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Infektiologie | Beiträge ab Seite 12

Beiträge zum Thema Infektiologie

Medizin

RSV: Empfehlungen des G-BA zur wirtschaftlichen Verordnung von monoklonalen Antikörpern

60% aller Hospitalisierungen von Kindern unter 2 Jahren mit schweren akuten respiratorischen Infektionen (SARI) sind aktuell auf das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) zurückzuführen. RSV-Infektionen sind eine der Hauptursachen für Krankenhausaufenthalte bei Säuglingen unter 12 Monaten. Seit dem 18. Januar 2024 ist mit der Änderung der Anlage IV der Arzneimittel-Richtlinie ein neuer Therapiehinweis und eine Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur wirtschaftlichen Verordnungsweise von gegen das F-Protein des RSV gerichteten Antikörpern in Kraft.
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Medizin

COVID-19 Impfung könnte Diabetesrisiko senken

Diabetes ist ein Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf, und umgekehrt macht eine Infektion mit dem Corona-Virus es wahrscheinlicher, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Bisher wurde nur wenig untersucht, ob eine COVID-19-Impfung das Ausbrechen des Typ-2-Diabetes beeinflusst. Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Duisburg-Essen (UDE), des Deutschen Diabeteszentrums in Düsseldorf und der Firma IQVIA in Frankfurt ist dieser Frage nachgegangen. Das überraschende Ergebnis der Studie: Eine COVID-19 Impfung scheint das Diabetesrisiko um 21% zu senken.
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Medizin

Versorgungsmangel bei HIV-PrEP-Medikamenten

Die Wirkstoffkombination Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, die bei HIV vor allem zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) zum Einsatz kommt, ist derzeit nicht ausreichend verfügbar. Mehrere Hersteller haben beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Lieferengpässe gemeldet. Seit dem Jahreswechsel zeige sich „eine Entwicklung hin zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit“ des in Deutschland zugelassenen Medikaments, teilte das BfArM auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
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Medizin
HPV-Impfung als Paradebeispiel für eine Impfung gegen Krebs – Teil II

HPV: Früher Impfschutz in der Jugend bietet besten Schutz für das ganze Leben

Die mannigfachen HPV-Infektionsrouten machen anschaulich, dass es – selbst durch Befolgung noch so gut gemeinter Hygiene-Ratschläge – kaum möglich ist, im Laufe des Lebens einer HPV-Infektion zu entkommen. Damit verdeutlichte Prof. Dr. Martina Prelog von der Universitäts-Kinderklinik Würzburg den Nutzen einer frühen Immunisierung. Sie erklärte auch, dass die Impfung im jugendlichen Alter noch vor der Pubertät mit einem besonders hohen, lebenslang anhaltenden Immunschutz belohnt wird. Dieser bewahrt vor extrem unangenehmen Warzenbildungen insbesondere auch im Genitalbereich und vor zahlreichen HPV-bedingten Neoplasien bis hin zu daraus folgenden diversen Krebserkrankungen der Haut und der Schleimhäute.
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Medizin

S3-Leitlinie zur Therapie von COVID-19 aktualisiert

Auch wenn das Risiko eines schweren Verlaufs bei einer COVID-19 Erkrankung deutlich gesunken ist, erkranken derzeit nach wie vor täglich viele Menschen in Deutschland daran. Inzwischen gibt es eine große Anzahl an Publikationen und Therapiestudien zur Behandlung von an COVID-19 Erkrankten. Um einen guten Überblick über die Therapieempfehlungen behalten zu können, haben Vertreter:innen von 17 Fachgesellschaften sowie Patientenvertreter die Leitlinie zur Therapie von COVID-19 aktualisiert (1). Sie gibt konkrete Empfehlungen zur ambulanten und stationären Therapie. Federführend beteiligt war die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin e.V. (DGIIN), die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI), die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) sowie die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI).
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Medizin
HPV-Impfung als Paradebeispiel für eine Impfung gegen Krebs – Teil I

Von einer HPV-Impfung profitieren beide Geschlechter – in allen Altersgruppen

Das humane Papilloma-Virus (HPV) ist für die Entstehung von rund 5% aller Krebserkrankungen weltweit verantwortlich. Insofern stellt die Impfung gegen HPV das Paradebeispiel dafür dar, dass eine Impfung gegen Krebs möglich ist. Dass sie auch erfolgreich ist, zeigen allerneueste Daten aus Schottland. So wurde dort bei keiner einzigen Frau der Jahrgänge 1988 bis 1996 bis zum heutigen Tag ein Zervixkarzinom diagnostiziert, sofern sie damals im jugendlichen Alter von 12 bis 13 Jahren geimpft wurde – und dies, obwohl damals nur der bivalente HPV-Impfstoff zum Einsatz kam, der lediglich HPV16 und 18 adressierte. Die heutige 9-valente Vakzine verspricht darüber hinaus eine noch bessere Abdeckung der onkogenen HPV-Typen und kann nicht nur Frauen, sondern auch Männer in allen Altersgruppen vor einer ganzen Palette an HPV-bedingten Neubildungen bewahren.
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Medizin

