Donnerstag, 29. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
FSME
FSME
Medizin
07. November 2018

Veränderter Erstattungsbetrag für Guselkumab

Ab 1. November gilt für Guselkumab ein neuer Erstattungsbetrag. Guselkumab ist seit November 2017 bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen, die für eine systemische Therapie infrage kommen (1). Seit 1. November 2018 sinken die Jahrestherapiekosten (AVP) um 22%. 
Anzeige:
Trelegy
Trelegy
Der Prozentsatz der Kostensenkung bezieht sich auf den Preis gegenüber dem EinführungsjahrD und beträgt 23.876 € im ersten Behandlungsjahr (inklusive Induktionstherapie). Ab dem zweiten Behandlungsjahr (Erhaltungstherapie) betragen die Kosten künftig 22.170 €. Die Basis für die berechneten Kosten ist eine Verabreichung von Tremfya® gemäß der Fachinformation: Demnach beträgt die benötigte Anzahl Packungen für das erste Behandlungsjahr (inkl. Induktionstherapie) 7 Packungen à 1 x 100 mg Fertigpen oder Fertigspritze. Ab dem zweiten Behandlungsjahr verringert sich die benötigte Anzahl auf durchschnittlich 6,5 Packungen à 1 x 100 mg Fertigpen oder Fertigspritze. Die empfohlene Dosis für Guselkumab beträgt 100 mg als subkutane Injektion in den Wochen 0 und 4, gefolgt von einer Erhaltungsdosis alle 8 Wochen (1).

Anerkennung der G-BA 

Ab 1. November 2018 wird zudem Tremfya® als bundesweite PraxisbesonderheitF im gesamten derzeit zugelassenen Anwendungsgebiet von der Prüfungsstelle und dem gemeinsamen Beschwerdeausschuss (§106c SGB V) anerkannt. Die Grundlage dieser Verhandlungsergebnisse bildete unter anderem die Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu Tremfya® vom 17.05.2018. In seiner Bewertung differenziert der G-BA zwischen zwei Patientenpopulationen (2).

Anwendung 

Tremfya® (Wirkstoff: Guselkumab) ist ab dem 01.11.2018 von der Prüfungsstelle und dem gemeinsamen Beschwerdeausschuss (§ 106c SGB V) ab dem ersten Behandlungsfall als bundesweite Praxisbesonderheit ausschließlich im Anwendungsgebiet mit einem Zusatznutzen laut G-BA-Beschluss vom 17.05.2018 anzuerkennen, solange Janssen-Cilag Tremfya® in Deutschland vertreibt. Weitere Anwendungsgebiete oder Erweiterungen des Anwendungsgebietes von Tremfya® sind hiervon nicht umfasst.
Das Anwendungsgebiet mit Zusatznutzen lautet:
„Tremfya® wird angewendet für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.“
Die Vorgaben der Fachinformation sind zu berücksichtigen. Bei Patienten, die nach 16 Wochen auf die Behandlung nicht angesprochen haben, sollte ein Absetzen der Behandlung mit Guselkumab in Erwägung gezogen werden.
Die Anerkennung als Praxisbesonderheit gilt nicht bei der Anwendung von Tremfya® außerhalb der gesetzlich bestimmten Bedingungen (im Rahmen eines nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs, „off label use“).
Die Ärzte sind hiermit nicht von den einzuhaltenden Vorgaben aus § 12 SGB V und § 9 der Arzneimittelrichtlinie entbunden.
 

Quelle: Janssen

Literatur:

(1) Aktuelle Tremfya®-Fachinformation.
(2) www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/332, letzter Zugriff Oktober 2011.


Anzeige:
Pneumovax
Pneumovax
Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs
© karepa / Fotolia.com

Das Trinken von Alkohol ist gesellschaftlich breit akzeptiert, trotz der Risiken, die mit seinem Konsum einhergehen. Alkohol ist an der Entstehung von mehr als 200 Erkrankungen beteiligt, so die Autoren des Alkoholatlas Deutschland 2017. Leberschäden gehören dabei zu den weitgehend bekannten Folgen. Doch auch das Risiko für Darmkrebs steigt. Anlässlich des Darmkrebsmonats März macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) darauf aufmerksam, dass auch der vergleichsweise moderate Konsum von Alkohol das...

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?
© JPC-PROD / Fotolia.com

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte,...

Vorhofflimmern: Katheter-Ablation verbessert Erfolgschancen

Vorhofflimmern: Katheter-Ablation verbessert Erfolgschancen
©psdesign1 - stock.adobe.com

Das Herz rast oder stolpert, dazu kommen Schwindel, Luftnot und eine verminderte Leistungsfähigkeit: Bis zu 2 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern. Nicht jeder Betroffene verspürt Symptome, doch die Herzrhythmusstörung birgt eine lebensbedrohliche Gefahr: Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden oder eine Herzschwäche zu entwickeln, ist bei Patienten mit Vorhofflimmern stark erhöht. „Es ist daher wichtig, Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen und zu behandeln“, betont der Herzspezialist Prof. Dr. med. Stephan Willems und erklärt: „Studien haben gezeigt, dass die...

Migräne: Wenn extreme Hitze zu Kopfschmerzen führt

Migräne: Wenn extreme Hitze zu Kopfschmerzen führt
© kuznetsov_konsta / Fotolia.com

Das Wetter in Deutschland wird immer wärmer und für viele erfüllt sich der langersehnte Traum vom „richtigen Sommer“. Heiße Tage und laue Nächte erfreuen aber nicht alle. Während die einen glücklich im Café sitzen und die Sonnenstrahlen in sich aufsaugen, ist bei Migräne-Betroffenen die Freude oft gedämpft. Ein starker Temperaturwechsel kann bedeuten, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein Pochen und Ziehen in der Schläfengegend meldet und die nächste Migräneattacke ankündigt. Gutes Trigger-Management...

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Veränderter Erstattungsbetrag für Guselkumab"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)