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607 Erwachsene nahmen an der HIV-Studie teil

An der internationalen Studie nahmen 607 Erwachsene an 106 klinischen Standorten in 12 Ländern teil. Teilnehmende, die unter der täglichen Standardtherapie eine Virusunterdrückung aufrechterhalten hatten, wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der Gruppe zugewiesen, die auf die einmal wöchentlich einzunehmende Tablette umstellte, oder der Gruppe, die ihre bestehende tägliche Medikation beibehielt.

Wöchentliche Therapie zeigt vergleichbare Wirksamkeit

Nach 48 Wochen erwies sich die einmal wöchentliche Therapie als der Standardbehandlung mit einmal täglicher Einnahme nicht unterlegen. Mehr als 93% der Teilnehmenden in beiden Gruppen behielten die Virusunterdrückung bei, während bei keinem der Teilnehmenden, die die wöchentliche Behandlung erhielten, während der Studie ein virologisches Versagen auftrat.

HIV-Versorgung bleibt eine Herausforderung

Die Studie befasst sich mit einer der anhaltenden Herausforderungen in der HIV-Versorgung. Obwohl moderne Medikamente HIV zu einer behandelbaren Langzeiterkrankung gemacht haben, kann die tägliche Einnahme von Medikamenten bei manchen Menschen nach wie vor zu Stigmatisierung und Behandlungsmüdigkeit beitragen. Eine einmal wöchentlich einzunehmende orale Therapie könnte mehr Flexibilität bieten und gleichzeitig die Notwendigkeit von injizierbaren Therapien vermeiden.

Prof. Chloe Orkin von der Queen Mary University of London und Korrespondenzautorin der Studie, sagte: „Die erste wöchentliche orale Therapie zur Behandlung von HIV überhaupt könnte Menschen, die mit HIV leben, eine willkommene Erleichterung von der Belastung durch die lebenslange tägliche Einnahme von Tabletten bieten.“ Erstautor Prof. Jürgen K. Rockstroh von der Medizinischen Klinik I am UKB, der auch der Universität Bonn forscht, ergänzt: „Therapievereinfachungen wie diese einmal wöchentliche Therapie können einen wichtigen Beitrag leisten Menschen mit HIV bei der Therapietreue zu helfen und der Tablettenmüdigkeit einer lebenslangen Therapie entgegen zu wirken.“

Kombination aus zwei langwirksamen HIV-Medikamenten

Die wöchentliche Tablette kombiniert zwei langwirksame antiretrovirale Medikamente – Islatravir und Lenacapavir – mit sich ergänzenden Wirkmechanismen, die eine wirksame einmal wöchentliche Dosierung ermöglichen. Die Forschenden glauben, dass die einmal wöchentlich einzunehmende Tablette eine wichtige zusätzliche Behandlungsoption für Menschen mit HIV darstellen könnte.

Die Studie läuft aktuell noch weiter, und die Teilnehmenden werden insgesamt 96 Wochen lang weiter beobachtet, um die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit zu bewerten.

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