Journal MED

Patienten | Beiträge ab Seite 51

Baricitinib, ein kleinmolekularer, selektiver, kompetitiver Inhibitor der Januskinasen JAK1 und JAK2, hat sich bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) einen festen Platz erobert. RA-Experten stellten Daten zum JAK-Inhibitor (JAKi) vor und besprachen Besonderheiten dieses Small molecules, wie etwa die exzellente analgetische Wirkung. Auf einem Satellitensymposium von Lilly während des Rheumakongresses 2020 wurde zudem die Sicherheit von Baricitinib thematisiert.
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Medizin

Asthma-Update: Therapien und die Rolle von SAD bei der Pathogenese

Der Horizont an Behandlungsmöglichkeiten für Asthma-Patienten weitet sich zunehmend. So zeigen beispielsweise aktuelle Studiendaten einen Nutzen von Dreifach-Fixkombinationen aus LAMA/LABA/ICS bei unkontrolliertem Asthma. Dabei verfestigt sich die Erkenntnis, dass Entzündungen in den kleinen Atemwegen auch bei Asthma eine zentrale Rolle spielen und daher in der Therapieentscheidung berücksichtigt werden sollten. Prof. Dr. Monica Kraft, University of Arizona, USA, betonte in ihrem Vortag auf dem diesjährigen virtuellen Kongress der ERS (European Respiratory Society) die Beteiligung der Small Airways Dysfunktion (SAD) an der Pathogenese sowie die gute Lungendeposition extrafeiner Partikel. Prof. Dr. Johann Christian Virchow, Universitätsklinikum Rostock, erläuterte, welche Bedeutung das LAMA in der Asthma-Therapie sowie die fixe Kombination aus LAMA/LABA/ICS hat und welche Patienten im Besonderen davon profitieren könnten.
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Praxismanagement

EKG ohne Praxisbesuch

Die Gesundheitsbranche in ganz Europa kämpft mit Herausforderungen wie dem Mangel an klinischen Ressourcen. Der Gesundheitsdienst vieler Länder wird zudem hauptsächlich aus dem öffentlichen Sektor finanziert. Die wachsende Nachfrage an medizinischen Leistungen muss daher mit einem begrenzten Budget abgedeckt werden. Das führt unter anderem zu langen Wartezeiten für Untersuchungen wie das EKG-Monitoring von Patienten mit kardiologischen Symptomen. Intelligente medizinische Geräte und innovative Dienstleistungen eröffnen eine Möglichkeit, diese Herausforderung zu meistern. Sie bilden die Basis für zeit- und kosteneffizientere Gesundheitsdienstleistungen, ohne die Qualität der medizinischen Versorgung zu gefährden.
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Medizin

Morbus Gaucher: Testung von Kindern bei Hepatosplenomegalie, Blutbild- oder Knochenveränderungen

Morbus Gaucher ist eine chronisch fortschreitende Speicherkrankheit, die immer noch zu Unrecht als Erwachsenenkrankheit gilt (1). Dabei zeigen 2 Drittel der Patienten bereits im Kindesalter typische Manifestationen wie Splenomegalie und Hepatomegalie, Thrombozytopenie, Anämie, radiologische Knochen­veränderungen oder eine Wachstums­verzögerung. Dennoch wird bei Kindern Morbus Gaucher kaum bei der Differential­diagnose berücksichtigt (1, 2).
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Medizin

Psoriasis-Arthritis: Zulassungsempfehlung für Guselkumab

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt die Erweiterung der Zulassung von Guselkumab als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat (MTX) für die Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis (PsA) bei erwachsenen Patienten, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (DMARD) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben (1). Guselkumab ist derzeit für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen, die für eine systemische Therapie in Frage kommen (2).
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Medizin

