Dienstag, 29. November 2022
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Gesundheitspolitik

Studierende warnen vor Verschleppung der neuen Approbationsordnung

Studierende warnen vor Verschleppung der neuen Approbationsordnung
© Robert Kneschke – stock.adobe.com
Mit Blick auf jüngste Spekulationen, nach denen im Frühjahr 2023 nun ein überarbeiteter Entwurf einer neuen Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte vorliegen soll, hat die Co-Vorsitzende des Studierendenausschuss des Hartmannbundes, Anna Finger, Zweifel an einer termingerechten Umsetzung des Projektes geäußert und eine Beschleunigung des Verfahrens angemahnt.
„Eigentlich soll die neue Approbationsordnung 2025 in Kraft treten, aber inzwischen glaubt bei den Studierenden niemand mehr an diese Zielsetzung“, erklärte Finger. Selbst wenn im Frühjahr ein überarbeiteter Entwurf vorliegen sollte, müsse dieser dann noch das normale Gesetzgebungsverfahren durchlaufen, bevor er umgesetzt werden könne. Dies sei angesichts der Abhängigkeit des Verfahrens von den Bundesländern kaum noch vorstellbar. „Unsere Universitäten brauchen nach Beschluss eines neuen Ausbildungsplanes für das Medizinstudium außerdem auch noch Zeit, um die Lehre entsprechend umzugestalten. Teilweise sind sogar neue Professuren notwendig“, sagte Finger. Das sei in eineinhalb Jahren nicht mehr zu schaffen, was bedeute, dass man weiterhin ein veraltetes Studium studiere.
 
Peter Schreiber, ebenfalls Vorsitzender des Studierendenausschusses, sieht darin noch ein weiteres Problem: „Der Gegenstandskatalog des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) und die aktuelle Approbationsordnung driften immer weiter auseinander. Der Katalog wird immer umfangreicher und das Studium kommt inhaltlich einfach nicht mehr mit. Bevor der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin (NKLM) nicht in der Approbationsordnung verankert ist, nimmt also die Unsicherheit der Studierenden vor den Examina zu und damit auch die Angst, durchzufallen.“ Die Studierenden sind sich einig: Der Masterplan 2020 muss endlich realisiert werden.
 
 

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Quelle: Hartmannbund - Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.


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