Hepatitis B: Impfung von STIKO als Reiseimpfung empfohlen

Nachdem die Reisetätigkeit der Deutschen pandemiebedingt zurückgegangen war, entschieden sich in 2022 13,1% der Deutschen für eine Fernreise als Haupturlaubsziel (1). Damit werden die Reise- und Tropenmedizin wieder wichtiger. Eine der verbreitetsten Virusinfektionen ist Hepatitis B. Der Virus kann – je nach Krankheitsverlauf – zu einer chronischen Hepatitis, einer Leberzirrhose oder einem hepatozellulärem Karzinom (HCC) führen (2). Anders als die Standard-Dosierungsschemata der bisher zur Verfügung stehenden Hepatitis-B-Virus-Impfstoffe liegt bei dem in Deutschland vertriebenen, rekombinanten, adjuvantierten Impfstoff HEPLISAV B nur ein Monat zwischen den 2 zur Grundimmunisierung nötigen Dosen (2, 3). Somit ist mit HEPLISAV B auch ein kurzfristiger Schutz vor Fernreisen möglich. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt den Impfschutz gegen Hepatitis B für Reisende, wobei eine individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich ist (4).
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Medizin

COVID und Influenza: Impfung für Personen über 60 Jahre dringend empfohlen

COVID ist für viele Senior:innen und vor allem hochaltrige Patient:innen gerade wieder ein Problem. Kombiniert mit saisonalen Infekten wie Grippe, Pneumokokken oder auch Keuchhusten werden derzeit viele Ü60-Jährige stationär in den Kliniken behandelt. Auch die sehr schweren Verläufe sehen Mediziner:innen derzeit vor allem bei älteren Menschen – der durchschnittliche COVID-19-Patient auf der Intensivstation ist 75 Jahre und älter, denn 85% der Patient:innen sind hochbetagt.
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Medizin

Grippe-Impfung: Darauf sollten Herzpatient:innen achten

Für Patient:innen mit Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit (KHK), Herzklappenerkrankungen oder Herzinsuffizienz ist es besonders wichtig, das Herz vor einer zusätzlichen Schädigung durch eine Influenza zu schützen. Zum einen ist ihr Risiko, schwer an der Grippe zu erkranken oder eine Folgeinfektion zu erleiden, deutlich erhöht. Und eine Influenza wirkt sich bei etwa jedem zehnten Erkrankten zusätzlich auch auf das Herz aus, z.B. in Form einer Myokarditis. „Auch ein Entgleisen der Herzschwäche bis hin zur Krankenhauseinweisung kann durch einen schweren Krankheitsverlauf einer Grippevirus- oder Pneumokokkeninfektion verursacht sein. Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sollten sich gegen das Influenzavirus und gegen Pneumokokken, die Haupterreger einer Lungenentzündung, impfen lassen“, betont der Kardiologe und Intensivmediziner Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Eine Pneumokokken-Impfung wird auch Menschen ab 60 Jahren oder Jüngeren mit einem besonderen Gesundheitsrisiko wie eine chronische Lungenerkrankung empfohlen.
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Medizin

Hohe stationäre Krankheitslast bei Säuglingen durch RSV

Eine aktuelle Studie verdeutlicht die stationäre Krankheitslast, die das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) bei Säuglingen und Kindern bis zu 2 Jahren in Deutschland verursacht. Die Daten einer nationalen Vollerhebung aller Krankenhäuser stammen vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) aus den Jahren 2019 bis 2022 und sind öffentlich zugänglich. Die retrospektive Analyse wurde von Sanofi und Mediziner:innen der Universitäten Oldenburg und Hannover durchgeführt und in dem Fachjournal „Influenza and Other Respiratory Viruses“ veröffentlicht (1).
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RSV

