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Medizin

18. November 2020 MS: Anhaltende Verlangsamung der Progression unter Ocrelizumab

Der frühzeitige Einsatz von Ocrelizumab verlangsamt auch langfristig die Behinderungsprogression von Patienten mit RMS und PPMS effektiv und verbessert damit die Prognose der Patienten nachhaltig. Das belegen aktuelle Daten der Extensionsphasen der Studien OPERA und ORATORIO (1, 2). So war das Risiko für eine Behinderungsprogression (bestätigt über 48 Wochen; CDP48-EDSSd) bei RMS-Patienten, die über 6,5 Jahre durchgehend mit Ocrelizumab behandelt wurden, gegenüber jenen Patienten, die zunächst mit Interferon beta-1a s.c. behandelt wurden, signifikant um 28% reduziert (p=0,012) (1). Bei PPMS-Patienten, die von Anfang an mit Ocrelizumab behandelt wurden, reduzierte sich das Risiko einer CDP48-EDSS über 7 Jahre um 31% gegenüber Patienten, die zu Beginn der ORATORIO-OLE von Placebo zu Ocrelizumab gewechselt waren (2). Patienten mit kontinuierlicher OCREVUS-Therapie benötigten im Vergleich zur Kontrollgruppe zudem später einen Rollstuhl (OPERA) bzw. eine Gehhilfe (ORATORIO) (1, 2).
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Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für COVID-19 bei längerer Behandlungsdauer

Aktuelle Sicherheitsanalysen untersuchten die Auswirkungen der COVID-19-Erkrankung bei MS-Patienten, die mit Ocrelizumab (OCREVUS®) behandelt wurden. Internationale Pharmakovigilanzdaten ergaben, dass COVID-19 überwiegend mild bis moderat bei den Patienten unter Ocrelizumab-Therapie verlief. In diesen Fällen war der COVID-19-Krankheitsverlauf bei MS-Patienten unter Ocrelizumab vergleichbar mit dem Krankheitsverlauf, wie er in der Allgemeinbevölkerung zu beobachten ist (4). Wie auch in der Allgemeinbevölkerung war dabei eine höhere Anzahl von Risikofaktoren mit einem schwereren COVID-19-Verlauf assoziiert. Des Weiteren ergab eine US-Kohortenstudie, dass COVID-19 bei MS-Patienten unter Therapie mit Ocrelizumab vergleichbar verläuft wie bei MS-Patienten, die mit anderen MS-Medikamenten behandelt wurden (5).

Dass das Nutzen-Risiko-Profil von Ocrelizumab insgesamt konsistent bleibt, ergeben die umfassenden klinischen Studiendaten mit einer Nachbeobachtungszeit von inzwischen über 7 Jahren und Daten von 5.680 Patienten mit mehr als 18.200 Patientenjahren Expositionszeit (Stand Januar 2020) (7).

Patienten schätzen Therapie

Eine aktuelle Studie zur Patientenpräferenz zeigt, dass MS-Patienten Therapieschemata mit jährlich weniger als 3 Infusionen bevorzugen (8). Dass das Ocrelizumab-Therapieintervall von 24 Wochen nach Initialdosis auch Einfluss auf die Adhärenz und Persistenz nimmt, legt eine Analyse von US-Krankenkassendaten nahe: Gegenüber anderen krankheitsmodifizierenden Therapien (DMT) waren Adhärenz- und Persistenzwerte über 18 Monate unter Ocrelizumab höher (9). Diese Daten werden durch eine Interimsanalyse der deutschen nicht-interventionellen CONFIDENCE-Studie bestätigt: RMS- und PPMS-Patienten hielten das Therapieschema eng ein und verblieben zu 97% über 18 Monate hinweg bei der Ocrelizumab-Behandlung (6).

Ocrelizumab kann entsprechend der Zulassung bei Patienten mit RRMS, SPMS mit aufgesetzten Schüben sowie PPMS eingesetzt werden (3). Mit seiner konsistenten Wirksamkeit und Sicherheit in Kombination mit einer hohen Adhärenz und Therapieverweildauer ist Ocrelizumab eine Therapieoption, die dazu beiträgt, dass die Progression dauerhaft signifikant beeinflusst wird und MS-Patienten ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Giovannoni G et al., ACTRIMS/ECTRIMS 2020; Poster Presentation P0216
(2) Wolinsky JS et al., ACTRIMS/ECTRIMS 2020; Poster Presentation P0237
(3) Fachinformation OCREVUS®, Stand April 2020
(4) Hughes R et al., ACTRIMS/ECTRIMS 2020; Poster Presentation SS02.05
(5) Dillon P et al., ACTRIMS/ECTRIMS 2020; Poster Presentation LB1254
(6) Meuth S et al., ACTRIMS/ECTRIMS 2020; Poster Presentation P1063
(7) Hauser SL et al., ACTRIMS/ECTRIMS 2020; Poster Presentation P0389
(8) Bauer B et al., Neurodegener Dis Manag 2020; 10: 369-82
(9) Engmann NJ et al., ACTRIMS/ECTRIMS 2020; Poster Presentation P1009


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  • Moderna will noch heute die Zulassung für einen Impfstoff gegen COVID-19 in der EU beantragen (dpa, 30.11.2020).
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