Freitag, 23. Februar 2024
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Medizin

Kombinationstherapien bei Hochrisikopatient:innen mit COVID-19

Kombinationstherapien bei Hochrisikopatient:innen mit COVID-19
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Expert:innen des Zentrums für Integrierte Onkologie (CIO), Aachen/Bonn/Köln/Düsseldorf (ABCD) haben neue Erkenntnisse zu einer wirksamen Kombinationstherapie bei Hochrisikopatient:innen mit COVID-19 erlangt. Die Publikation ist in der Fachzeitschrift „Infection“ erschienen (1).

Kombinationstherapien für immungeschwächten COVID-19-Patient:innen

Bei immungeschwächten Patient:innen werden nach wie vor schwere Verläufe von COVID-19 beobachtet. Außerdem werden sie häufig lange (>21 Tage) positiv auf SARS-COV-2 getestet und gelten solange als infektiös. Eine frühzeitige Monotherapie mit antiviralen Medikamenten oder monoklonalen Antikörpern wird in den internationalen Leitlinien empfohlen, hat sich bei diesen Patient:innen aber nicht immer als ausreichend effektiv gezeigt. Kombinationstherapien wurden bereits als individuelle Heilversuche eingesetzt. Die Datengrundlage war bisher jedoch auf In-vitro-Daten und kleinere Fallserien beschränkt. Diese Lücke haben Forschende des CIO ABCD nun geschlossen.
 
 

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Langer Virusnachweis in 86% der Fälle mit COVID-19-Kombinationstherapien verhindert

In einer multizentrischen Studie erhielten 144 hauptsächlich immungeschwächte Patient:innen eine COVID-19-Kombinationstherapie. Die Verläufe blieben infolgedessen leichter und ein verlängerter Virusnachweis wurde in 86% der Fälle verhindert (1). Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) wird die Daten in ihre Empfehlungen aufnehmen.

Besonders Patient:innen mit hämato-onkologischen Erkrankungen profitieren von Kombinationstherapien

Prof. Annkristin Heine und Prof. Jürgen Rockstroh, die als Experten vom Universitätsklinikum Bonn (UKB) an der Auswertung beteiligt waren, fassen zusammen: „Insgesamt haben vor allem Patient:innen mit hämato-onkologischen Erkrankungen von einer frühen dualen Anti-SARS-CoV-2-Behandlung profitiert. Aber auch anderen immunsupprimierten Patient:innen sollte diese Therapieoption nicht vorenthalten werden. Aus infektiologisch-epidemiologischer Sicht sind die Ergebnisse ebenfalls relevant, denn ein langer Virusnachweis bei Patient:innen birgt auch das Risiko, dass sich neue Virusvarianten entwickeln.“

Quelle: Universitätsklinikum Bonn

Literatur:

(1) Orth HM. et al. Early Combination Therapy of COVID-19 in High-Risk Patients, Infection 2023, abrufbar unter: https://doi.org/10.1007/s15010-023-02125-5, Letzter Zugriff: 01.12.2023.



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