News | Beiträge ab Seite 137
Gesundheitspolitik
Einigung im britischen Gesundheitswesen nach monatelangen Streiks
Nach monatelangen Streiks hat sich der Großteil der Beschäftigten im staatlich finanzierten britischen Gesundheitswesen NHS in einem Tarifkonflikt mit der Regierung geeinigt. Mehr als 1 Million Beschäftigte sollen in diesem Jahr eine Gehaltserhöhung von 5% und eine Einmalzahlung von mindestens 1.250 Pfund (rund 1.420 Euro) bekommen, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Dienstag meldete. Die Inflation in Großbritannien ging zuletzt leicht zurück. Die Verbraucherpreise erhöhten sich zuletzt aber immer noch um mehr als 10% gegenüber dem Vorjahresmonat.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
EU-Gesundheitsbehörde zieht Lehren aus Corona-Pandemie
Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC schöpft eine Reihe von Erkenntnissen aus der langwierigen Corona-Pandemie. Damit sich Länder besser auf künftige Pandemien oder andere Notfälle vorbereiten können, machte die in Stockholm ansässige Behörde vier Bereiche aus, in denen Lehren aus der Corona-Zeit gezogen werden können.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Drogenbeauftrager Blienert warnt vor Cannabis-Blockade
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert, hat unionsregierte Länder wie Bayern davor gewarnt, die geplanten Modellversuche für den kommerziellen Cannabis-Verkauf zu blockieren. „Wir werden nicht zulassen, dass Modellprojekte nicht zustande kommen, weil sie Landesregierungen aus ideologischer Verblendung nicht passen“, sagte Blienert dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Ampelkoalition werde prüfen, ob die Mitsprache der Länder bei der Gesetzgebung für die Modellversuche überhaupt notwendig sei, sagte der SPD-Politiker.
Lesen Sie mehr
News
Apothekendichte: Versorgung in Deutschland unter EU-Durchschnitt
Die Anzahl an Apotheken in der Bundesrepublik nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Seit dem Jahr 2000 schrumpfte die Apothekenlandschaft in Deutschland um über 16%. Mit rund 18.000 verbleibenden Apotheken ist die deutsche Versorgungslage pro 100.000 Einwohner.innen im europäischen Vergleich nur unterdurchschnittlich.
Lesen Sie mehr
Colitis ulcerosa
Filgotinib bei Colitis ulcerosa: Umfassende Krankheitskontrolle verbessert die Lebensqualität
Die Behandlung mit dem oral einzunehmenden JAK1-Inhibitor (JAK: Januskinase) Filgotinib verbessert bei Colitis ulcerosa (CU) schnell, signifikant und langanhaltend sowohl bei biologikanaiven als auch bei biologikaerfahrenen Patient:innen die gesundheitsbezogene Lebensqualität.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Medikamentenmangel – Kassen kritisieren Pharmabranche
Nach Warnungen vor einem Medikamentenmangel in einem offenen Brief durch Kinderärzte aus mehreren europäischen Ländern haben die Krankenkassen die Pharmabranche kritisiert. Das Schreiben zeige, dass die Nicht-Lieferung bestimmter Arzneimittel ein europaweites Problem für die Menschen sei, sagte der Sprecher des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Florian Lanz. „Es gab ein gemeinsames Vertrauen in die Pharmaindustrie, dass sie im Zweifel die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherstellt. Dieses Vertrauen ist mittlerweile erschüttert“, fügte er hinzu.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Warnfunktion der Corona-App ausgelaufen
Bei der millionenfach genutzten Corona-App des Bundes ist die Funktion für gegenseitige Warnungen ausgelaufen. Seit Montag ist es nicht mehr möglich, andere nach einem positiven Test zu warnen und eine rote Warnanzeige nach „Risikobegegnungen“ zu erhalten. Angesichts der entspannteren Corona-Lage soll die App dann zum 1. Juni in einen „Schlafmodus“ gehen und vorerst nicht mehr aktualisiert werden. Man kann sie aber auf dem Handy behalten, um damit weiter elektronische Impfzertifikate zu nutzen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Bayern will Einfuhr nicht zugelassener Antibiotika-Säfte erlauben
Manche Medikamente für Kinder sind schwer zu bekommen. Dazu zählen auch Antibiotika. Mittlerweile ist der Mangel so groß, dass Bayerns Staatsregierung zu einer außergewöhnlichen Maßnahme greift.
