Dienstag, 23. Juli 2019
Navigation öffnen

Patientenbereich

27. Juni 2019 Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen

Experten warnen in diesen Tagen in den Medien vor einem extremen Wespen-Sommer 2019. Normalerweise gehen uns die schwarz-gelben Insekten erst im August und September auf die Nerven, doch dank der Saharahitze gehen Fachleute nun von einer verfrühten Saison mit mehr Wespen aus. In den vergangenen beiden Sommern hielt sich die Plage laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse dagegen in Grenzen: Demnach wurde knapp jeder Fünfte von rund 1.000 Befragten mindestens einmal von einer Wespe gestochen. Nur 13 Prozent der Betroffenen sagten, dass sie in den vergangenen zwei Jahren häufiger unter Wespenstichen gelitten haben als in den Sommern zuvor.
Deutlich zugenommen haben laut KKH-Umfrage dagegen die körperlichen Beschwerden nach einem Angriff der Insekten: So berichten immerhin knapp 30 Prozent der Betroffenen, dass es in den vergangenen zwei Jahren nach Wespenstichen häufiger zu stärkeren Entzündungen oder anderen Reaktionen gekommen ist als in den Jahren zuvor. „Und das kann gefährlich werden, denn viele wissen oft gar nicht, dass sie allergisch gegen Wespengift sind“, erläutert KKH-Apotheker Sven Seißelberg. Symptome sind im schlimmsten Fall Herzrasen, Schweißausbrüche und Bewusstseinsverlust – es kommt zu einem sogenannten anaphylaktischen Schock. Dann muss der Patient sofort notärztlich behandelt werden, denn im schlimmsten Fall kommt es zu einem Atem- und Herz-Kreislauf-Stillstand. „Wer als Allergiker von seinem Arzt ein Notfallset erhalten hat, sollte dies auch zwingend immer mit sich führen“, sagt Seißelberg. Aber auch Nichtallergiker sollten vorsichtig sein. Das Wespengift führt bei jedem Menschen zu einer Schwellung, die unter Umständen bis zu zehn Zentimeter groß werden kann. Geht der Stich in Hals oder Mund, kann der Betroffene sogar ersticken.

Die KKH gibt deshalb Tipps, damit die Plagegeister gar nicht erst angreifen:
  • Auch wenn es schwerfällt: Ruhig bleiben! Von hektischen, panischen Bewegungen fühlen sich Wespen bedroht und stechen erst recht zu.
  •  
  • Parfüm, Duftstoffe sowie bunte oder geblümte Kleidung vermeiden, denn dies zieht Wespen magisch an.
  •  
  • Bei Grillfesten und Kaffeetafeln im Freien rechtzeitig eine Schale mit etwas Marmelade und Wurst in ausreichender Entfernung platzieren. Das hält Wespen meist davon ab, die Tischgäste zu besuchen.
  •  
  • Nach dem Essen mögliche süße Überreste an den Fingern abwaschen und Speisereste am Mund, insbesondere bei Kindern, abwischen.
  •  
  • Die Insekten nicht wegpusten: Das in der Atemluft enthaltene Kohlendioxid macht sie nämlich umso angriffslustiger.
  •  
  • Wespen am besten mit Wassernebel aus einer Sprühflasche ansprühen. Die Aktion soll Regen vortäuschen und die Wespen zurück in ihr Nest treiben. Gibt man eine Stunde zuvor ein paar Gewürznelken in das Sprühwasser, führt das meist noch mehr zum Erfolg, denn Wespen mögen Nelken überhaupt nicht.
  •  
  • Wer ein Wespennest im Garten oder auf dem Dachboden entdeckt, sollte es in jedem Fall von Fachleuten umsetzen lassen. Ohne viel Erfahrung und professionelle Schutzausrüstung kann eine solche Aktion lebensgefährlich sein!


Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse 1006 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren im Mai 2019 repräsentativ befragt.

