News | Beiträge ab Seite 111
Gesundheitspolitik
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BVÖGD: Gesundheitsämter müssen von Fachärzt:innen geleitet werden
Gesundheitsämter sollten grundsätzlich von Fachärztinnen oder Fachärzten für Öffentliches Gesundheitswesen geleitet werden. Das betont der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD). „Das Tätigkeitsfeld des ÖGD ist ausgesprochen vielfältig und deckt eine breite Palette an medizinisch-fachlichen Aufgaben ab. Das umfasst unter anderem Schuleingangsuntersuchungen, die Betreuung von psychisch Kranken und Wohnungslosen, Infektionsschutz und Hygieneuntersuchungen unter anderem in medizinischen Einrichtungen und vieles mehr“, sagte die Vorsitzende des Verbandes, Dr. Kristina Böhm. „Gerade weil es sich hier um eine Vielzahl an ärztlichen Aufgaben handelt, muss ein entsprechend ausgebildeter Arzt oder Ärztin das Gesundheitsamt leiten“, betonte sie.
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Medizin
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Pneumokokken-Meningitis: TLR-Blockade als Ergänzung der Antibiotikatherapie
Meningitis kann durch nichtinfektiöse Reize oder eine Infektion mit verschiedenen mikrobiellen Erregern, wie z.B. Pneumokokken ausgelöst werden. Obwohl wirksame Antibiotika zur Verfügung stehen, können die entzündlichen Prozesse im Hirn zu neurologischen Folgeerscheinungen oder sogar zum Tod führen. Wissenschaftler:innen haben nun untersucht, wie die Antibiotikatherapie bei einer solchen Infektion sinnvoll ergänzt werden kann. Ihre Laborversuche zeigen, dass die Blockade der Rezeptoren TLR2 und TLR8 dabei helfen kann, die schädlichen Entzündungsprozesse auszubremsen.
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Medizin
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DiGA zur Therapie von Typ-2-Diabetes reduziert HbA1c und BMI
Für Menschen mit Typ-2-Diabetes (T2D) steht seit Anfang 2024 eine neue digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zur Verfügung. Über einen Zeitraum von 3 Monaten werden personalisierte Ernährungsanpassungen sowie etablierte Ansätze zur Lebensstilmodifikation in kleinen Schritten vorgenommen. Die DiGA reduziert die postprandiale Glukosevariabilität sowie das Körpergewicht und den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c).
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Hartmannbund zur Ankündigung des Gesundheitsvorsorge- und Sicherstellungsgesetzes
Mit einem klassischen „Zwar, aber…“ hat der Hartmannbund auf die Ankündigung von Gesundheitsminister Lauterbach reagiert, noch bis zum Sommer einen Gesetzentwurf vorzulegen, der Deutschland und sein Gesundheitswesen besser auf Katastrophen und gegebenenfalls auch auf militärische Konflikte vorbereit.
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Medizin
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hATTR-Amyloidose: Geringerer Nutzen von Patisiran im Vergleich zu Vutrisiran
2023 hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf Basis der Studie HELIOS-A einen Zusatznutzen von Vutrisiran gegenüber Patisiran zur Behandlung der hereditären Transthyretin-Amyloidose (hATTR-Amyloidose) mit Polyneuropathie der Stadien 1 oder 2 festgestellt. Nun führt der Hersteller dieselbe Studie im Dossier zu Patisiran an, interpretiert sie aber anders.
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Medizin
3 Min|
Multiple Sklerose: Neue Daten der Langzeitstudie DAYBREAK
Neue Ergebnisse der offenen Phase-III-Extensionsstudie DAYBREAK belegen das langanhaltende Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil des Sphingosin-1-Phosphat(S1P)-Rezeptor-Modulators Ozanimod bei Patient:innen mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) (1). Diese Daten wurden im Rahmen des 9. Jahresforums des American Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ACTRIMS) präsentiert, das vom 29. Februar bis 2. März in West Palm Beach (USA) stattfand.
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Gesundheitspolitik
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Abtreibungsrecht bekommt in Frankreich Verfassungsrang
Eine Abstimmung mit großer Symbolkraft: In Frankreich wird die Freiheit auf Abtreibung in der Verfassung verankert. Die dafür nötige Drei-Fünftel-Mehrheit wurde am 4. März in Versailles bei einer Sitzung beider Parlamentskammern erreicht. Nur 72 Abgeordnete stimmten dagegen bei 780 Ja-Stimmen. Anschließend applaudierten die Anwesenden im Stehen. Beide Kammern hatten dem Vorhaben einzeln bereits zuvor grünes Licht gegeben.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
E-Rezepte in Apotheken breit genutzt – teils Verzögerungen
Digital ausgestellte Rezepte sollen zum Alltag werden. Dafür greifen mittlerweile auch neue Pflichten für die Praxen. Wie klappt es mit dem Einlösen in den Apotheken?
