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Medizin

Hypertonie: Ursachen, Risikofaktoren, Behandlung

Hypertonie: Ursachen, Risikofaktoren, Behandlung
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Am 17. Mai 2023 fand der Welt-Hypertonietag statt. Der Aktionstag möchte in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die von Hypertonie ausgehenden Gefahren schaffen und die Öffentlichkeit über Präventionsmöglichkeiten, Früherkennung und die Behandlung aufklären. Denn Hypertoniek ist in Deutschland die Volkskrankheit Nummer 1, allein in Deutschland sind 20 bis 30 Millionen Menschen betroffen. Die Deutsche Hochdruckliga e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention unterstützen daher die Initiative der Weltgesundheitsorganisation, die Hypertonie-Prävalenz weltweit bis 2030 um 33% zu senken. Wichtige Schritte dafür sind die regelmäßige Messung und ein blutdruckgesunder Lebensstil.

Risikofaktoren durch Hypertonie: Kardiovaskuläre Ereignisse, Augenerkrankungen, Demenz

20 bis 30 Millionen Menschen, das ist fast jeder dritte erwachsene Bundesbürger, haben eine arterielle Hypertonie. Bei über 60-Jährigen ist im Durchschnitt sogar jeder Zweite betroffen und hat damit ein deutlich erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Augenerkrankungen oder Demenz. Auch das Risiko, früher zu versterben, steigt. Wichtig ist also, Hypertonie zu erkennen, zu vermeiden und bei Bedarf zu behandeln.

Früherkennung der Hypertonie vermeidet Folgeschädigung

„Leider findet das Thema Bluthochdruck noch immer zu wenig Eingang in den öffentlichen Diskurs. Wer nicht weiß, mit welchen gesundheitlichen Risiken Bluthochdruck einhergeht, wird nicht auf die Idee kommen, die eigenen Blutdruckwerte gelegentlich zu überprüfen“, sagt Prof. Dr. Markus van der Giet, Arzt an der Charité und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Dabei sei das der erste Schritt zur Prävention. „Wir Ärzte und Ärztinnen sehen Tag für Tag die gravierenden gesundheitlichen Schäden, die Bluthochdruck anrichtet. Wird er früh erkannt, könnten die oben genannten, gefährlichen Folgekrankheiten und somit viel Leid verhindert werden, denn Bluthochdruck ist gut behandelbar!“
 
 

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Regelmäßige Blutdruckmessung zur Überprüfung von Bluthochdruck

30% der Betroffenen wissen aber nichts von ihrer Erkrankung und so schreitet sie unbemerkt fort. Deshalb sollte jeder Erwachsene seine Vorsorgetermine bei der Hausärztin/dem Hausarzt wahrnehmen. Vor allem aber ist die regelmäßige Selbstmessung notwendig, um den eigenen Blutdruck zu kennen. Wichtig für die Selbstmessung ist, ein geeignetes (geprüftes) Messgerät zu benutzen und gemessene Werte zu dokumentieren. Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt, einmal im Monat eine Woche lang morgens und abends den Blutdruck zu messen. Dann wird der Mittelwert berechnet, der unter 135/85 mmHg liegen sollte. Unterstützung geben Dokumente zum kostenfreien Download.

Ursachen der Hypertonie: mangelhafte Ernährung, zu wenig Bewegung, Stress

Hauptursache ist bei den meisten Betroffenen der Lebensstil – ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und/oder zu viel Stress. Übergewicht und eine fehlende Balance zwischen Anspannungs- und Erholungsphasen begünstigen die Entwicklung einer arteriellen Hypertonie.

Maßnahmen gegen Hypertonie: gesunde Ernährung und Bewegung

Genau an diesen Stellschrauben zu drehen, sind schon sehr wirksame Maßnahmen, um den Blutdruck zu senken. Das heißt, die Ernährung umstellen, mehr Gemüse in den Speiseplan integrieren, weniger salzen, weniger ungesunde Fette und Fertiggerichte auf den Tisch bringen. Außerdem sich moderat, aber regelmäßig bewegen: Laufen, Walken, Schwimmen, Rad fahren, im Alltag Gelegenheiten nutzen, in Bewegung zu bleiben, z.B. die Treppe nehmen statt Rolltreppe oder Fahrstuhl. Und drittens sollte man auf sich selbst achten, ab und zu „einen Gang herunterzuschalten“, bewusst Ruhe- und Erholungsphasen in seinen Lebensrhythmus einbauen und einfach mal die Seele baumeln lassen. All diese einfachen Maßnahmen erfordern zwar ein wenig Bewusstsein für die eigene Gesundheit, Geduld und auch Durchhaltevermögen, aber sie wirken.

Medikamentöse Behandlung der Hypertonie

Bei Werten über 140/90 mmHg brauchen Betroffene blutdrucksenkende Medikamente. Entscheidend für den Therapieerfolg ist, dass die Blutdrucksenker regelmäßig und wie verordnet eingenommen und keinesfalls eigenständig abgesetzt werden. Da Bluthochdruck eine chronische Erkrankung und nicht heilbar ist, ist es ratsam, die Behandlung, wie auch alle anderen „blutdruckfreundlichen“ Maßnahmen, zur lebenslangen Gewohnheit werden zu lassen.
Podcast-Tipp der Redaktion: „HyperTon“
Der Podcast HyperTon der Deutschen Hochdruckliga – abrufbar auf allen gängigen Podcast-Streamingplattformen – erklärt bspw. in der Folge „Blutdruck natürlich senken“, was der Höhlenmensch mit dem Bluthochdruck von heute zu tun hat und wie sich Rauchstopp, Bewegung und Ernährungsumstellung auf die Blutdruckwerte auswirken. Reinhören lohnt sich!
 

Quelle: Deutsche Hochdruckliga



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