Hepatitis C: Pandemie erschwert Zugang zu Therapie

„Wir sind noch weit entfernt vom Ziel einer Elimination der Hepatitis C und müssen mehr Patienten den Zugang zu einer Behandlung ermöglichen“, konstatierte Professor Dr. Marcus-Alexander Wörns, Mainz, während des 3. Bundesweiten PLUS-Forums und Suchtexperten-Gremiums in Mainz. Hepatitis C ist bei nahezu allen Patienten schnell und gut verträglich heilbar, auch bei sogenannten Hochrisikogruppen wie Drogengebrauchenden (1, 2). Die Weltgesundheitsorganisation (3) und die Bundesregierung (4) haben sich daher zum Ziel gesetzt, Hepatitis C bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. Trotzdem haben noch immer viele Menschen mit Hepatitis C keinen Zugang zu einer Therapie. Die Corona-Pandemie erschwert die Versorgung von Drogengebrauchenden zusätzlich. Niedrigschwellige Angebote für Risikogruppen werden deshalb noch wichtiger und sollten weiter ausgebaut werden – so das Fazit der Teilnehmer.
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Medizin

Typ-2-Inflammation: Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei Asthma, Neurodermitis und Nasenpolypen

„Eine Typ-2-Entzündung, auch Typ-2-Inflammation genannt, kann sich unter anderem als Asthma, Neurodermitis, auch als atopische Dermatitis bekannt, Nahrungsmittelallergie, chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) oder auch als chronische Speiseröhrenentzündung (eosinophile Ösophagitis (EOE)) manifestieren. Erkrankungen, zwischen denen es auf den ersten Blick keine Verbindung gibt“, erklärte Professor Dr. Jörg Kleine-Tebbe, Berlin, im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz und ergänzte: „Zu den zentralen ‚Unruhestiftern‘ dieser übertriebenen Immunreaktion gehören die Botenstoffe Interleukin 4 und Interleukin 13.“
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Medizin

Multiple Sklerose: Schneller Wirkeintritt unter Cladribin

Neue Wirksamkeitsdaten aus der Phase-IV-Studie MAGNIFY-MS zu MAVENCLAD® (Cladribin-Tabletten) zeigten bei den Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) einen schnellen Wirkeintritt bereits nach einem Monat (1). Dies spiegelte sich in der veränderten kombinierten Anzahl einzelner aktiver Läsionen (sogenannte Combine Unique Active Lesions, CUA) in der Magnetresonanztomographie (MRT) wider (1). Die Daten belegten außerdem eine signifikante Reduzierung der mittleren Anzahl T1-Gadolinium-anreichernder (Gd+) Läsionen (1).
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Medizin

Chronische Schmerzen: Effektive Schmerztherapie während der Pandemie

Starke chronische Rückenschmerzen sind oft durch einen “Mixed Pain” charakterisiert. Patienten mit dieser Mischform aus nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen benötigen eine Therapie, die ihre Schmerzen effektiv kontrolliert, und dabei vor allem auch die schmerzbedingt beeinträchtigte Funktionalität und Lebensqualität bessert. Dass das Opioidanalgetikum Tapentadol (Palexia® retard) mit seinem dualen Wirkmechanismus gegenüber klassischen Opioiden im Hinblick auf die gastrointestinale Verträglichkeit und die Verbesserung der Funktionalität und Lebensqualität Vorteile bietet (1), verdeutlichte Prof. Dr. Ralf Baron, Kiel, in seinem Vortrag und stellte außerdem erste Ergebnisse der Studie COSOPA (The influence of COVID-19 pandemic-associated restrictions on pain, mood and everyday life of patients with chronic pain) vor.
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Medizin

COPD: Nachfüllpackung für Inhalator verbessert Umweltbilanz

Ab Oktober 2020 stehen für Ärzte und Patienten neue Nachfüllpackungen mit jeweils 3 Patronen für Spiolto® Respimat® und Spiriva®Respimat® zur Verfügung. Der Respimat® kann somit mit bis zu 6 Patronen ein halbes Jahr lang genutzt werden. Im Vergleich zu den bisher in Deutschland erhältlichen Packungsgrößen mit einem oder 3 Patronen pro Inhalator kann so die Umweltbilanz des Respimat® noch einmal deutlich verbessert werden (1).
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Praxismanagement

