Donnerstag, 20. Juni 2024
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Diabetes: Kombucha senkt Nüchternblutzucker

Diabetes: Kombucha senkt Nüchternblutzucker
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Patient:innen mit Typ-2-Diabetes, die 2 Wochen lang Kombucha getrunken haben, verfügten über niedrigere Werte beim Nüchternblutzucker als Personen, die ein ähnlich schmeckendes, aber wirkungsloses Getränk zu sich nahmen, zeigt eine klinische Studie von MedStar Health, der Georgetown University und der University of Nebraska-Lincoln. Diese Pilot-Machbarkeitsstudie mit 12 Personen liefert Hinweise darauf, dass eine dietätische Intervention die Blutzuckerwerte senken könnte. Die Expert:innen sehen darin eine Grundlage für eine größere Studie zur Überprüfung dieser Ergebnisse.
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Crossover-Design eingesetzt

Bei Kombucha handelt es sich um einen mit Bakterien und Hefen fermentierten Tee, der in China bereits 200 Jahre vor Christus bekannt war. Laut Studienautor Dan Merenstein handelt es sich bei der aktuellen Untersuchung um die erste klinische Studie, die die Wirkung von Kombucha bei Diabetespatient:innen untersucht hat. „Eine Stärke unserer Studie war, dass wir den Teilnehmer:innen nicht sagten, was sie essen sollten, da wir ein Crossover-Design eingesetzt haben, dass die Auswirkungen jeder Variabilität in der Ernährung einer Person eingeschränkt hat.“ Das Crossover-Design sah vor, dass eine Gruppe von Personen rund 236 ml Kombucha oder eines Getränks ohne vergleichbare Wirkung jeden Tag für die Dauer von 4 Wochen trank. Danach folgte eine Periode von 2 Monaten zum „Auswaschen“ der biologischen Wirkung der Getränke. Danach wurden die Getränke 4 Wochen lang zwischen den beiden Gruppen getauscht. Keine der teilnehmenden Personen wurde dabei darüber informiert, welches Getränk sie zu sich nahm.
 
 

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Kombucha: Nüchternblutzucker sinkt deutlich

Kombucha scheint die Werte beim Nüchternblutzucker nach 4 Wochen von 164 auf 116 Milligramm pro Deziliter zu senken. Der Unterschied bei der Kontrollgruppe hingegen ist statistisch nicht signifikant. Die Forscher:innen haben zusätzlich die Zusammensetzung der fermentierenden Mikroorganismen im Kombucha untersucht. Es sollte festgestellt werden, welche Bestandteile über die größte Aktivität verfügen. Die Analyse zeigt auch, dass das Getränk vorwiegend aus Milchsäurebakterien, Essigsäurebakterien und einer Art von Hefe mit der Bezeichnung Dekkera besteht. Jede Mikrobe war in ungefähr der gleichen Menge vorhanden. Diese Ergebnisse wurden durch eine RNA-Sequenzierung bestätigt. Laut Seniorautor Robert Hutkins von der University of Nebraska-Lincoln bestehen bei der Zusammensetzung der auf dem Markt befindlichen Kombucha-Produkte nur geringe Unterschiede. Daher dürften sie auch über eine vergleichbare Wirksamkeit verfügen. Die Forschungsergebnisse wurden in Frontiers in Nutrition veröffentlicht.
 
 

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