Samstag, 4. Februar 2023
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Medizin

ANIM2023: Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin in Berlin

ANIM2023: Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin in Berlin
© frank peters – stock.adobe.com
„NeuroIntensivmedizin - wieviel, wofür, wo und wie spezifisch?“ ist das Schwerpunktthema der 40. Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin (ANIM), die vom 19. bis 21.01 in Berlin stattfindet. Die ANIM wird von der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft (DSG) organisiert und widmet sich jährlich vor allem den wissenschaftlichen Fortschritten und der Fortbildung aller in der Neurointensivmedizin tätigen Berufsgruppen.
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Massiver Bettendruck während der COVID-19-Pandemie war „Motor und Denkanstoß“

Der massive Bettendruck im Rahmen der COVID-19-Pandemie vor dem Hintergrund von demographischen- und Umweltveränderungen war „Motor und Denkanstoß“ zum brennenden Thema Spezifität der NeuroIntensivmedizin, so Prof. Dr. Hartmut Vatter, Bonn. „Trotz Bettendruck bleibt die Frage, wie spezifisch die NeuroIntensivmedizin innerhalb der Intensivmedizin ist, welche Anteile davon strukturell belassen werden müssen oder inwieweit sie auch durch eine internistische oder eine rein anästhesiologische Intensivmedizin abgedeckt werden können.“

Behandlung in Neuro-Intensivstationen nicht immer notwendig

Diese aktuelle Diskussion ist ein zentraler Punkt für die ganze ANIM. Nicht alle Teile der hochkomplexen fachspezifischen Behandlung müssten auf entsprechend ausgerüsteten und geschulten Neuro-Intensivstationen durchgeführt werden, sondern in speziellen Fällen sei eine erfolgreiche Behandlung auch auf wesentlich breiter verfügbaren, allgemein intensivmedizinischen Stationen möglich. „Dabei sind natürlich 2 Aspekte relevant, zum einen die Krankheitsbilder selbst und zum anderen deren zeitlicher Verlauf“, betont Prof. Vatter. In der 1. Phase einer Subarachnoidalblutung, eines Schlaganfalles oder eines Schädel-Hirn-Traumas stehe mit Sicherheit die neurochirurgisch-neurologische Expertise im Sinne der Behandlung des Hirnödems, der zerebralen Perfusionsstörung und einiger weitere zerebraler Probleme im Mittelpunkt: „Patient:innen in dieser frühen Phase in einer allgemeinen intensivmedizinischen Einheit behandeln zu lassen, empfinde ich persönlich als kritisch.“

ANIM-Kongress soll die Optimierung von Behandlungsabläufen klären

Wie und wo in der weiteren Phase und auch in späteren Phasen Behandlungsabläufe zu optimieren wären, soll bei dem hochkarätigen Fachkongress diskutiert werden. Dabei geht es um die Mischung einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Versorgung von relativ häufigen Erkrankungen wie dem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma und einer hoch spezialisierten Behandlung von aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen oder Gefäßmalformationen, die nur an wenigen hochspezialisierten Zentren durchgeführt werden können. Neurovaskuläre Netzwerke, die miteinander interagieren, können eine bundesweite Versorgung auf hohem Niveau ermöglichen.

Quelle: DGNI


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