Lesen Sie mehr
Medizin
Studie untersucht Palliativversorgung in Pandemiezeiten
Die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen war insbesondere in der 1. Welle der COVID-19-Pandemie herausfordernd. Infektionsschutz und Besuchsverbote erschwerten die Versorgung der Patient:innen und die Zuwendung durch Angehörige. Wissenschaftler:innen der PallPan-Forschungsgruppe haben unter Leitung der Würzburger Professorin Dr. Birgitt van Oorschot patientennah tätige Klinikmitarbeitende zu ihren Erfahrungen in dieser Zeit befragt. Demnach verschlechterte sich die Versorgungsqualität der Patient:innen in der Pandemie deutlich. Insbesondere die Vereinsamung der Betroffenen wurde als belastend empfunden. Ihre Ergebnisse sowie darauf basierende Empfehlungen für die Zukunft sind 2022 in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ erschienen. Die Originalarbeit erhält den diesjährigen DMW Walter Siegenthaler Preis. Die Auszeichnung wurde am 24. April 2023 im Rahmen des 129. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) verliehen.
Lesen Sie mehr
Herzinsuffizienz
Leitliniengerechte Therapie von Eisenmangel und Hyperkaliämie
Eisen ist essenziell für den Körper und sein Mangel kann sich in reduzierter Leistungsfähigkeit und Einschränkung der Lebensqualität äußern. Eisenmangel sei weit verbreitet und die häufigste Mangelerkrankung. Jeder vierte Mensch weltweit leide an einem Eisenmangel ohne, dass dieser klar diagnostiziert sei, so Prof. Dr. med. Frank Edelmann, Berlin.
Lesen Sie mehr
Medizin
Mit App-Unterstützung Diabetes im Griff: DGIM zeichnet „Una Health“ aus
Die Smartphone-App „Una Health“ hat das DiGA-Pitch-Battle gewonnen, das die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) zum 2. Mal auf ihrer Jahrestagung ausgetragen hat. Die Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) hilft Menschen mit Diabetes Typ 2, zu erkennen, wie sich ihr Lebensstil unmittelbar auf ihren Glukosespiegel auswirkt und wie sie diesen langfristig positiv beeinflussen können. Dieses nachhaltige Konzept überzeugte die Jury des DiGA-Pitch-Battle.
Lesen Sie mehr
Medizin
EHC 2022: Aufbruch in eine kopfschmerzfreie Zukunft
Der 16. Europäische Kopfschmerzkongress (EHC) in Wien war ein voller Erfolg. Die Jahrestagung war erstmals in der Geschichte des Kopfschmerzkongresses weltweit komplett online zugänglich. Entsprechend dem Kongressmotto „Aufbruch in eine kopfschmerzfreie Zukunft“ ging es bei dem internationalen Expertenaustausch um das Ziel von mehr kopfschmerzfreien Tagen. Mehr als 1.500 Teilnehmer:innen in Wien und rund 300 registrierte Online-Teilnehmer:innen nahmen teil. Mit der Diskussion neuer Erkenntnisse und einer spezialisierten Weiterbildung für niedergelassene Ärzt:innen und Gesundheitsfachberufe gab es ein Update an den aktuellen Forschungsstand für Mediziner:innen und das beteiligte Behandlungsteam und eine spezialisierte Weiterbildung für niedergelassene Ärzt:innen und Gesundheitsfachberufe, die Kopfschmerzpatient:innen behandeln.
Lesen Sie mehr
News
COVID-19: RKI zählt über 170.000 Pandemie-Tote
Den neuesten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge sind im Pandemieverlauf bereits über 170.000 Personen mit COVID-19-Erkrankung in Deutschland verstorben. Das entspricht rund 0,45% aller vom RKI registrierten COVID-19-Fälle (38,22 Mio.) in Deutschland.
Lesen Sie mehr
Medizin
Welche Impfungen sind Pflicht bei Reisen?
Seitdem die COVID-19-Einschränkungen aufgehoben wurden, ist die Reiselust wieder zurück (1). Fernreisen sowie ausbildungs- oder berufsbedingte Auslandsaufenthalte nehmen zu (2). Passend hierzu gibt es eine neue Webseite, auf der sich zahlreiche Informationen zum Thema Reiseimpfungen befinden. Damit bekommen Reisende eine Plattform, auf der sie sich umfassend informieren können, da jedes Reiseziel seine eigenen infektiologischen Herausforderungen bereithält. So können Reisende anschließend gut informiert eine reisemedizinische Beratung wahrnehmen, eventuelle Fragen mit Ärzt:innen besprechen und zuletzt eine fundierte Impfentscheidung treffen.
Lesen Sie mehr
Medizin
Prof. Dr. med. Andreas Neubauer ist neuer Vorstandsvorsitzender der DGIM
Der Internist, Hämatologe und Onkologe Prof. Dr. med. Andreas Neubauer ist neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM). In dieser Funktion wird er den 130. Internistenkongress als Kongresspräsident ausrichten, der vom 13. bis 16. April 2024 in Wiesbaden stattfinden wird. Für die Jahrestagung der DGIM hat der Direktor der Klinik für Innere Medizin und Hämatologie, Onkologie, Immunologie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg das Motto „Präzisionsmedizin – Wünsche und Wirklichkeiten“ gewählt. Mit Neubauer übernimmt ein international anerkannter Krebsforscher die Leitung von Europas größter medizinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaft. Er ist Nachfolger von Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner, der nunmehr 1. stellvertretender DGIM-Vorsitzender ist.
