Mittwoch, 22. Mai 2024
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Medizin

T-Zell-Immunantwort kann in immunsupprimierten Patient:innen die Vermehrung von SARS-CoV-2-Viren kontrollieren

T-Zell-Immunantwort kann in immunsupprimierten Patient:innen die Vermehrung von SARS-CoV-2-Viren kontrollieren
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Wissenschaftler:innen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben in einer Fallstudie die T-Zell-Antwort einer an Krebs und zudem an COVID-19 erkrankten Patientin erforscht. Im peripheren Blut der Patientin konnten keine B-Zellen nachgewiesen werden, was anzeigt, dass sie keine Möglichkeit der Bildung von anti-SARS-CoV-2-Antikörpern hatte. Bei der Patientin waren nach der Infektion mit SARS-CoV-2 über fast 3 Monate hinweg SARS-CoV-2 Viren nachweisbar.

Erhöhte Frequenz an T-Helferzellen reagiert auf Virus

In der Fallstudie untersuchte das Team, ob sich die T-Helferzellen bei einer aufgrund einer Krebstherapie immunsupprimierten Patientin mit fast 3 Monate anhaltend positivem SARS-CoV-2-Virusnachweis von denen immunkompetenter Patient:innen unterscheiden. Überraschenderweise konnte bei der Patientin eine erhöhte Frequenz an T-Helferzellen nachgewiesen werden, die auf das Virus reagieren, allerdings hatten diese Zellen etwas veränderte äußere Merkmale.
 
 
 

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Auch bei fehlender B-Zell-Antwort kann eine virusspezifische T-Zell-Immunantwort ausgelöst werden

„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst bei fehlender B-Zell-Antwort eine robuste virusspezifische T-Zell-Immunantwort ausgelöst werden kann, die zwar dazu beiträgt, die virale Replikation zu kontrollieren, die aber oftmals nicht ausreicht, um die Infektion vollständig zu unterbinden,“ sagt Studienleiter Prof. Julian Schulze zur Wiesch. „Unsere Fallstudie gibt Hinweise darauf, wie die Entwicklung einer spezifischen Immunantwort bei Patient:innen durch Therapien für Krebs- oder Autoimmunerkrankungen beeinflusst werden könnte. Insgesamt kann eine solche Fallstudie als Grundlage für weitere Forschungsarbeiten dienen, die zum Ziel haben, bestimmte Risikopatient:innen besser behandeln zu können“. Die Ergebnisse der in Zusammenarbeit mit dem Benaroya Research Institute in den USA durchgeführten Fallstudie wurden jetzt im Fachmagazin Viruses veröffentlicht.

Quelle: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)



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