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Medizin
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Zum Welt-Adipositas-Tag am 4. März
Stigmatisierung verschlechtert die psychische Gesundheit bei Adipositas
Der Weltadipositastag, der jährlich am 4. März stattfindet, soll Wissen und Verständnis hinsichtlich Adipositas verbessern und damit auch die Bereiche Prävention, Behandlung und Pflege stärken (1). Eine kürzlich veröffentlichte Übersichtsarbeit zeigte erneut, dass die Stigmatisierung ein wichtiger Faktor für die schlechte psychische Gesundheit vieler Menschen ist, die mit der chronischen Erkrankung Adipositas leben (2). Im Vergleich zu Menschen ohne Adipositas haben sie etwa ein um 32% höheres Risiko, eine Depression zu entwickeln. Außerdem kann die Internalisierung von Gewichtsvorurteilen mit ähnlichen negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit einhergehen wie die Stigmatisierung von außen. Neben einem stigmatisierungsfreien Leben bedürfen Menschen mit Adipositas einer nachhaltigen Therapie, die von Lebensstil- und chirurgischen Interventionen bis zu einer pharmakologischen Behandlung reichen kann (3, 4).
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Medizin
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Zum Welt-Adipositas-Tag am 4. März
VDBD fordert die Anerkennung von Adipositas als Erkrankung
Jeder 5. Mensch in Deutschland gilt als adipös (1). Im Vergleich zu Normalgewichtigen haben stark übergewichtige Menschen ein erhöhtes Risiko Herzkreislauf-Beschwerden zu entwickeln oder an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Anlässlich des Welt-Adipositas-Tages fordert der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD), Adipositas endlich zu entstigmatisieren, als Volkskrankheit medizinisch und gesellschaftlich anzuerkennen und entsprechend zu versorgen. In Anbetracht stetig steigender Fallzahlen sei das Disease Management Programm (DMP) Adipositas, das voraussichtlich im April 2024 in Kraft treten wird, ein erster wichtiger Schritt.
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Medizin
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Ausschreibung: KONKRET-Preis für innovative Versorgung
Die Lilly Deutschland Stiftung ruft zur Bewerbung um den KONKRET-Preis für innovative Gesundheitsversorgung auf. Der Innovationspreis richtet sich an alle, die mit neuen, kreativen oder pragmatischen Ansätzen einen positiven Einfluss auf die Gesundheitsversorgung haben. Die besten drei Projekte werden mit Preisgeldern in Höhe von jeweils 10.000, 5.000 und 3.000 Euro prämiert. Bewerbungen können bis 30.04.2024 unter lilly-stiftung.de/konkret-preis-2024/ eingereicht werden. Mehr zum KONKRET-Preis hier.
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Gesundheitspolitik
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Erneuter Warnstreik an 23 Unikliniken am 11. März
Ärztinnen und Ärzte an den 23 landeseigenen Universitätskliniken wollen erneut die Arbeit niederlegen – es geht um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen.
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Medizin
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Tezepelumab bei schwerem allergischem Asthma
Ein zentrales Thema beim diesjährigen Treffen der Academy of Allergy, Asthma & Immunology (AAAAI) war die Versorgung von Patient:innen mit (schwerem) allergischem Asthma. Wann man von (schwerem) allergischem Asthma spricht, welche Rolle das Atemwegsepithel in seiner Entstehung spielt und welche Vorteile die Therapie mit Tezepelumab direkt am Ursprung der Entzündungsreaktion hat, diskutierten Expert:innen auf dem AAAAI-Meeting.
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Medizin
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Influenzawelle hält an: Impfung ist auch jetzt noch sinnvoll
Die aktuelle Influenzawelle hält weiterhin an und betrifft aktuell alle Altersgruppen. Neben den Jüngsten sind insbesondere ältere Menschen ab 60 Jahren von schwerwiegenden Folgen einer Influenza betroffen (1, 2). Daher ist die Influenza-Impfung auch jetzt noch wichtig und sinnvoll (3). Parallel dazu laufen bereits die Vorbereitungen für die nächste Influenzasaison, um auch hier ausreichende Mengen an Impfstoffen bereitstellen und so möglichst viele Menschen schützen zu können.
