Samstag, 15. Juni 2024
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Gesundheitspolitik

Initiative warnt vor weiter wachsender Personalnot in der Pflege

Initiative warnt vor weiter wachsender Personalnot in der Pflege
© Robert Kneschke – stock.adobe.com
Bei Pflegekräften in Heimen und bei ambulanten Diensten droht laut einer Berechnung weiter wachsende Personalnot. Bis 2030 könnte es einen zusätzlichen Bedarf von bis zu 99.000 Vollzeitstellen geben, wie die „Initiative für eine nachhaltige und generationengerechte Pflegereform“ nach einer eigenen Hochrechnung auf Grundlage verschiedener Szenarien mitteilte. Ihr gehören unter anderem Verbände von Arbeitgebern und der privaten Krankenversicherung an. Bis 2040 könnten demnach 190.000 zusätzliche Vollzeitstellen benötigt werden – ausgehend von 655.000 Stellen 2021.

Potenziale im Inland nutzen und Attraktivität des Pflege-Berufes steigern

Allein auf Zuwanderung von Pflegekräften zu hoffen, reiche nicht aus. Potenziale im Inland müssten genutzt werden, forderte die Initiative. Um die Attraktivität des Berufes zu steigern, sollten Fachkräfte mehr Befugnisse erhalten und mit mehr Digitalisierung von bürokratischen Aufgaben entlastet werden. Bei Personaleinsatz und Personalvorgaben sei mehr Flexibilität nötig. Gestärkt werden sollten Maßnahmen zur Vorbeugung, um Pflegebedürftigkeit vermeiden oder hinauszögern zu können. Es gelte insbesondere, die Kompetenzen älterer Menschen zu stärken und ihnen einen längeren Verbleib zu Hause zu ermöglichen.

Bedarf an Pflegekräften wird weiter steigen

Selbst in einem Szenario mit moderater demografischer Entwicklung, anteilig sinkender Pflegeheimbewohnerschaft an der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen und einer gleichbleibenden Personalausstattung im ambulanten Sektor steige der Bedarf an zusätzlichen Stellen in den nächsten 10 bis 15 Jahren deutlich, heißt es in der Analyse.
 
 

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Der Initiative gehören unter anderem der Arbeitgeberverband Pflege, der Bundesverband der Betreuungsdienste, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Verbände der Familienunternehmer, der Jungen Unternehmer und der privaten Krankenversicherung an.

Quelle: dpa


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