Journal MED

Patienten | Beiträge ab Seite 36

Medizin
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PBC: Vorteile durch Zweitlinientherapie mit Obeticholsäure

Im Rahmen des Kongresses für Viszeralmedizin 2021 in Leipzig diskutierten Hepatologen in einem Symposium über das optimale therapeutische Vorgehen bei der progressiven autoimmunen Lebererkrankung Primär biliäre Cholangitis (PBC). Um Komplikationsraten zu reduzieren, das Progressionsrisiko zu minimieren und die Lebensqualität von PBC-Patientinnen und -Patienten zu erhöhen, ist aus Sicht der Expertinnen und Experten eine frühe effektive Therapie essenziell. Bei nicht adäquatem Ansprechen auf die Standardtherapie mit Ursodeoxycholsäure (UDCA) kann eine Zweitlinienbehandlung mit Obeticholsäure die Ansprechraten deutlich erhöhen.
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Diabetologie
 4 Min|

Modernes Diabetes-Management mit Smartpens

Was habe ich heute schon gegessen? Wie geht es mir gerade? Will ich heute noch zum Sport? Diese Fragen müssen beim täglichen Diabetes-Management beantwortet werden und kosten viel Zeit: Durchschnittlich 60 Minuten täglich müssen Betroffene aufwenden – je nach Lebensstil können es auch schnell mehr werden. Daher ist jede Zeitersparnis bei Betroffenen höchst willkommen. Eine Option stellen die neuen Smartpens vor, von denen nicht nur Betroffene, sondern auch Behandelnde profitieren.
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Medizin
 5 Min|
Wer ist erfolgreicher?

Humane Schwarmintelligenz vs. KI

Diagnosesysteme mit Künstlicher Intelligenz (KI) sind beim Erkennen und Klassifizieren verbreiteter und eindeutig ausgeprägter Hauterkrankungen häufig treffsicher. Sobald eine Hauterkrankung jedoch seltener oder aber in ungewöhnlichen Konstellationen auftritt, ist die KI der menschlichen Schwarmintelligenz (Mehrheitsvotum einer Gruppe von Dermatologinnen und Dermatologen) und auch den Ergebnissen einzelner Ärztinnen und Ärzte unterlegen. Das zeigt eine aktuell in der Fachzeitschrift JDDG veröffentlichte Studie. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) sieht große Potenziale und Entlastungsmöglichkeiten durch KI-Systeme, betont aber die Notwendigkeit, das Training der Systeme zu verbessern.
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Medizin
 2 Min|

Zulassung für Tofacitinib auch bei Psoriasis-Arthritis

Ab sofort steht der orale Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib als einmal tägliche Dosierung in Deutschland auch für Patientinnen und Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA) zur Verfügung. Indiziert ist Tofacitinib in Kombination mit Methotrexat (MTX) zur Behandlung der aktiven PsA bei erwachsenen Patientinnen und Patienten, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (DMARD-) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben (1).
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Medizin
 6 Min|

Psoriasis: IL-17A-Inhibitor Secukinumab

Aktuelle Daten der MATURE-Studie belegen über 52 Wochen eine deutlich bessere Wirksamkeit des 300 mg Fertigpens gegenüber Placebo sowie eine gute Verträglichkeit und hohe Patientenzufriedenheit bei der Therapie mit dem Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab (1). Eine gepoolte Auswertung der beiden Studien A2310/A2311 bei Kindern und Jugendlichen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zeigt das günstige Sicherheitsprofil von Secukinumab auch bei pädiatrischen Patienten (2). Daten des PURE-Registers bestätigen, dass der IL-17A-Inhibitor auch im Behandlungsalltag über 36 Monate zur Verbesserung der Hautsymptome sowie Lebensqualität führt (3).
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Medizin
 2 Min|

ITP: Weniger Thrombosen mit SYK-Inhibitor?

Die Erkrankung Immunthrombozytopenie (ITP) bedeutet für die Patientinnen und Patienten neben einer verringerten Thrombozytenzahl auch ein höheres Risiko für Thrombosen (1). Die Rate an venösen und arteriellen thromboembolischen Ereignissen (TEEs) ist gegenüber der Allgemeinbevölkerung bis zu 3-fach erhöht (2). Studienergebnisse mit Fostamatinib, einem Inhibitor der SYK (spleen tyrosine kinase), deuten nun darauf hin, dass das Medikament das Risiko für TEEs bei ITP-Patienten verringern könnte (1).
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Medizin
 5 Min|
Apixaban vs. Warfarin

