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Medizin

11. Juli 2019 Schmerzmanagement: Wirkstoffkombination Oxycodon + Naloxon bietet preisbewusste Option zur Behandlung starker Schmerzen

Ab sofort steht die Wirkstoffkombination Oxycodon + Naloxon für das Therapiegebiet Analgesie als Retardtablette zur Verfügung. Das Biosimilar eröffnet mit einem Einsparpotenzial von bis zu 58% (1) eine preisbewusste Option in der Schmerztherapie.
4-5 Millionen Deutsche von starken Schmerzen betroffen

Einem Bericht der Deutschen Schmerzliga zufolge sind 4-5 Millionen Deutsche von Schmerzen stark beeinträchtigt. Häufige Schmerzarten sind Kopf- und Rückenschmerzen, aber auch rheumatoide Arthritis und Arthrosen verursachen starke Schmerzen bei den Betroffenen. In der Gruppe der Tumorpatienten – jährlich erkranken 200.000 Menschen neu an Krebs – erleben 70-80% im Verlauf ihrer Erkrankung starke Schmerzen (2).

Naloxon verhindert opioid-induzierte Obstipation

Oxycodon + Naloxon (Oxycodon-HCl/Naloxon-HCl PUREN®) Retardtabletten werden bei Erwachsenen mit starken Schmerzen eingesetzt, die nur mit Opioid-Analgetika ausreichend behandelt werden können. Beide Wirkstoffe sind affin zu Kappa-, My- und Delta-Opioidrezeptoren in Gehirn, Rückenmark und peripheren Organen, wie etwa dem Darm. Indem Oxycodon an endogene Opioidrezeptoren im Gehirn bindet und Naloxon als reiner Antagonist an allen Opioidrezeptortypen wirkt, entsteht der analgetische Effekt. Durch die Hinzugabe von Naloxon wird der opioid-induzierten Obstipation vorgebeugt (3).

Variable Dosierung

Das Medikament wird in den Kombinationswirkstärken 5 mg/2,5 mg, 10 mg/5 mg, 20 mg/10 mg, 30 mg/15 mg, und 40 mg/20 mg eingeführt und ist in den Packungsgrößen 25 Stück, 50 Stück und 100 Stück verfügbar. Durch eine Einsparung von bis zu 58% (1) gegenüber dem Erstanbieterprodukt eröffnet das Produkt eine preisbewusste Option zu Behandlung von starken Schmerzen.
Die Retardtabletten werden unabhängig von den Mahlzeiten nicht zerbrochen, unzerkleinert und unzerkaut eingenommen. Die empfohlene initiale Dosis beträgt für Opioid-naive Patienten 10 mg/5 mg alle 12 Stunden. Bei einer Vortherapie mit Opioiden ist eine entsprechend höhere Startdosis möglich. Die Wirkstärkenkombination 5 mg/2,5 mg ist für die Titration der Wirkstärke zu Therapiebeginn sowie zur Dosisanpassung vorgesehen. Die maximale Tagesdosis von 160 mg/80 mg ist nur Patienten vorbehalten, die nach stabiler Einstellung nun eine höhere Dosis benötigen. Bei Durchbruchschmerzen sollten die Patienten ergänzend schnellwirksame Analgetika erhalten und ggf. die Dosierung der Retardtabletten erhöhen. Dazu werden alle 1-2 Tage 5 mg/2,5 mg oder – wenn nötig – 10 mg/5 mg auftitriert, bis die niedrigstmögliche Dosis ohne Bedarfsmedikation erreicht ist (3).
Die Behandlung sollte nicht länger als notwendig dauern und – im Rahmen einer Langzeittherapie – regelmäßig sorgfältig überprüft werden. Der Patient sollte die Therapie ausschleichend beenden (3).

Schmerztagebuch für Patienten 

Zur Unterstützung und Optimierung der symptomatischen Schmerztherapie stellt PUREN Pharma im Fachkreisebereich von www.puren-pharma.de neben einem Schmerzratgeber und einem Schmerztagebuch 2 Broschüren zu degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen sowie zu neuropathischen Schmerzen zur Weitergabe an die Patienten bereit.

Quelle: Puren

Literatur:

(1) Oxycodon-HCl/Naloxon-HCl PUREN 40 mg/20 mg Retardtabletten, OP 100 RET (Lauer-Taxe, Stand 01.08.2019) im Vgl. zu Targin® (Mundipharma) 40 mg/20 mg Retardtabletten, OP 100 RET (Lauer-Taxe, Stand 15.07.2019).
(2) schmerzliga.de: Chronischer Schmerz: Daten, Fakten, Hintergründe, https://schmerzliga.de/download/Dossier_Schmerzliga.pdf (Zugegriffen am 08.07.2019).
(3) Fachinformation Oxycodon-HCl/Naloxon-HCl PUREN Retardtabletten®, Stand: November 2018.


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