Freitag, 18. Juni 2021
Navigation öffnen
Patientenbereich
17. Dezember 2018

Betroffene teilen Erfahrungen und geben Depression eine Stimme – nutzergenerierte Website gestartet

Eine interaktive und multimediale Aufklärungs-Webseite über Depression ist neu an den Start gegangen. Auf der Seite können Betroffene und Angehörige in eigenen Beiträgen über ihre Erfahrungen mit Depression berichten und der Erkrankung so eine Stimme geben. Die Betroffenen können für die Website schriftliche Erfahrungsberichte oder Audio- und Video-Dateien einreichen.
Anzeige:
Eigenwerbung
 
Unter www.die-mitte-der-nacht.de geht heute eine interaktive und multimediale Aufklärungs-Webseite über Depression an den Start. Auf der Seite können Betroffene und Angehörige in eigenen Beiträgen über ihre Erfahrungen mit Depression berichten und der Erkrankung so eine Stimme geben. Die Betroffenen können für die Website schriftliche Erfahrungsberichte oder Audio- und Video-Dateien einreichen. „Wir wollen einen offenen Umgang mit Depression fördern und so Verständnis wecken für die Erkrankung, die für Außenstehende oft schwer greifbar ist“ erklären die Initiatoren des Projekts Michaela Kirst und Axel Schmidt. Ergänzt werden die sehr persönlichen Einblicke durch kurze Experten-Videos. Diese enthalten die wichtigsten Informationen über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Depression. „Der Nutzer kann sich so über Depression informieren, ohne lange Texte lesen zu müssen“, so die Agentur Knick Design, welche die Webseite gestaltet und umgesetzt hat. Auch Prominente machen sich auf der Website für die Aufklärung über Depression stark. Neben Entertainer Harald Schmidt kommen Moderatorin und Schauspielerin Nova Meierhenrich und Bloggerin Victoria van Violence zu Wort. „Die Website ist eine einzigartige Aufklärungs-Plattform über Depression. Es gibt nichts Vergleichbares im Internet“ betont der Filmemacher und Psychiater Axel Schmidt weiter.

Ein Jahr im Leben von Menschen mit Depression – Dokumentarfilm gab Anstoß für Aufklärungs-Website

Entstanden ist die Webseite aus dem Filmprojekt „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“. Für den Dokumentarfilm begleiteten Michaela Kirst und Axel Schmidt ein Jahr lang zwei an Depression erkrankte Frauen und eine betroffene Familie. 2016 feierte der Film Premiere und war seither in über 90 Orten in Kinovorführungen zu sehen. Unter www.deutsche-depressionshilfe.de kann der Dokumentarfilm außerdem als DVD für zuhause bestellt werden. „Während der Suche nach Protagonisten für unseren Dokumentarfilm, haben uns viele Menschen ihre Erfahrungen anvertraut. Nicht alle konnten wir in den Film aufnehmen. Wir hatten jedoch das Gefühl, dass es wirklich wichtig ist, all diesen unterschiedlichen Geschichten eine Heimat zu geben. “, erläutert Regisseurin und Produzentin Michaela Kirst von sagamedia die Idee für das Projekt.

Immer noch viele Vorurteile und Wissenslücken über Erkrankung

Jedes Jahr erkranken 5,3 Millionen Menschen in Deutschland an einer behandlungsbedürftigen Depression. Die Volkskrankheit ist u.a. gekennzeichnet durch gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit, hartnäckige Schlafstörungen und das Gefühl der Ausweglosigkeit. Prof. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe sieht immer noch großen Aufklärungsbedarf: „Wir wissen aus unseren deutschlandweiten Befragungen, dass es immer noch große Wissenslücken und Vorurteile zu Depression in der deutschen Bevölkerung gibt. Viele Menschen verstehen nicht, dass Depression eine ernstzunehmende Erkrankung ist, die jeden treffen kann und einer professionellen Behandlung bedarf. Sie verwechseln die Depression mit Sorgen oder Überforderung, die jeder einmal in seinem Alltag erlebt.“ Die Webseite gibt deshalb einen sehr persönlichen und authentischen Einblick, wie sich die Erkrankung anfühlt und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung. Die Umsetzung der Seite war möglich dank der Förderung durch die AOK PLUS.

Interaktive Webseite
Die Erfahrungsberichte der Betroffenen und die Experten-Clips finden Sie unter www.die-mitte-der-nacht.de. Dort können an Depression erkrankte Menschen auch eigene Erfahrungsberichte hochladen.

Neue multimediale interaktive Website lässt an Depression erkrankte Menschen zu Wort kommen – Experten-Clips informieren über Erkrankung


Anzeige:
Eigenwerbung
 
Stichwörter
Weitere Beiträge zum Thema
Krampfadern: Wann Beinvenen behandelt werden müssen
Krampfadern: Wann Beinvenen behandelt werden müssen
©Agnes Sadlowska / Fotolia.de

Viele Eingriffe an Krampfadern, die für den Winter 2020/2021 geplant waren, sind aufgrund der Coronapandemie verschoben worden und werden jetzt in den kühleren Frühlingsmonaten nachgeholt. Wer unter hervortretenden Venen am Bein leidet und sie entfernen lassen will, dem stellt sich die Frage: Stripping, Radiowelle oder Laser – welche Eingriffstechniken sind wann empfehlenswert? Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG) klärt auf, wann Krampfadern behandelt werden sollten und warum Venenkleber in Zukunft...