nvVHF: Ergebnisse der AUGUSTUS-Studie

Auf der aktuell stattfindenden Jahreskonferenz des American College of Cardiology (ACC) wurden erstmals Ergebnisse der Phase-IV-Studie AUGUSTUS präsentiert und zeitgleich im New England Journal of Medicine publiziert (1). Darin wurde Apixaban vs. den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) Warfarin bei Patientinnen und Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und akutem Koronarsyndrom (ACS) und/oder perkutaner Koronarintervention (PCI) untersucht (1). Nach einer Beobachtungsdauer von 6 Monaten konnte gezeigt werden, dass bei nvVHF-Patienten mit ACS und/oder PCI, die mit einen P2Y12-Inhibitor mit oder ohne Acetylsalicylsäure (ASS) behandelt wurden, der Anteil der Patientinnen und Patienten mit schweren oder klinisch relevanten nicht-schweren (CRNM) Blutungen (primärer Endpunkt), signifikant geringer war, wenn sie zusätzlich als orale Antikoagulation Apixaban 5 mg 2x tgl. erhielten, verglichen mit der oralen Antikoagulation mit einem VKA (10,5% vs. 14,7%; HR=0,69%, p für Überlegenheit < 0,001) (1).
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Medizin
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COVID-Impfung bei Krebs: Was beeinflusst die Impfantwort?

Krebspatientinnen und -patienten haben ein erhöhtes Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen und schwere COVID-19-Verläufe. Die COVID-Impfung ist generell für Krebspatientinnen und -patienten empfohlen, allerdings weiß man bisher wenig darüber, wie gut diese auf die Impfung ansprechen. In einer jetzt veröffentlichten Studie im hochrangigen Journal JAMA Oncology (Impact Faktor 32) konnte ein interdisziplinäres Forschungsteam der MedUni Wien am AKH Wien unter Leitung von Matthias Preusser zeigen, dass die Art der Krebstherapie die Impfantwort beeinflusst: Patientinnen und Patienten unter Chemotherapie hatten geringere Antikörperspiegel als Patientinnen und Patienten unter zielgerichteter Therapie mit Medikamenten bzw. als Injektion oder Infusion.
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Typ-2-Diabetes
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CKD bei Typ-2-Diabetes: Finerenon künftige Therapieoption?

Die chronische Nierenerkrankung (CKD) gehört zu den häufigsten Folgeerkrankungen des Typ-2-Diabetes (T2D). Sie schreitet selbst bei gut eingestellten Blutdruck- und HbA1c-Werten oft unbemerkt fort und verschlechtert die Prognose der Patientinnen und Patienten erheblich. Daher ist eine frühe Diagnose der CKD wichtig. Für die Therapie gibt es mit Finerenon eine neue, bislang noch in der Entwicklung befindliche Option, die sowohl kardiovaskuläre als auch renale Endpunkte verbessern konnte.
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Medizin
 3 Min|

Ernährung und neue Wirkstoffe könnten Rheuma lindern

Darmbakterien können die Entwicklung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen fördern, wenn die Barrieren im Darm nicht halten. Darmbakterien könnten aber auch bei der Behandlung behilflich sein, indem sie entzündungshemmende Substanzen bilden. Kongresspräsident Prof. Dr. med. Georg Schett erklärt auf einer Pressekonferenz anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses 2021, welche Verbindung es zwischen Darm und Gelenken gibt und wie dies in Zukunft therapeutisch genutzt werden könnte.
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Medizin
 5 Min|

Erscheinungsfreiheit bei Plaque-Psoriasis mit IL-17A- und IL-17F-Inhibitor

Es gibt neue Zwischenergebnisse der offenen Verlängerungsstudie BE BRIGHT, in der die langfristige Verträglichkeit und Wirksamkeit von Bimekizumab bis zu 2 Jahre bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht werden, die eine der 3 Phase-3-Zulassungsstudien abgeschlossen hatten. Diese Daten wurden zusammen mit weiteren Ergebnissen aus dem klinischen Phase-3/3b-Programm zu Bimekizumab bei Psoriasis auf dem 30. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) vorgestellt.
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Medizin
 6 Min|

Wie gelingt die Digitalisierung der Medizin?

Die Digitalisierung der Medizin birgt große Potenziale, denn digitale Gesundheitsdaten bilden eine wesentliche Grundlage für Innovation in der Medizin. Die systematische Nutzung digitaler Daten, unter anderem für KI-Anwendungen zum Aufbau lernender Gesundheitssysteme und für das Pandemiemanagement, kann helfen, die Diagnose, Prävention und Therapie von Krankheiten weiterzuentwickeln und zielgerichteter auf das einzelne Individuum zuzuschneiden. Das Motto der Jahrestagung „Digitale Medizin. Erkennen, Verstehen, Heilen“ spiegelt die Chancen wider, die sich aus der Digitalisierung für Ärztinnen und Ärzte, Patientinnen und Patienten sowie für Forschende in der Medizin ergeben. Die Tagung wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) und der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF) ausgerichtet.
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Medizin
 4 Min|

