werden (1). Inwiefern moderne Insuline wie Tresiba® und Fiasp® Patienten dabei durch eine einfache Integration in den Alltag und eine flexible Anwendung unterstützen können, stellten Experten im Symposium „Innovative Therapielösungen für die Diabetes-Praxis“ bei der DiaTec 2020 vor.
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„Der Start in die Insulintherapie bei Menschen mit Typ-2-Diabetes sollte so einfach wie möglich gestaltet werden“, so Dr. Andreas Liebl, Bad Heilbrunn. „Daher sollten Insuline eingesetzt werden, die möglichst einfach und flexibel in der Anwendung sind und sich gut in den Alltag der Patienten integrieren lassen.“

Basalinsuline – Hypoglykämien möglichst gering halten

Das Basalinsulin Insulin degludec (Tresiba®) kann dabei Vorteile bieten: Dank seines speziellen pharmakologischen Wirkprinzips kann der Injektionszeitpunkt bei Bedarf flexibel angepasst werden (2), ohne die glykämische Kontrolle oder Sicherheit zu beeinträchtigen (3). „Man kann eine Insulingabe auch mal um ein paar Stunden verschieben, wenn es der Alltag erfordert. Es muss nur darauf geachtet werden, dass zwischen 2 Injektionen mindestens 8 Stunden vergangen sind“, ergänzt Liebl.
Mit Insulin degludec kann zudem ein geringeres Hypoglykämierisiko im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml bestehen. So zeigte sich in der Gesamtschau klinischer Studien zu Insulin degludec im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml, dass Hypoglykämieraten in verschiedenen Patientenpopulationen mit Typ-2-Diabetes bei Insulin degludec reduziert waren (4-6). In der kardiovaskulären Outcome-Studie DEVOTE bei Patienten mit einem erhöhten kardiovaskulärem Risiko konnte Insulin degludec gegenüber Insulin glargin 100 E/ml die Rate schwerer Hypoglykämien um 40% und die Rate schwerer nächtlicher Hypoglykämien um 53% verringern (4).

Mittlerweile liegen mit der Studie CONCLUDE auch Vergleichsdaten zu Insulin glargin 300 E/ml bei mit Insulin vorbehandelten Menschen mit Typ-2-Diabetes (HbA1c ≤ 9,5%, BMI ≤ 45 kg/m2), die mindestens einen Risikofaktor für Hypoglykämien aufwiesen, vor (7). In der 36-wöchigen Erhaltungsphase nach einer Änderung des Studienprotokolls (Protocol Amendment) zeigte sich, auch wenn der primäre Endpunkt dabei nicht erreicht wurde, ein numerischer Unterschied zu weniger hypoglykämischen Ereignissen unter der Therapie mit Insulin degludec im Vergleich zu Insulin glargin 300 E/ml (7).

Mahlzeiteninsuline – schneller Wirkeintritt ist wichtig

Bei modernen Mahlzeiteninsulinen steht der schnelle Wirkeintritt im Fokus. Fiasp® zeigte bei Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes im Vergleich zu konventionellem Insulin aspart (NovoRapid®) einen schnelleren Wirkbeginn auf und kann daher dem physiologischen Insulinprofil Gesunder gegenüber NovoRapid® noch näherkommen. Der schnelle Wirkeintritt ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Anwendung: Die Gabe kann bei Erwachsenen bis zu 2 Minuten vor und bis zu 20 Minuten nach Beginn einer Mahlzeit erfolgen (8). Die kombinierte Gabe von Fiasp® und Insulin degludec bei Patienten mit fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes wurde in der Studie onset® (9) untersucht. Dabei zeigte sich, dass mit dieser Kombination eine wirksame glykämische Kontrolle bei einer geringeren Rate schwerer oder bestätigter Hypoglykämien im Vergleich zur Kombination von NovoRapid® mit Insulin degludec erzielt werden konnte (9).

Einfache Blutzuckerkontrolle mit smarten Insulin-Pens

„Smart Pens sind ein wichtiger Meilenstein zur weiteren Optimierung der Blutzuckerkontrolle“, führt Dr. Eric Zijlstra, Neuss, aus. „Gerade auch Patienten mit Typ-2-Diabetes, die einer intensivierten Insulintherapie mit einem Mahlzeiteninsulin bedürfen, können durch die Kombination von smarten Therapielösungen mit modernen Insulinen unterstützt werden.“ So steht neben modernen Insulinen bei Novo Nordisk auch die Weiterentwicklung von Insulin-Pens im Fokus: Der NovoPen® 6 kann nicht nur die Zeit und Dosis der letzten Insulin-Injektionen speichern, sondern diese Daten auch an NFC (Near Field Communication)-fähige Geräte übertragen, sodass sich Injektionsdaten übersichtlich darstellen lassen und Ärzte und Patienten diese gemeinsam auswerten können. Die Verwendung des NovoPen® 6 zusammen mit einem CGM-System könnte somit zu einer Verbesserung der Dokumentation und Auswertung der Blutzuckerwerte beitragen. Inwiefern dies auch direkte Auswirkungen auf den Therapieerfolg haben kann, wurde in einer schwedischen Studie bei Patienten mit Typ-1-Diabetes und einer intensivierten Insulintherapie (ICT) untersucht: Mit der Verwendung des NovoPen® 6 sank die durchschnittliche tägliche Zahl vergessener Bolusinjektionen um 43% und die Zeit im Blutzucker-Zielbereich erhöhte sich um ca. 21% (1, 10). Das bedeutete für die Patienten, dass sie sich am Tag durchschnittlich fast 2 Stunden länger im Zielbereich (Time in Range) befanden. „Smarte Pens wie der NovoPen® 6 können nicht nur das Injektionsverhalten des Patienten verbessern“, erläutert Zijlstra abschließend. „Sie unterstützen den Arzt auch bei der Therapieanleitung und können helfen, den Arzt-Patienten-Dialog zu stärken.“

Quelle: Novo Nordisk

Literatur:

(1) Adolfsson P et al. Increased time in range (TIR) observed after introduction of a connected insulin pen. Poster präsentiert anlässlich der 79th Scientific Session der American Diabetes Association (ADA). 7-11. Juni 2019, San Francisco/CA (USA). 126-LB.
(2) Fachinformation Tresiba®, aktueller Stand.
(3) Meneghini L et al. Diabetes Care 2013; 36: 858-864.
(4) Marso SP et al. N Engl J Med 2017; 377: 723-732.
(5) Wysham C et al. JAMA 2017; 318: 45-56.
(6) Rodbard HW et al. Diabet Med 2013; 30: 1298-1304.
(7) Philis-Tsimikas A et al. Diabetologia 2019; 62(Suppl 1): S47-S47: Abstract #90.
(8) Fachinformation Fiasp®, aktueller Stand.
(9) Lane W et al. Diabetologia 2019; 62(Suppl 1): S10-S11: Abstract #17.
(10) Adolfsson P et al. Improved insulin adherence after introduction of a smart connected insulin pen. Poster präsentiert anlässlich der 79th Scientific Session der American Diabetes Association (ADA). 7-11. Juni 2019, San Francisco/CA (USA). 1076-P.


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