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News | Beiträge ab Seite 277

Gesundheitspolitik

Pflegen mit dem Finanzamt - Kosten können Steuerlast mindern

Pflege kostet mitunter viel Geld. Das Problem: Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt längst nicht alle Kosten. Reichen die eigenen Mittel nicht, springen oft die Kinder ein. Eine finanzielle Belastung für alle Seiten. Allerdings gibt es auch Entlastung: Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können die Ausgaben von der Steuer absetzen, erklärt Vicky Johrden vom Deutschen Steuerberaterverband in Berlin.

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Gesundheitspolitik

Immer mehr Schwerbehinderte arbeitslos

Die Bundesagentur für Arbeit warnt nach einem Bericht der Dortmunder "Ruhrnachrichten" (Montag) vor einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Schwerbehinderten. Im Oktober 2013 waren nach Angaben der Nürnberger Behörde 176.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos - rund 3000 oder 2% mehr als im Vorjahr. "Mit 6% war der Anstieg bei der Gruppe der 25- bis unter 35-jährigen am höchsten", zitiert das Blatt aus einer neuen Broschüre der Bundesagentur.

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Medizin

Ärzte, Apotheker und Juristen überschätzen das Nebenwirkungsrisiko auf Beipackzetteln

Beipackzettel für Medikamente sind häufig für Patienten unverständlich. Dass selbst Experten Schwierigkeiten haben, die Häufigkeit von Nebenwirkungen richtig einzuschätzen, haben jetzt Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Biometrie und Statistik der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) gezeigt. Ärzte, Apotheker und Juristen überschätzen das Nebenwirkungsrisiko deutlich. Die Studie wurde im Deutschen Ärzteblatt International veröffentlicht.

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Medizin

Analgetikum Tramadol identisch mit Molekülen einer Heilpflanze in Afrika

Ein Forscherteam unter der Leitung von Michel De Waard, Forschungsdirektor am Inserm am Institut für Neurowissenschaften in Grenoble (Universität Joseph Fourier, CNRS), hat entdeckt, dass eine afrikanische Heilpflanze große Mengen an schmerzlindernden Molekülen produziert. Was nach der Analyse besonders überraschte, war die Tatsache, dass das Molekül mit Tramadol identisch ist, einem pharmazeutischen Wirkstoff, der vollsynthetisch hergestellt und weltweit als Analgetikum eingesetzt wird. Nach Angaben der Forscher ist dies das erste Mal, dass ein synthetisches Medikament aus der Pharmaindustrie in so hoher Konzentration in einer natürlichen Quelle gefunden wurde.

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Medizin

Virusinfektionen: Psoriasis-Patienten haben mehr antivirales Protein als Neurodermitiker

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben herausgefunden, warum Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) weniger anfällig für Virusinfektionen sind als Patienten, die unter Neurodermitis leiden. Grund hierfür ist die größere Menge an Proteinen in der an Schuppenflechte erkrankten Haut, die die Vermehrung von Viren hemmen. Das interdisziplinäre Team unter der Leitung von Dr. Robert Sabat von der Klinik für Dermatologie und dem Institut für Medizinische Immunologie hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Virologie und dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) zudem eine neue Funktion des Immunsystems entdeckt. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Translational Medicine* veröffentlicht.

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Medizin

Leitlinie empfiehlt Oxycodon/Naloxon zur Vorbeugung vor Opioid-induzierter Obstipation

Die neue interdisziplinäre S2k-Leitlinie zur Chronischen Obstipation befürwortet im Rahmen ihrer Empfehlungen zu „neuen medikamentösen Therapieansätzen“ den peripheren Opioidantagonisten Naloxon in oraler Applikation zur Therapie von Opioid-induzierter Obstipation (1). Dieser ist in der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) verfügbar. Naloxon erhält die normale Darmfunktion, indem es die Wirkung des Opioids am Darm verringert, ohne die Schmerzlinderung zu beeinträchtigen (1). Das bestätigt auch eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Cross-Over-Studie aus Kanada. Es trat kein signifikanter Unterschied zwischen der Darmfunktion unter Placebo und der unter Oxycodon/Naloxon auf (2), was den Effekt des Naloxons aufzeigt. Die mit einer Visuellen Analogskala (VAS) erfasste Schmerzintensität sank von durchschnittlich 61,4 auf 48,6 in der Oxycodon/Naloxon-Gruppe und auf 55,9 in der Placebo-Gruppe. Sowohl die Patienten als auch die Ärzte bevorzugten nach der doppelblinden Studienphase die Fixkombination gegenüber Placebo.

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Medizin

Was versteht man unter „metabolisch gesunder Adipositas“?

Adipositas nimmt weltweit zu. Wissenschaftler und Mediziner sprechen von metabolisch gesunder Adipositas, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 30 ist, aber kein erhöhtes Risiko für Diabetes oder kardiovaskuläre Erkrankungen vorliegt. Daher könnte es wichtig sein, schwer übergewichtige Personen mit geringem Risiko früh von solchen mit erhöhtem Risiko zu unterscheiden. Der Arzt kann somit Risikopatienten möglicherweise rechtzeitig behandeln, wie die Wissenschaftler Prof. Dr. Matthias Schulze und Prof. Dr. Norbert Stefan vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) in der aktuellen Ausgabe von "The Lancet Diabetes & Endocrinology" feststellen.

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Medizin

ESC 2013: Salzreduktion schützt vor Herzschwäche

Wer viel Kochsalz konsumiert, hat ein erhöhtes Risiko, eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu entwickeln. Das zeigt die Auswertung von Daten aus einer großen Bevölkerungsstudie, die von einer Kölner Forschergruppe auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam präsentiert wurden. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Reduktion der Natrium-Aufnahme von einem hohen auf ein moderates Niveau das Risiko, im späteren Leben eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, vermindern könnte“, fasste Studienautor PD Dr. Roman Pfister vom Herzzentrum der Universitätsklinik Köln zusammen.

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Medizin

GRIN2A-Mutation verantwortlich für häufige Epilepsie im Kindesalter

Einem Verbund aus zwei Forschungsnetzwerken, EuroEPINOMICS und IonNeurONet, ist es gelungen, das erste Krankheitsgen für idiopathische fokale Epilepsien zu identifizieren. Es handelt sich dabei um das Gen GRIN2A. Veränderungen des Gens führen zu Störungen der Funktion eines wichtigen Ionenkanals im Gehirn, der die elektrische Erregbarkeit von Nervenzellen beeinflusst. Dies kann vermehrte elektrische Entladungen im Gehirn und damit das Auftreten epileptischer Anfälle erklären. Die Studie erschien im internationalen Fachjournal Nature Genetics.

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Gesundheitspolitik

Nicht von Kasse abwimmeln lassen - Aufnahme schriftlich beantragen

Eine gesetzliche Krankenkasse darf sich nicht weigern, ein neues Mitglied aufzunehmen. Wollen gesetzlich Versicherter die Kasse wechseln, beantragen sie die Aufnahme in die neue Kasse am besten schriftlich. "Lassen Sie sich auf keine Diskussion ein", rät Stefan Palmowski von der Beratungsstelle Dortmund der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UDP). Das gelte insbesondere, wenn die neue Kasse bei einem ersten telefonischen Kontakt vor Aufnahme Gesundheitsfragen stelle oder die Aufnahme verzögern wolle.

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