Digitalisierung: 3D-Rundgang durch die Praxisräume

Die Praxis für Oralchirurgie & Implantologie von Marc Dickebohm bietet seinen Patienten ab sofort eine digitale Serviceerweiterung in Form eines neuartigen, virtuellen 3D-Rundgangs durch die Praxisräume an. Durch die innovative Matterport-Technologie des digitalen Partners getaround360 ist es Patienten und Interessierten nun möglich, einen hochwertigen Rundumblick der Praxisräume und des Außenbereichs, sowie wertvolle hinterlegte Informationen zu erhalten.
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Medizin

Migräne und Clusterkopfschmerz: Nasenspray in der Akuttherapie

Mit 7 Wirkstoffen und 4 Darreichungsformen bieten die Triptane Patienten mit Migräne vielfältige Optionen zur Behandlung akuter Attacken (1). Unter ihnen bewirkt das Zolmitriptan-Nasenspray AscoTop® Nasal schon nach 10 Minuten eine signifikante Schmerzlinderung (2) und bessert mit Übelkeit, Phono- und Photophobie auch die Begleiterscheinungen der Migräne (3). Wie Prof. Dr. med. Martin Marziniak, Isar-Amper-Klinikum, München-Ost, auf einem Symposium anlässlich des virtuellen Kongresses der European Headache Federation (EHF) 2020 betonte, sollten Patienten eine Migräneattacke möglichst früh behandeln – denn dann sei die Wirksamkeit am höchsten. Dies gilt PD Dr. med. Charly Gaul, Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein, zufolge auch für Patienten mit Clusterkopfschmerz, die in der Akuttherapie ebenfalls rasch auf das Zolmitriptan-Nasenspray ansprechen (4).
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Medizin

Akutes Nierenversagen: Bei intensivpflichtigen COVID-19-Patienten häufig

SARS-CoV-2 geht an die Nieren. Viele zuvor nierengesunde Patienten weisen bereits zu Beginn einer COVID-19-Erkrankung Urinauffälligkeiten auf, bei schweren Verläufen entwickelt sich oft ein akutes Nierenversagen. Wie die Chancen aussehen und was getan werden muss, damit diese Patienten nach einer COVID-19-Erkrankung keine dauerhaften Nierenschäden davontragen, wird ab Donnerstag auf dem Hybridkongress der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) diskutiert. Ein weiteres Thema ist die Frage, wie gefährdet Dialysepatienten und transplantierte Menschen bei einer COVID-19-Erkrankung sind. Erwartet wird eine aktuelle Auswertung der DGfN-Registerdaten.
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Medizin

Erhöhter LDL-C-Spiegel: Signifikante Senkung unter Inclisiran

In einer präspezifizierten gepoolten Datenanalyse aus den zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studien ORION-9, -10 und -11, im NEJM publiziert (1 ,2), reduzierte Inclisiran bei Patienten mit erhöhten LDL-C-Spiegeln trotz maximal tolerierter cholesterinsenkender Therapie das LDL-C nach 17 Monaten im Vergleich zu Placebo um 51% (3). Gepoolte Daten der Phase-III-Studien ORION-10 und ORION-11 zeigten eine hohe Konsistenz des Wirksamkeits-, Verträglichkeits- und Sicherheitsprofils von Inclisiran über 17 Monate. Im Rahmen der Studien erhielten 2.300 Patienten (davon 1.164 in der Inclisiran-Gruppe) halbjährlich eine subkutane Injektion (1).
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Medizin

Diabetes: Vorgefüllte Patrone erspart Wiederbefüllen leerer Insulinreservoire

Menschen mit Diabetes, die eine Insulinpumpe tragen, können ab dem 1. Oktober 2020 von der vorgefüllten Fiasp® PumpCart® Patrone profitieren. Fiasp® PumpCart® soll den Patienten den Einstieg in die Pumpentherapie erleichtern. Eine Patrone dieser Applikationsform enthält 1,6 ml (160 Einheiten) des kurz wirksamen Insulinanalogons Fiasp® (1). Sie ist aktuell kompatibel mit den Insulinpumpen Accu-Chek® Insight (1). Die Patrone kann in nur einem Schritt in die Insulinpumpe eingesetzt werden und erspart damit das erneute, aufwändige Wiederbefüllen von leeren Insulinreservoiren. Damit kann die Patrone zu einem einfachen Einstieg in die Insulinpumpentherapie und einer Erleichterung der täglichen Routine beitragen.
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Medizin