Lesen Sie mehr
Pneumologie
Interstitielle Lungenerkrankungen – früh erkennen, früh behandeln
Im Kontext interstitieller Lungenerkrankungen (ILD) entstehen häufig Lungenfibrosen, deren progredient fibrosierendes Fortschreiten mit einer kontinuierlichen Lungenfunktionsabnahme und hoher Mortalität einhergeht (1, 2). Wichtig sind daher eine möglichst frühzeitige Diagnose und Therapieeinleitung. Bei welchen Anzeichen man hellhörig werden sollte, diskutierten die Expert:innen auf dem 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM).
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Grüne verlangen Nachbesserungen bei geplanter Pflegereform
Die Grünen verlangen Nachbesserungen bei den geplanten Entlastungen für Pflegebedürftige und dringen dafür auf Unterstützung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Fraktionsvize Maria Klein-Schmeink sagte mit Blick auf den vom Kabinett auf den Weg gebrachten Entwurf: „So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.“ Im Vordergrund stünden insbesondere Verbesserungen in der ambulanten Pflege und der Pflege zu Hause. Nötige Ergänzungen der Reformpläne würden nur gehen, wenn die Rückendeckung des Kanzlers da sei.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Reizthemen auf dem Ärztetag 2023: GOÄ und Honorarfragen zur ambulanten Medizin
Aus Sicht der Freien Ärzteschaft (FÄ) gibt es auf dem diesjährigen Deutschen Ärztetag Mitte Mai in Essen vor allem zwei Themen mit besonderer Brisanz: die Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) sowie die GKV-Honorarfrage. „Auch wenn die Bundesärztekammer nach dem Scheitern einer neuen GOÄ der Meinung ist, die ärztliche Gebührenordnung sei derzeit kein wichtiges Thema, sehen das viele Ärztinnen und Ärzte ganz anders“, erklärt Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ). „Es ist positiv, dass die Bundesärztekammer den Ärzten Handreichungen zum Ansatz höherer Steigerungsfaktoren nach der GOÄ sowie zu besonderen Honorarvereinbarungen gegeben hat – allerdings ist eine wesentlich offensivere und breitere Positionierung erforderlich“, ergänzt Dietrich.
Lesen Sie mehr
Medizin
Langzeitbeschwerden nach Corona-Infektion – Psychosoziale Faktoren erhöhen Risiko für Long-COVID um 50%
Etwa 20% der mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen leiden auch 6 Monate nach der Erkrankung noch unter anhaltenden körperlichen Beschwerden (1). Eine eindeutige organische Ursache für dieses als Long- oder Post-COVID bezeichnete Phänomen konnte bisher nicht gefunden werden. Nachgewiesen ist jedoch, dass biopsychosoziale Faktoren wie depressive Symptome, Angst, negative Stressbelastung und Einsamkeit das Risiko für Long-COVID um bis zu 50% erhöhen. Was daraus folgt, erläutert eine Expertin morgen auf der Online-Vorab-Pressekonferenz zum Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
Lesen Sie mehr
Medizin
Systemisch therapieren mit Finerenon bei CKD mit T2D und Vericiguat bei HFrEF nach Dekompensation
Bei der chronischen Nierenerkrankung (CKD) mit Typ-2-Diabetes (T2D) standen lange Zeit metabolische und hämodynamische Faktoren im Mittelpunkt der Therapie. Seit der Zulassungserweiterung von Finerenon im Februar 2023 kann erstmals ein breites Spektrum von Patient:innen mit CKD (mit Albuminurie) in Verbindung mit T2D von seinem innovativen Wirkprinzip profitieren. Finerenon hat in Phase-III-Studien einen signifikanten Nieren- und Herzschutz gezeigt und entfaltet seine Wirkung über den Mineralokortikoid-Rezeptor (MR). Dessen Überaktivierung trägt zur Pathogenese der CKD bei T2D im Zusammenhang mit entzündlichen und fibrotischen Prozessen bei, die wichtige, aber bislang kaum adressierte Treiber der CKD darstellen (1, 2). Auch bei chronischer Herzinsuffizienz konnte mit dem Guanylatzyklase (sGC)-Stimulator Vericiguat ein innovatives Therapieprinzip etabliert werden, das nach Dekompensation einen zusätzlichen Schutz für das Herz zur bestehenden Herzinsuffizienztherapie bietet (3).
Lesen Sie mehr