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Medizin | Beiträge ab Seite 165

Medizin

Rückenschmerz: Mit Tapentadol frühzeitig in Chronifizierungsprozesse eingreifen

In der Regel beginnt jeder chronische Schmerz mit einem starken akuten Schmerz. Das gilt auch für den Rückenschmerz, der häufig chronifiziert. Von Anfang an sollten die Weichen richtig gestellt werden, damit aus einem Patienten mit starken, lang anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Schmerzen kein chronischer Schmerzpatient wird. Hier ist insbesondere der Hausarzt oder Orthopäde gefordert, bei dem sich der schmerzgeplagte Patient in der Regel zuerst vorstellt.
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OP-Technik: Aufweitung auf mindestens 2,4mm verhindert Thrombosen bei selbstauflösenden Stents

Bei verengten Herzkranzgefäßen setzen Kardiologen in vielen Fällen Stents ein. Die neuste Generation dieser Stents ist bioresorbierbar. Einziger Nachteil: Durch den bioresorbierbaren Stent erhöht sich nachweislich das Thromboserisiko im Vergleich zu metallischen Stents. Komplikationen lassen sich verringern, wenn der Stent auf mindestens 2,4 Millimeter aufgeweitet wird.
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Versteckte HI-Viren im Visier

Das AIDS-Virus macht es der medizinischen Forschung nicht leicht. Zwar kann man die Virusvermehrung mit antiviralen Medikamenten wirksam verhindern, für eine Heilung müssen jedoch auch die latenten HIV-Reservoire in den Zellen aufgespürt und eliminiert werden. Ulmer Forscher wollen ein neues Verfahren entwickeln, um „schlafende“ HI-Viren gezielt zu aktivieren und sie dadurch empfänglich für die Immunantwort und antivirale Wirkstoffe zu machen. Die VolkswagenStiftung unterstützt dieses ungewöhnliche Projekt im Rahmen der Förderinitiative „Experiment!“ mit 100 000 Euro.
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Vitamin D senkt Insulinbedarf und verbessert HbAc bei Typ 1-Diabetes

Bogdanou et al. werteten Befunde von 39 Typ-1-Diabetespatienten aus, die in einer randomisierten Studie über 3 Monate mit 4.000 E/Tag Cholecalciferol (Vitamin D) oder Plazebo behandelt wurden (1). Das primäre Studienziel, eine Änderung der regulatorischen T-Zellen als Indikator für zugrundeliegende Immunvorgänge, wurde durch die Vitamin D-Gabe nicht erzielt, wenn auch die intraindividuellen Unterschiede bei den Männern (n=20) signifikant stärker waren als bei den Frauen (n= 19). Wohl aber wurde unter Vitamin D ein deutlicher Unterschied bei dem sekundären Studienziel, dem Insulinbedarf und dem HbA1c gefunden: Beide nahmen signifikant ab. Die C-Peptidspiegel stiegen bei 6 Patienten während der Verumphase an, bei diesen bestand ein Trend zu vermindertem Insulinbedarf.
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Rolle der Makrophagen und des Mas-Rezeptors bei Multipler Sklerose

Das Renin-Angiotensin-System (RAS) spielt eine wichtige Rolle für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und den Blutdruck. Ein neuer Signalweg des RAS kann aber auch Immunzellen entscheidend beeinflussen. Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die vor allem bei jungen Erwachsenen auftritt und zu unterschiedlichen neurologischen Ausfällen sowie bleibender Behinderung führen kann. Genauso wie bei der Gefäßkrankheit Arteriosklerose spielen die Fresszellen des Immunsystems eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Krankheit.
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Fettleber: Experimenteller Ansatz mit T3 und Glukagon

Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit und Herzkreislauferkrankungen nehmen vor allem in Industrienationen unvermindert zu, weshalb intensiv an neuen Behandlungsmethoden geforscht wird. Ein Ansatz ist die sogenannte personalisierte Medizin, bei der individuelle Therapien für bestimmte Patientengruppen maßgeschneidert werden. Adipositas- und Diabetespatienten mit Fettleber bilden solch eine Untergruppe, für die es bisher kaum Präzisions-Therapeutika gibt. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung ist nun dem Wissenschaftlerteam um Dr. Timo Müller und Prof. Matthias Tschöp am Helmholtz Zentrum München gelungen.

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Hereditäres Angioödem: Seltene Erkrankung „im Hinterkopf“ haben

Hinter gravierenden, rezidivierenden Abdominalscherzen können mannigfaltige Ursachen stehen. Eine Appendizitis, ein Ileus, eine Divertikulitis oder eine Pankreatitis wären möglich - es könnte sich aber auch um ein hereditäre Angioödem (HAE) handeln. Darauf machten HAE-Experten auf einem von Shire unterstütztem Symposium während des aktuellen DGVS-Kongresses in Hamburg aufmerksam. Diese potenziell lebensbedrohliche Krankheit stellt für die Patienten eine erhebliche Belastung dar. Diese kann durch eine suffiziente Behandlung erheblich reduziert werden.

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Hereditäres Angioödem: Seltene Erkrankung „im Hinterkopf“ haben

Hinter gravierenden, rezidivierenden Abdominalscherzen können mannigfaltige Ursachen stehen. Eine Appendizitis, ein Ileus, eine Divertikulitis oder eine Pankreatitis wären möglich - es könnte sich aber auch um ein hereditäre Angioödem (HAE) handeln. Darauf machten HAE-Experten auf einem von Shire unterstütztem Symposium während des aktuellen DGVS-Kongresses in Hamburg aufmerksam. Diese potenziell lebensbedrohliche Krankheit stellt für die Patienten eine erhebliche Belastung dar. Diese kann durch eine suffiziente Behandlung erheblich reduziert werden.

