Journal MED
Gesundheitspolitik

Dringlichkeit der Finanzreform

„Wenn wir jetzt einen Kapitalstock in der Pflegeversicherung aufbauen, können wir damit die Lücken in den kommenden Jahrzehnten schließen und im günstigsten Fall später sogar die Pflegeleistungen ausbauen", sagte der Vorstandschef der Krankenkasse DAK-Gesundheit der Rheinischen Post. Ein solcher Kapitalstock bestünde aus Beteiligungen an Aktien- und Anleihefonds. In der Rentenversicherung gilt Schweden als Vorbild einer solchen Lösung.

Storm sagte, in der Pflege sei die Finanzkrise noch schärfer als bei der Rente. „Wenn wir nichts tun, werden wir bald alle zwei Jahre die Pflegeleistungen kürzen müssen. Die Teilkapitaldeckung kann das verhindern.”

Stufenweiser Beitragszuschlag ab 2028

Zur Finanzierung schlägt Storm vor, einen Zuschlag in der Pflegeversicherung einzuführen, „der im Jahr 2028 mit 0,1 Prozent beginnt und schrittweise bis 2031 auf 0,4 Prozent anwächst. Dieser Beitrag wird von Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen zu gleichen Teilen finanziert". Der Gesamtbeitrag zur Pflege stiege damit von 3,6 auf 4,0 Prozent. Auf diese Weise kämen laut Storm jedes Jahr acht Milliarden Euro zu dem Pflege-Kapital hinzu.

Warken: Private Pflegevorsorge steuerlich fördern

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Warken: Private Pflegevorsorge steuerlich fördern

Jetzt lesen
Quelle:

dpa