Neue Ansätze zur Immunprophylaxe gegen RSV-Erkrankungen für Jung und Alt

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) hat in jüngster Zeit viel von sich reden gemacht. Nicht, dass es an Virulenz zugenommen hätte oder, dass es besonders pathogen geworden wäre. Nein, das RS-Virus ist im Unterschied zum Influenza Virus über Jahre stabil geblieben und hat sich epidemiologisch gesehen im Grunde genommen überhaupt nicht geändert. Das RS-Virus zählt nach wie vor zu den häufigsten Erregern banaler Erkältungskrankheiten in der Allgemeinbevölkerung. Zwei Ausnahmen gibt es allerdings – und dies grundsätzlich und schon seit Jahren. Zum einen sind Neugeborene und ganz besonders Frühgeborene aufgrund ihres noch gar nicht ausgereiften Immunsystems hochgradig gefährdet, Komplikationen mit der Notwendigkeit einer Hospitalisierung zu erleiden. Und zum anderen weisen ältere Menschen über 60 Jahren infolge ihrer altersbedingten Einschränkungen der Immunkompetenz ein gesteigertes Risiko auf, komplikationsträchtige Verläufe der ansonsten eher harmlosen akuten respiratorischen Erkrankung (ARE) mit Beteiligung der unteren Atemwege zu erleiden. Einen vorbeugenden Schutz gegenüber dem Gefährdungspotential für diese beiden Risikokollektive gab es – bis auf eine Ausnahme – bislang nicht. Das hat sich jetzt mit der Entwicklung einer Reihe von neuen Ansätzen zur Immunisierung gegen den ARE-Erreger grundlegend gewandelt.
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Gesundheitspolitik

Kassenärzte-Chef findet Lauterbachs Corona-Warnungen übertrieben

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) unverhältnismäßige Appelle angesichts der aktuellen Corona-Lage vorgeworfen. „Karl Lauterbach kann nicht aus seiner Haut. Ich halte seine Warnungen und Appelle in der Dringlichkeit für überzogen. Wir haben schließlich keine pandemische Lage mehr“, sagte Gassen der „Rheinischen Post“. Er wolle nicht bestreiten, dass die Zahlen aktuell stark steigen. „Aber wir haben früher auch nicht wegen Erkältungen oder der Grippe überall zum Maskentragen und zum Verzicht auf Weihnachtsfeiern in Innenräumen geraten. Was Sinn macht, ist die Impfung gegen Corona und Grippe für alle Älteren und Risikogruppen“, meinte Gassen.
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Medizin

PPAP53 vielversprechend bei multiresistenter Tuberkulose und Depressionen

Prof. Bernd Plietker und seine Arbeitsgruppe an der Professur für Organische Chemie I der TU Dresden haben gezielt eine Naturstoffklasse weiterentwickelt – die polyprenylierten polyzyklischen Acylphloroglucinol (PPAP). Das dabei entstandene Derivat PPAP53 zeichnet sich aufgrund seiner Eigenschaften durch ein großes Potential zur Anwendung im medizinalchemischen Kontext aus. In Zusammenarbeit mit mehreren Forschungseinrichtungen, wie den Universitäten Ulm und Mainz konnte gezeigt werden, dass PPAP53 sehr vielversprechend bei der Bekämpfung multiresistenter Tuberkulose ist und bei neurogenerativen Erkrankungen neue Behandlungsperspektiven eröffnet.
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Medizin

Tuberkulose: neues und schnelles Analyse-Tool

An Tuberkulose sterben jährlich rund 240.000 Kinder weltweit, weil die Erkrankung oft nicht richtig und nicht rechtzeitig diagnostiziert wird. Ein internationales Forschungskonsortium hat mithilfe von Partnern in Südafrika, Malawi, Tansania, Mosambik und Indien nun ein neues und schnelles Analyse-Tool getestet. Das Tool hat das Potenzial, mithilfe einer kleinen Blutprobe aus der Fingerkuppe die Tuberkulose-Diagnose bei Kindern deutlich zu verbessern.
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Patienteninfos
Welt-AIDS-Tag

Mit HIV alt werden: Fortschritte in der Behandlung von AIDS

Eine Tablette am Tag – damit lässt sich das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) meist in Schach halten. Die Immunschwächekrankheit AIDS bricht bei einer frühzeitigen und konsequenten Therapie mit Arzneimitteln gegen HIV nicht aus. Dann überträgt sich das Virus auch nicht auf andere Menschen. Im Laufe von über 30 Jahren Forschung wurden verschiedene Wirkstoffe gegen HIV entwickelt, die meist gut verträglich und einfach zu handhaben sind. Und es wird weiter geforscht: An neuen Anwendungsformen, an einer Impfung gegen HIV und zum Einsatz der sogenannten Genschere. Aber es gilt schon jetzt: „Die Betroffenen können mit HIV alt werden, ohne an AIDS zu erkranken“, sagt Dr. Matthias Wilken, Apotheker und Geschäftsführer Market Access beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI).
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