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Leitlinie: Entspannung und Sport wirksam gegen Migräne

Etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migräne. Bei mehr als einem Drittel von ihnen könnten neben Medikamenten auch nicht-medikamentöse Therapien lindernd wirken. Die erste Leitlinie zu „Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutischen Interventionen zur Behandlung der Migräne“ zeigt: Vor allem progressive Muskelentspannung (PMR), kognitive Verhaltenstherapie, Ausdauersport und Biofeedback-Verfahren helfen den Patienten.

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Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern: Ab U3 auch auf schuppige Hautveränderungen wie Kopfgneis und Milchschorf achten

Seit Anfang September ist die neue Kinder-Richtlinie in Kraft getreten, die die Früherkennungsuntersuchungen - bekannt als U1 bis U9 - im Kindesalter regelt (1). In diesem Rahmen werden Eltern auch zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen beraten. Ab der U3, also der 4.-5. Lebenswoche, sollten bei Bedarf auch schuppige Hautveränderungen wie Kopfgneis und Milchschorf thematisiert werden. In diesem Zusammenhang können Eltern ebenfalls über die Möglichkeit einer schonenden Keratolyse z. B. mit LOYON® informiert werden.

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HODOKORT-Studie untersucht Wirksamkeit von Glukokortikoid-Therapien beim Hörsturz

Der plötzliche Verlust des Gehörs, der sogenannte Hörsturz, ist eine beängstigende Situation. In Deutschland sind jährlich 100 bis 400 Menschen von 100.000 davon betroffen. Obwohl dieses Krankheitsbild seit langem bekannt ist, sind weder die Ursache noch die zugrundeliegenden Mechanismen vollständig erforscht, erklärt Prof. Dr. Stefan Plontke, Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie. Er leitet eine bundesweite Studie, welche sich mit der Therapie des Hörsturzes beschäftigt – die sogenannte HODOKORT-Studie. Als erstes von etwa 40 Prüfzentren der Studie ist jenes der Universitätsmedizin Halle (Saale) nun initiiert worden.

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Gemüsesaft aus Rucola und Spinat fördert Zahngesundheit

Nitratreiches Blattgemüse gilt bislang wegen seines Nitratgehalts als problematisch. Doch der verfemte Inhaltsstoff hat auch gesundheitsfördernde Eigenschaften. Das belegt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität Hohenheim und des Universitätsklinikums Würzburg. Nitrat aus einem handelsüblichen Gemüsesaft kann den Verlauf chronischer Zahnfleischentzündungen bereits nach nur zwei Wochen spürbar verbessern.

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Wirksamkeit und Kosteneffektivität in der Behandlung der Schuppenflechte mit subkutanem Methotrexat steigern

Der Praxisalltag zeigt, dass ein konsequenter Einsatz von Methotrexat (MTX) in der systemischen medikamentösen Behandlung der Psoriasis mit einer raschen und lang anhaltenden Wirkung, einem günstigen Sicherheitsprofil und der Senkung von kardiovaskulären Risiken belohnt wird. Auch wird das Nebenwirkungsrisiko von Methotrexat für Lunge, Leber und bei Schwangerschaftswunsch in jüngeren Publikationen geringer eingeschätzt als bislang diskutiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Methotrexat das weltweit am häufigsten zur Therapie der Schuppenflechte eingesetzte Systemtherapeutikum ist.

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ESGE-Leitlinie: Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt

Verschluckte Batterien und Magnete, aber auch spitze oder lange Objekte können den Magen-Darm-Trakt schädigen. Selbst wenn sie keine unmittelbaren Beschwerden verursachen, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch für große, feste Essensbrocken, die in der Speiseröhre stecken geblieben sind. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hin. Eine neue Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Gastrointestinale Endoskopie (ESGE, European Society of Gastrointestinal Endoscopy) fasst jetzt zusammen, wie Fremdkörper schonend wieder aus dem Körper gelangen.

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Welcher COPD-Patient profitiert vom inhalativen Kortikosteroid?

Für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die mindestens zweimal im Jahr exazerbieren, ist nach GOLD zusätzlich zur bronchodilatatorischen Basistherapie eine antientzündliche Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) indiziert (1). Um sowohl die großen als auch die kleinen Atemwege therapeutisch zu erreichen, sollte ein ICS in extrafeiner Formulierung erwogen werden.
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Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) fördert die Wundheilung

Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) ist eine spezielle Form der Wärmestrahlung mit hohem Eindringvermögen in das Gewebe und geringer thermischer Belastung der Hautoberfläche, siehe Abbildung. wIRA fördert die Heilung akuter und chronischer Wunden sowohl über thermische (auf Wärmeenergieübertragung bezogene) und temperaturabhängige als auch über nicht-thermische und temperaturunabhängige zelluläre Effekte. wIRA entspricht dem Großteil der die Erdoberfläche in gemäßigten Klimazonen durch Wasser und Wasserdampf der Atmosphäre gefiltert erreichenden Sonnenwärmestrahlung.

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Glutathion ist ein Schutzschild gegen Schwermetall Uran

Mikroorganismen können das Schwermetall Uran besser vertragen, wenn Glutathion vorliegt, ein aus drei Aminosäuren aufgebautes Molekül. Das haben Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Universität Bern jetzt nachgewiesen, indem sie den Wärmehaushalt von Zellen genau unter die Lupe nahmen. Dabei fanden sie heraus, dass Glutathion als effizientes Entgiftungsmittel wirkt. Die Untersuchungen liefern wichtige Erkenntnisse für die biologische Sanierung von Abraumhalden und anderen belasteten Gebieten mithilfe von Bakterien oder Pflanzen.

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