Peritonealdialyse: Ursache und Lösung für Komplikationen gefunden

Die Peritonealdialyse ist, so wie die klassische Hämodialyse, eine Form der Nierenersatztherapie, die jedoch als Folge des Versagens des Bauchfells oft nur für begrenzte Zeit einsetzbar ist. Forschende der MedUni Wien konnten nun zeigen, dass ein bestimmtes Protein an der fibrotischen Degeneration des Bauchfells ursächlich beteiligt ist. Eine am Christian Doppler Labor für Molekulare Stressforschung in der Peritonealdialyse entwickelte neue Dialyselösung mit zugesetztem Lithium kann diese negative Entwicklung verhindern und Komplikationen reduzieren. Die Ergebnisse wurden im Top-Journal Science Translational Medicine veröffentlicht und als Cover-Story der Ausgabe ausgewählt.
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Medizin
 8 Min|
EASD 2021

Typ-2-Diabetes: Kardioprotektive Therapie mit Semaglutid

Die Therapie des Typ 2 Diabetes ist komplex und geht über die Kontrolle des Blutzuckers hinaus: Für eine gute Prognose ist es wichtig, frühzeitig Risikofaktoren zu erkennen und diesen entgegenzuwirken sowie eine Therapie zu finden, die Patientinnen und Patienten bei einer möglichst hohen Wirksamkeit auch möglichst viel Sicherheit bieten kann. Aktuelle, auf dem diesjährigen Kongress der European Association for the Study of Diabetes (EASD) vorgestellte Studiendaten zum GLP-1 Rezeptoragonisten (RA) Semaglutid (1) belegen die Rolle einer frühen, kardioprotektiven Therapie beim Typ 2 Diabetes. Zudem wurden beim Kongress neue Studienergebnisse zur Anwendung von Insulin degludec bei schwangeren Frauen mit Typ 1 Diabetes (2) präsentiert, die die bestehende Datenlage zur Wirksamkeit und Sicherheit des Basalinsulins in weiteren Patientenpopulationen ergänzen.
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Medizin
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SCS-Systeme: Neue Therapie für die Rückenmarkstimulation

Die Markteinführung der FAST Therapieform für die WaveWriter Alpha Rückenmarkstimulations-Systeme (SCS-Systeme) in Europa wurde angekündigt. Die neue, schnell wirkende Therapie unterhalb der Wahrnehmungsschwelle zielt auf einen neuen SCS-Wirkmechanismus ab. Während traditionelle parästhesiefreie Therapien bis zur Schmerzlinderung mehrere Tage in Anspruch nehmen können, ist FAST so konzipiert, dass bei Patienten und Patientinnen innerhalb nur weniger Minuten eine deutliche, parästhesiefreie Schmerzlinderung eintritt (1). Betroffene, Ärztinnen und Ärzte können so unmittelbar die signifikanten Ergebnisse verfolgen, bevor der Betroffene die Klinik verlässt.
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Psoriasis
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Spondyloarthritiden: Lang anhaltende Wirkung von Ixekizumab

Beim Jahreskongress 2021 der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) präsentierte Daten bestätigen, dass der Interleukin-17A-Inhibitor Ixekizumab bei Patientinnen und Patienten mit axialer Spondyloarthritis und mit Psoriasis-Arthritis eine über 2 bzw. 3 Jahre anhaltende Wirkung hat. PD Dr. Uta Kiltz, Herne, stellte Ergebnisse hierzu bei einer virtuellen Pressekonferenz im September 2021 vor.
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Medizin
 3 Min|

Eine Tablette gegen COVID-19?

Die Ergebnisse der Phase-III-MOVe-OUT-Studie zu Molnupiravir liegen vor. Molnupiravir, ein orales antivirales Prüfpräparat, hat das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder Tod bei gefährdeten, nicht hospitalisierten erwachsenen Patienten mit leichtem bis mittelschwerem COVID-19 signifikant reduziert. Molnupiravir senkte das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todesfalls um etwa 50%: 7,3% der Patienten (28/385), die Molnupiravir erhielten, wurden bis Tag 29 nach Einschluss in die Studie hospitalisiert, verglichen mit 14,1% der mit Placebo behandelten Patienten (53/377); p=0,0012. Bis Tag 29 wurden bei Patienten, die Molnupiravir erhielten, keine Todesfälle gemeldet, im Vergleich zu 8 Todesfällen bei Patienten, die Placebo erhielten.
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Medizin
 5 Min|

RSV bei Säuglingen und Kleinkindern

Im Rahmen eines Pressegesprächs zum Weltkindertag, welcher jährlich am 20. September stattfindet, hat Sanofi Pasteur auf verschiedene Atemwegsinfektionen bei Säuglingen und Kleinkindern aufmerksam gemacht. Dabei standen 2 Atemwegsinfektionen im Vordergrund: Pertussis und eine weitere potenziell gefährliche Infektion der Atemwege, die durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ausgelöst wird. Wie wichtig ein umfassender Schutz vor Pertussis und einer RSV-Infektion von Säuglingen und Kleinkindern sein kann, erklärte Prof. Dr. Markus A. Rose, Klinikum Stuttgart.
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