RA: EU-Zulassung für Filgotinib

Die Europäische Kommission (EK) hat für Filgotinib (Jyseleca®) die Marktzulassung erteilt. Filgotinib ist ein 1x täglich oral einzunehmender JAK1-Hemmer zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA), die unzureichend auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) ansprechen oder diese nicht vertragen. Filgotinib kann als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat (MTX) eingesetzt werden (1).
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Medizin

Multiple Sklerose: Langzeitwirksamkeit und Sicherheit von Teriflunomid bestätigt

Der Immunmodulator Teriflunomid (Aubagio®) besitzt eine gute und konsistent anhaltende klinische Langzeitwirksamkeit über bis zu 6,3 Jahre bei Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS). Dies dokumentiert eine aktuelle Zwischenauswertung der TOWER-Extensionsstudie (1), einer offenen Verlängerungsstudie der doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie TOWER (n=1.165) (2). Die Daten wurden aktuell in der Zeitschrift „Multiple Sclerosis and Related Disorders“ publiziert (1).
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Medizin

Polycythaemia vera und Myelofibrose: Kennzeichen Fatigue, Juckreiz und Bauchschmerzen

Im Rahmen der MPN Patiententage informierte Prof. Dr. med. Philipp le Coutre von der Charité Berlin am 18. August in einem Online-Webinar zu Symptomen und Therapiemöglichkeiten der seltenen Erkrankungen Polycythaemia vera (PV) und Myelofibrose (MF). Die MPN Patiententage finden mehrmals im Jahr an verschiedenen Standorten statt, um Betroffene und Angehörige über Myeloproliferative Neoplasien (MPN) aufzuklären – seltene Erkrankungen des Knochenmarks, die durch Störungen der Blutbildung gekennzeichnet sind.
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Medizin

Spinale Muskelatrophie: Real-World-Daten zu Onasemnogen-Abeparvovec

Mit Onasemnogen-Abeparvovec (Zolgensma®) ist seit Anfang Juli die erste und bislang einzige Einmal-Gentherapie zur Behandlung der Spinalen Muskelatrophie (SMA) in Deutschland verfügbar (1). In den USA ist die FDA-Zulassung (2) bereits im Mai 2019 erfolgt, am 18. Mai 2020 folgte die Zulassung der Europäischen Arzneimittel Agentur (EMA) zur Behandlung von Patienten mit 5q-SMA mit einer biallelischen Mutation im Survival of Motoneuron (SMN)1-Gen und einer klinischen Diagnose des Typs 1 bzw. von Patienten mit 5q-SMA mit einer biallelischen Mutation im SMN1-Gen und bis zu 3 Kopien des SMN2-Gens (3). Über die seither gesammelten klinischen Erfahrungen mit der innovativen Therapie diskutierten Experten unter der Leitung von Prof. Dr. Angela Kaindl (Charité Berlin) auf dem virtuellen Symposium „Spinale Muskelatrophie – Herausforderungen bei der Diagnostik und neue Möglichkeiten der Therapie“ im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) „Kinder- und Jugendmedizin aktuell – DGKJ Online-Update 2020“ am 19. September 2020.
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Medizin

Chronische Niereninsuffizienz: Senkung des Mortalitätsrisikos unter Dapagliflozin

Dapagliflozin (Forxiga®) ist das erste Medikament, das in einer Studie mit renalen Endpunkten bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD) mit und ohne Typ-2-Diabetes signifikant das Überleben verlängerte. Die detaillierten Ergebnisse der bahnbrechenden Phase-III-Studie DAPA-CKD bei Patienten mit CKD im Stadium 2‒4 und Mikroalbuminurie zeigten, dass Dapagliflozin zusätzlich zur Standardtherapie im primären Endpunkt – einer Kombination aus Verschlechterung der Nierenfunktion oder Tod kardiovaskulärer oder renaler Ursache – zu einer Reduktion um 39% im Vergleich zu Placebo führte (p < 0,0001). Die Ergebnisse waren bei Patienten mit und ohne Typ-2-Diabetes konsistent.
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