Sonntag, 26. Juni 2022
Navigation öffnen
Anzeige:
Nasonex
Nasonex
 
Medizin

Alzheimer: Aducanumab verringert p-tau181 im Plasma

Alzheimer: Aducanumab verringert p-tau181 im Plasma
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com
Die Daten von etwa 7.000 Plasmaproben von mehr als 1.800 Patient:innen in den klinischen Phase-3-Studien zu Aducanumab zeigten eine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Verringerung von p-tau im Plasma und einer geringeren kognitiven und funktionellen Verschlechterung bei der Alzheimer-Krankheit. Die Verringerung von p-tau181 im Plasma korrelierte auch mit einer Verringerung der Amyloid-beta-Plaques. Die vorab spezifierte Analyse der Plasmaproben wurde von einem unabhängigen Labor durchgeführt und stützte sich auf die beiden pivotalen Aducanumab-Phase-3-Studien EMERGE und ENGAGE. Die Ergebnisse wurden heute auf der Konferenz „Clinical Trials on Alzheimer's Disease“ (CTAD) vorgestellt.
Anzeige:
Point It
Point It
 

Aducanumab reduziert Tau-Pathologie

Die Analyse zeigte, dass Aducanumab im Vergleich zu Placebo die Tau-Pathologie, ein charakteristisches Merkmal der Alzheimer-Krankheit, signifikant reduzierte, gemessen an p-tau181 im Plasma. Der Effekt war größer bei höherer Dosis und längerer Behandlungszeit mit Aducanumab. Eine stärkere Verringerung des p-tau181-Plasmas korrelierte auch statistisch signifikant mit einer geringeren Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und Funktionen der mit Aducanumab behandelten Patient:innen. Darüber hinaus zeigte die Analyse eine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Veränderung des p-tau181 im Plasma und der Verringerung von Amyloid-beta-Plaques, was den Effekt von Aducanumab auf die beiden zentralen pathologischen Merkmale der Alzheimer-Krankheit demonstriert.
 
 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Welt-Alzheimer-Tag 2021: Frühe Intervention kann Krankheitsverlauf positiv beeinflussen

Erschienen am 21.09.2021Welt-Alzheimer-Tag 2021: Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zur Alzheimer-Krankheit ergaben, dass sich die Mehrheit der Deutschen im Krankheitsfall eine frühe Diagnosesicherung wünschen würde. Die Herausforderung einer Frühdiagnose liegt darin, dass sich die charakteristischen Symptome der Alzheimer-Krankheit häufig erst in späten Stadien zeigen. Es gibt jedoch geeignete diagnostische Verfahren zur Erkennung der pathophysiologischen Prozesse sowie ihrer entsprechenden Frühsymptome.

Erschienen am 21.09.2021undefined

© Biogen

Aducanumab senkt Plasmaspiegel von p-tau181

Die Ergebnisse zeigten, dass Aducanumab den Plasmaspiegel von p-tau181 im Vergleich zu Placebo in beiden Phase-3-Studien dosis- und zeitabhängig signifikant senkte. In der EMERGE-Hochdosisgruppe sank p-tau um 13% gegenüber der Baseline (p<0,001), während Placebo um 8% anstieg; in der ENGAGE-Hochdosisgruppe sank p-tau um 16% gegenüber der Baseline (p<0,001), während Placebo um 9% anstieg. Eine stärkere Verringerung des p-tau181 im Plasma korrelierte mit einer geringeren klinischen Verschlechterung bei allen 4 klinischen Endpunkten in den Phase-3-Studien. Die Korrelationswerte für diese Endpunkte waren für EMERGE bzw. ENGAGE wie folgt:
 
  • Clinical Dementia Rating Sum of Boxes Score (CDR-SB) R=0,11 (p=0,0166) und R=0,14 (p=0,0005);
  • Mini-Mental State Examination (MMSE) R=0,21 (p < 0,0001) und R= -0,15 (p=0,0002);
  • Alzheimer's Disease Assessment Scale-Cognitive Subscale (ADAS-Cog 13) R=0. 17 (p=0,0001) und R=0,15 (p=0,0002); und
  • Alzheimer's Disease Cooperative Study/Activities of Daily Living Scale adapted for MCI (ADCS-ADL-MCI) R= -0,12 (p=0,0086) und R= -0,14 (p=0,0010).
  • Veränderungen von p-tau181 im Plasma korrelierten auch signifikant mit Veränderungen der standardisierten Amyloid-beta-Positronen-Emissions-Tomographie (PET) (SUVR): EMERGE R=0,38, p < 0,0001; ENGAGE R=0,42, p < 0,0001.

Aducanumab könnte kognitiven Abbau bei Alzheimer verlangsamen

„Diese Daten zeigen nicht nur einen wichtigen Zusammenhang zwischen der Fähigkeit von Aducanumab, Amyloid-beta-Plaques zu beseitigen und die p-tau-Spiegel im Plasma zu senken, sondern sie korrelieren auch signifikant mit der Verlangsamung des kognitiven Abbaus“, sagte Dr. Oskar Hansson, Professor für Neurologie an der Universität Lund und dem Universitätskrankenhaus Skåne, Schweden, der den Vortrag auf der CTAD-Konferenz hielt. „Die Forschungsergebnisse von fast 2.000 Patient:innen bieten unschätzbare Einblicke in die Dynamik der miteinander verknüpften Pathologien innerhalb dieser komplexen Krankheit“.

Aducanumab ist in der Europäischen Union noch nicht zugelassen.

Quelle: Biogen


Anzeige:
Tapentadol
Tapentadol
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Alzheimer: Aducanumab verringert p-tau181 im Plasma"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.