KKH Kaufmännische Krankenkasse


Weitere Beiträge zum Thema

Reha-Maßnahme bei Diabetes Typ 2 – so geht‘s

Reha-Maßnahme bei Diabetes Typ 2 – so geht‘s
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Sie wissen nicht, wie Sie am Arbeitsplatz mit Ihrer Diabeteserkrankung umgehen sollen? Sie bekommen Ihren Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c nicht in den Griff oder leiden zusätzlich unter Depressionen? Sie müssten dringend abnehmen, sich mehr bewegen und gesund ernähren? Dann könnte eine medizinische Rehabilitation die richtige Maßnahme für Sie sein. Was bei der Antragstellung zu beachten ist, erklären Experten. 

Essstörungen bei Diabetes können lebensgefährlich sein

Essstörungen bei Diabetes können lebensgefährlich sein
© weixx - stock.adobe.com

Essstörungen treten bei jungen Patientinnen mit Typ-1-Diabetes zwei- bis dreimal häufiger auf als bei gesunden Frauen. Die Betroffenen hoffen, Gewicht zu verlieren, indem sie zeitweise darauf verzichten, sich Insulin zu spritzen. Damit riskieren sie unumkehrbare Schäden an Nerven und Gefäßen und im schlimmsten Fall sogar ihr Leben. Anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz am 18. Juni in Berlin rufen Diabetes- und Hormonexperten dazu auf, die Kombination dieser beiden Erkrankungen stärker in den Fokus zu rücken. Insbesondere Ärzte und...

Wie ändert sich die Wahrnehmung im Alter?

Wie ändert sich die Wahrnehmung im Alter?
© Universitätsklinikum Jena / fotolia.com

Im Gedächtniszentrum am Universitätsklinikum Jena untersuchen und behandeln Ärzte, Neuropsychologen und Ergotherapeuten Patienten mit dem Verdacht einer beginnenden Demenzerkrankung. Sie erforschen, wie sich Wahrnehmung und Aufmerksamkeit im Alter verändern und worin sich diese Veränderungen beim gesunden Altern und der beginnenden Demenz unterscheiden. Ihr Ziel ist die frühzeitige Identifikation von Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine Demenz, um deren Entwicklung bestmöglich entgegen wirken zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung
© Konstantin Yuganov / fotolia.com

Es geht wieder los: Die Grippe-Zeit beginnt! Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. „Für ältere Menschen eignen sich insbesondere die sogenannten tetravalenten Impfstoffe, die nun auch von den Krankenkassen bezahlt werden“, sagt Dr. Andreas Leischker (Foto), Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses...

Rückenfit an der frischen Luft

Rückenfit an der frischen Luft
© AGR/BdR

Zum 17. Mal findet am 15. März 2018 der Tag der Rückengesundheit statt. Das diesjährige Motto „Rückenfit an der frischen Luft“ möchte dazu motivieren, sich mehr in der Natur zu bewegen und sportliche Aktivitäten im Freien zu genießen. Frische Luft belebt Körper und Geist und Tageslicht sorgt zusätzlich für gute Laune. Initiiert und organisiert wird der Aktionstag von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Rund um den 15. März finden bundesweit zahlreiche...

Myome – Eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch

Myome – Eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch
© Sandra Thiele / fotolia.com

Myome sind die häufigsten gutartigen Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane: Es wird geschätzt, dass zwischen 20 und 40 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind. Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jörg B. Engel und Dr. med. Eva Velten bietet das Myomzentrum am Krankenhaus Nordwest Betroffenen kompetente Beratung, modernste Diagnostik und zielgerichtete Behandlungsmöglichkeiten. Patientinnen, bei denen ein Myom der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch ist, erhalten Unterstützung und Hilfestellungen.

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein
@ Von Schonertagen / Fotolia.com

Jedes Jahr verletzen sich 1,25 Millionen Bundesbürger beim Sport so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen (1). Überbelastung, hohe Risikobereitschaft und eine mangelnde Vorbereitung auf das Training führen immer wieder zu Unfällen. Gleichzeitig leben in Deutschland viele Millionen Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr schmerzfrei bewegen können. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stellen Experten vom 24. bis 27. Oktober Therapien vor, mit denen sie Beweglichkeit bis ins hohe Alter...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.