Das Besondere ist der kleine Körper – „Das kritisch kranke Kind“ steht im Mittelpunkt des virtuellen Kongresses
Das Besondere ist der kleine Körper – „Das kritisch kranke Kind“ steht im Mittelpunkt des virtuellen Kongresses
©Photographee.eu - stock.adobe.com

Ein sicheres Berherrschen der Behandlungsabläufe und eine systematische Beurteilung von Notfallpatienten im Kindesalter sind die Voraussetzungen für eine gute und fachgerechte Versorgung von medizinischen Notfällen im Kindesalter. Um die neuesten Entwicklungen in diesem Fachgebiet der Medizin geht es bei den Rhein-Neckar-Pädiatrietagen 2021 unter dem Titel „Das kritisch kranke Kind“. 

Steigende Zahl älterer Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2
Steigende Zahl älterer Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2
© Robert Kneschke / Fotolia.com

Aktuell sind in Deutschland rund 17 Millionen Menschen älter als 65 Jahre. Die Zahl wird aufgrund der sich verändernden Altersstruktur auf voraussichtlich 22 Millionen im Jahr 2030 anwachsen. Die Anzahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird von derzeit vier Millionen auf sechs Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Gleichzeitig erkranken immer mehr Menschen an Diabetes Typ 2, so dass Diabetologinnen und Diabetologen sowie Pflegende künftig viele geriatrische Patienten mit Diabetes versorgen werden: Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland derzeit rund vier Millionen...

Oft unerkannt: Frauenkrankheit Lipödem
Oft unerkannt: Frauenkrankheit Lipödem
© vanillya / fotolia.com

Etwa jede zehnte Frau in Deutschland leidet unter einem Lipödem, auch als Reiterhosenphänomen bekannt. Hierbei treten symmetrische schwammige Schwellungen an den Beinen und in 30 Prozent der Krankheitsfälle auch an den Armen auf. Die Ursache: eine Fettverteilungsstörung, die mit Wassereinlagerungen einhergeht. Lipödempatienten stehen aus mehreren Gründen unter einem sehr hohen Leidensdruck. Sie haben nicht nur sehr starke Berührungs- und Druckschmerzen, sondern auch Spannungsgefühle, sodass bereits einfache Tätigkeiten wie Haare föhnen oder...

Das könnte Sie auch interessieren

Handhygiene stärken – Krankenhausinfektionen vermeiden

Handhygiene stärken – Krankenhausinfektionen vermeiden
© Picture-Factory / fotolia.com

Es ist die denkbar einfachste Hygienemaßnahme der Welt: das Händewaschen. Vielleicht wird seine Effizienz gerade deshalb oft unterschätzt. Anlässlich des Internationalen Tages der Händehygiene, den die WHO am 5. Mai begeht, erinnert die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) daran, dass eine sorgsame Händehygiene das mit Abstand wichtigste und effektivste Mittel ist, um die Übertragung und Ausbreitung von Infektionen zu begrenzen. Dies gilt nicht nur im Alltag, sondern gerade auch in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Anstatt ineffiziente...

Kinder im zweiten Lockdown: Bewegungszeit sinkt

Kinder im zweiten Lockdown: Bewegungszeit sinkt
©famveldman - stock.adobe.com

Durchschnittlich 75 Minuten am Tag betrug die Bewegungszeit von Kindern und Jugendlichen im zweiten pandemiebedingten Lockdown seit Dezember 2020. Damit lag sie deutlich unter den Werten aus dem Frühjahr letzten Jahres, als alle Sportvereine und Freizeitangebote zum ersten Mal wegen der Corona-Pandemie schließen mussten. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Auswertung einer Langfrist-Studie von Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), für die Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 17 Jahren befragt wurden. Vor einem Jahr zog das Team noch...

Gegen den Tod Couture – Eine Modekollektion, die Leben retten kann

Gegen den Tod Couture – Eine Modekollektion, die Leben retten kann
©Paul Green

In Deutschland gibt es nicht genug Organspender. Rund 9.000 Patienten warten derzeit auf eine Organspende. Lediglich 913 Menschen haben im Jahr 2020 hierzulande Organe gespendet. Auf 1 Million Einwohner kommen damit statistisch gesehen rund 10 Organspenden. Weil Spender fehlen, warten viele Patienten noch immer vergeblich auf eine Organspende und sterben. Das will der Verein „Gegen den Tod“ auf der Organ-Wartliste ändern und bringt gemeinsam mit 8 angesagten Streetwear-Designern die Modekollektion „Gegen den Tod Couture“ auf den Markt.

Wenn das Herz stockt: Herzinfarkt erkennen und behandeln

Wenn das Herz stockt: Herzinfarkt erkennen und behandeln
© psdesign1 - stock.adobe.com

Nach wie vor stellen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems in Deutschland die häufigste Todesursache dar. Dennoch lässt sich in den vergangenen Jahren ein deutlicher Mortalitätsrückgang verzeichnen. Laut Deutschem Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V. ist die Zahl der Todesfälle rückläufig und hat sich seit dem Jahr 1980 sogar halbiert. „Aufgrund der guten Notfallversorgung können wir viele Patienten schnell und zielgerichtet behandeln“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Fehske, Chefarzt der Kardiologie und Inneren Medizin...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Betroffene teilen Erfahrungen und geben Depression eine Stimme – nutzergenerierte Website gestartet"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • COVID-Impfstoff: CureVacs Kandidat verfehlt Ziele der Zwischenanalyse
  • COVID-Impfstoff: CureVacs Kandidat verfehlt Ziele der Zwischenanalyse