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Medizin

ACR 2021: Ausgewählte Highlights und aktuelle Entwicklungen in der Rheumatologie

ACR 2021: Ausgewählte Highlights und aktuelle Entwicklungen in der Rheumatologie
© yodiyim – stock.adobe.com
Wie bereits im letzten Jahr veranstaltete medac ihr neues virtuelles Format „ACR ad hoc“. Die Idee dieser besonders kurzweiligen und lebendigen  Fortbildungsveranstaltung ist es, ausgewählte Highlights des ACR in einem sehr kurzen Time Slot  vorzustellen und in der anschließenden  Diskussionsrunde, zwischen den Expert:innen und dem Auditorium, eine Einordnung der Erkenntnisse mit Fokus auf die praktische Relevanz zu geben. Die Referent:innen haben für ihre jeweils 2-3 Beiträge 6 Minuten Präsentationszeit und 10 Minuten Diskussionszeit zur Verfügung.
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Spannende Einblicke un Late Breaker, Poster und Abstracts vom ACR

Unter der Moderation von Dr . Philipp Klemm, Bad Nauheim standen in diesem Jahr die Themen digitale Rheumatologie, Autoinflammation,  Rheumatoide Arthritis, Vaskulitiden, Kollagenosen und Spondyloarthritiden auf dem Programm. Die 5 Referent:innen konnten in den zur Verfügung stehenden 90 Minuten der CME-zertifizierten Veranstaltung, Einblicke in insgesamt 15 Beiträge aus Poster- oder Abstractpräsentationen geben und ausgewählte Fragen der ungefähr 70 teilnehmenden Ärzt:innen beantworten. Dr. Martin Krusche, Hamburg, stellte zum Thema digitale Rheumatologie eine 12-wöchige randomisierte kontrollierte Studie zum Nutzen einer digitalen Verhaltenstherapie bei Fibromyalgiesyndrom (FMS) vor. Der auf dem  Kongress vorgestellte Abstract „Clinical Impact of a Digital Behavioral Therapy for Fibromyalgia Management: A Randomized Controlled Trial” zeigte den Vergleich zwischen einer Smartphone-basierten digitalen Verhaltenstherapie (Acceptance and Commitment Therapy=ACT, Mindfulness, tägliche Aufgaben und Übungen) versus einer digitalen aktiven Kontrolle (Symptomtracker und Informationsmaterial). Die digitale ACT-Therapie zeigte gegenüber der Vergleichsgruppe eine signifikante Verbesserung im FIQ-R (Fibromylagia Impact Quenstionaire-Revised)-Score (=primärer Endpunkt). Der Unterschied zugunsten der Smartphone-basierten Verhaltenstherapie wurde auch im sekundären Endpunkt „Patient Global Impression of Change“ deutlich. Diese Ergebnisse zeigen, dass eine digitale Verhaltenstherapie bei Patient:innen mit Fibromyalgiesyndrom nützlich sein kann.  

Unterschied von Tocilizumab + MTX  zum konventionellen Therapiearm

PD Dr. Diana Ernstt, Hannover, zeigte in ihrem Beitrag zum Thema Rheumatoide Arthritis Inhalte aus dem Abstract „An Investigator-initiated Multicenter Randomized Study in Early Rheumatoid Arthritis of Active Conventional Therapy versus Three Biological Treatments: 48 Week Clinical and Radiographic Results of the NORD-STAR Trial”. Die 48-Wochen-Daten der Investigator-initiierten, randomisierten, Open-Label, Assessor-verblindeten  NORD-STAR-Studie zeigten eine Überlegenheit von Abatacept + MTX sowie Certolizumab + MTX gegenüber einer „aktiven konventionellen Therapie“ bzgl. CDAI-Remission bei Patienten mit früher RA. Der Unterschied von Tocilizumab + MTX  zum konventionellen Therapiearm hingegen war nicht signifikant. Die Remissionsrate der MTX-basierten konventionellen Therapie betrug knapp 40%. Die radiologische Progression war sehr gering, ohne signifikante Unterschiede zwischen den 4 Behandlungsgruppen .

Positive Effekte einer VNS bei therapierefraktärer RA

PD Dr. Valentin Schäfer, Bonn, stellte u.a. den Abstract „Diagnosis of Giant Cell Arteritis in Spain: Data from the ARTESER Registry“ zum Thema Vaskulitiden vor. Die spanischen Registerdaten zeigen, dass nach Veröffentlichung der EULAR-Empfehlungen in 2018 der Ultraschall die Biopsie als ersten diagnostischen Test bei Riesenzellarteriitis verdrängt hat. Dr. Isabell Haase, Düsseldorf, bereitete einen Beitrag zum Thema Rheumatoide Arthritis und neue Therapieoptionen vor. Die 24-Wochen-Follow-up-Daten einer randomisierten, kontrollierten Pilotstudie im Abstract „Twenty-four-week Follow-up of a Randomized Controlled First-in-Human Trial of the Safety and Efficacy of Neurostimulation with a Miniaturized Vagus Nerve Stimulation Device in Patients with Multidrug -Refractory Rheumatoid” bestätigen die zu Woche 12  bereits beobachteten positiven Effekte einer Vagusnervstimulation (VNS) bei therapierefraktärer rheumatoider Arthritis. Dieser Effekt hielt auch nach 24 Wochen noch an. Die elektrische Vagusnervstimulation könnte  somit eine mögliche nebenwirkungsarme Therapieoption für therapierefraktäre RA-Patienten darstellen. PD Dr. Arnd Kleyer, Erlangen, referierte zum Thema Spondyloarthritiden und richtete die Aufmerksamkeit unter anderem auf die Arbeit einer Berliner Arbeitsgruppe „Artificial Neural Network for the Recognition of Active Inflammatory Changes Compatible with Axial Spondyloarthritis on Magnetic Resonance Imaging of Sacroiliac Jointsxxx“, die den Nutzen neuronaler Netze zur Detektion entzündlicher Läsionen im ISG-MRT untersuchte. Bei hoher Sensitivität, Spezifität und Genauigkeit konnten vielversprechende Ergebnisse in einem Validierungs- sowie Testset erzielt werden. 

ACR on demand verfügbar

Interessierte  Ärzte,  die  sich  diese  besondere  Fortbildungsveranstaltung  im  Nachgang ansehen möchten, haben bis zum 31.05.2022 die Möglichkeit unter www.acr-adhoc.de 2 CME-Punkte zu erwerben. 

Quelle: medac



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