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Medizin

22. Mai 2012 Pregabalin auch als Lösung zum Einnehmen erhältlich

Pregabalin steht nun auch als Lösung zum Einnehmen zur Verfügung. Die neue Darreichungsform bietet vor allem Patienten, die unter Schluckbeschwerden leiden, eine hilfreiche Behandlungsalternative. Pregabalin ist zugelassen für die Therapie Erwachsener mit peripheren oder zentralen neuropathischen Schmerzen sowie für die Behandlung generalisierter Angststörungen (GAD) bei Erwachsenen. Darüber hinaus ist es als Zusatztherapie bei Patienten mit partiellen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung im Erwachsenenalter indiziert (1).

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Fachinformation

Patienten mit Schluckbeschwerden behelfen sich häufig mit dem Zerkleinern von Tabletten oder dem Öffnen von Kapseln. Diese Praktiken sind medizinisch nicht erwünscht und unter Sicherheitsaspekten nicht zugelassen: Die unsachgerechte Einnahme kann die Bioverfügbarkeit und Wirkstoffaufnahme beeinflussen und sich somit negativ auf die Therapieeffizienz auswirken (2).

Pregabalin als flüssige Formulierung ist speziell für die Patientengruppen entwickelt worden, die LYRICA® erhalten und aufgrund ihrer Erkrankung zusätzlich von Schluckbeschwerden betroffen sind. So haben Patienten mit Epilepsie (3), mit Alzheimer-Demenz (4), Tumorpatienten (5) sowie Palliativversorgte häufiger mit Schluckstörungen zu kämpfen und daher Schwierigkeiten, Kapseln oder Tabletten einzunehmen (6). Zudem nimmt generell das Risiko für eine Dysphagie bei älteren Patientengruppen zu (7, 8).

Die flüssige Darreichungsform steht als 20mg/ml-Lösung mit Erdbeergeschmack zur Verfügung. Je nach Verordnung liegt die Dosierung zwischen 7,5 und 30 ml täglich (entspricht 150 bzw. 600 mg Pregabalin) - verabreicht in zwei oder drei Einzeldosen. Mit Hilfe einer Applikationsspritze wird die verordnete Dosis Pregabalin der Flasche entnommen und oral gegeben (1). Die Handhabung ist unkompliziert und wird in der Packungsbeilage patientengerecht erklärt.

Literaturhinweise:
(1) Fachinformation, Stand November 2011.
(2) Kelly J, D'Cruz G, Wright D. A qualitative study of the problems surrounding medicine administration to patients with dysphagia. Dysphagia. 2009; 24(1):49-56.
(3) Miyazaki Y, Arakawa M, Kizu J. Introduction of simple swallowing ability test for prevention of aspiration pneumonia in the elderly and investigation of factors of swallowing disorders. Yakugaku Zasshi. 2002; 122(1):97-105.
(4) www.st-vinzenz-hospital.de/medizinische-fachabteilungen/geriatrie/schluckstoerung-dysphagie.html
(5) Raber-Durlacher JE et al. Swallowing dysfunction in cancer patients. Support Care Cancer. 2012; 20(3):433-443.
(6) Morris H. Dysphagia, medicines and older people: the need for education. Br J Community Nurse. 2005; 10(9):419-420.
(7) Ginocchio D, Borghi E, Schindler A. Dysphagia assessment in the elderly. Nutritional Therapy & Metabolism. 2009; 27(1):9-15.
(8) Ney DM, Weiss JM, Kind AJ et al. Senescent swallowing: impact, strategies, and interventions. Nutr Clin Pract. 2009; 24(3):395-413.

Quelle: Pfizer


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