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Medizin
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Übelkeit nach Operationen ist weit verbreitet
Übelkeit nach Operationen wird als sehr belastend empfunden und kann die postoperative Erholung verzögern. Neben bekannten Risikofaktoren wie weibliches Geschlecht, jüngeres Alter und eine Behandlung mit Opioiden hängt das Risiko jedoch auch entscheidend von der Art der Operation ab und lässt sich sogar quantifizieren. Angesichts dieser Ergebnisse einer aktuellen Auswertung des Jenaer QUIPS-Registers mahnt die jetzt erschienene Versorgungsforschungsstudie eine verbesserte individuelle Prophylaxe an.
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Medizin
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Neue Leitlinie zur Diagnose und Therapie des Lipödems
Um die Diagnostik und Therapie des Lipödems zu optimieren, wurde jüngst im Anschluss an die bisherige S1-Leitlinie eine neue S2k-Leitlinie entwickelt. Diese fasst nationale und internationale Evidenz zusammen und leitet daraus Empfehlungen für die bestmögliche Behandlung von Patient:innen mit einem Lipödem ab.
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Medizin
3 Min|
Zum Tag der Seltenen Erkrankungen
Orphanet: Online-Portal mit Informationen zu Seltenen Erkrankungen
Mit dem Online-Portal Orphanet stellt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) umfangreiches Wissen zu Seltenen Erkrankungen zur Verfügung. Oftmals wirft die Diagnose einer Seltenen Erkrankung viele Fragen auf: bei Erkrankten, aber auch bei ärztlichem Fachpersonal, dem die seltenen Krankheitsbilder im Behandlungsalltag nicht regelmäßig begegnen. Was ist über die Krankheit bekannt? Welche Therapie gibt es? Wo finden Betroffene Hilfe? Orphanet gibt Antworten auf diese Fragen. Gleichzeitig legt das Orphanet-Team im BfArM den Grundstein dafür, dass Seltene Erkrankungen im Gesundheitswesen abgebildet werden können.
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Gesundheitspolitik
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Freispruch im Prozess um mangelnden Corona-Schutz in Pflegeheim
Drei ehemalige Mitarbeiter eines Pflegeheims sind vom Landgericht Hanau vom Vorwurf freigesprochen worden, durch mangelnde Schutzmaßnahmen für die folgenschwere Ausbreitung des Coronavirus in der Einrichtung mitverantwortlich gewesen zu sein. Bei dem Ausbruch im Dezember 2020 infizierten sich in der Nähe von Hanau alle 64 Heimbewohnerinnen und -bewohner mit dem Virus; 17 davon starben. Die Angeklagten hätten die Bewohner „weder in eine hilflose Lage versetzt noch sie im Stich gelassen“, sagte der Vorsitzende Richter Mirko Schulte am 29. Februar in der Urteilsbegründung.
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Medizin
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Inceptor: Ein zunehmend wichtiges Ziel für die Diabetes-Therapie
Forschungsarbeiten am insulinhemmenden Rezeptor, bekannt als Inceptor, geben Hoffnung für den Schutz von Betazellen und auf eine kausale Therapie für Diabetes. Eine neue Studie an Mäusen mit ernährungsbedingter Adipositas zeigt, dass das Ausschalten von Inceptor die Regulierung des Blutzuckerspiegels verbessert (1). Dies rückt Inceptor für die Behandlung von Typ-2-Diabetes weiter in den Fokus. Die Ergebnisse, erarbeitet in Kooperation zwischen Helmholtz Munich, dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung, der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München, tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Diabetesforschung bei.
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Medizin
3 Min|
Aorta erstmals als eigenständiges Organ anerkannt
Die Aorta gilt künftig als eigenständiges Organ des Menschen. Das wurde jetzt in den Leitlinien zu aortenchirurgischen Behandlungen der Europäischen Gesellschaft für Herz-Thorax-Chirurgie (EACTS) und der US-amerikanischen Society of Thoracic Surgeons (STS) festgelegt (1). Entwickelt wurden sie von internationalen Expert:innen unter Führung von Prof. Dr. Martin Czerny, Ärztlicher Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitäts-Herzzentrum des Universitätsklinikums Freiburg. Die neue Einordnung der Aorta als Organ hat weitreichende Konsequenzen von der Aufteilung medizinischer Fachbereiche bis zur konkreten Patient:innen-Versorgung.
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