News | Beiträge ab Seite 117
Gesundheitspolitik
2 Min|
Hartmannbund zur Reform der Notfallversorgung
Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, sieht in den Eckpunkten zur Notfallreform gute Ansätze zur Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Notfallversorgung, bezweifelt allerdings – vor allem mit Blick auf den Mangel an finanziellen und personellen Ressourcen – nicht nur deren Umsetzungsmöglichkeiten, sondern bemängelt vor allem die fehlende Integration von Patientinnen und Patienten in das Konzept des Bundesgesundheitsministers.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Mehr Organe gespendet – Zahlen aber weiter auf zu niedrigem Niveau
Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist vergangenes Jahr gestiegen. Nach einem starken Rückgang im Jahr 2022 sei 2023 ein leichter Erholungskurs zu verzeichnen gewesen, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 16. Januar in Frankfurt am Main mit. Im vergangenen Jahr hätten 965 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet, 96 mehr als im Jahr zuvor. Dies entspreche 11,4 Spendern pro Million Einwohner, 2022 seien es 10,3 Spender pro Million Einwohner gewesen.
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Praxismanagement
3 Min|
App garrioCOM: Kommunikation zwischen Arztpraxis und Patient:innen
Am 15. Januar ist die App garrioCOM gestartet, die mit Unterstützung der Vertragspartner des AOK Haus- und Facharztprogrammes in Baden-Württemberg entwickelt wurde. Der von Praxisteams mitentwickelte DSGVO-konforme Messenger ermöglicht eine sichere und zeitsparende Kommunikation von dem Patient:innen und Praxen profitieren. Die App enthält einfache und verständliche Anforderungsformulare, unter anderem für Termine, AU-Bescheinigungen oder Überweisungen. Patient:innen können so einfach und schnell ihr Anliegen schildern. Das Praxisteam wird entlastet, da es nicht jede Anforderung telefonisch entgegennehmen muss.
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Medizin
4 Min|
Reiseimpfung gegen Dengue-Fieber – Teil II: Vom Mythos des „Antibody dependent enhancement“
„Als infektionsverstärkende Antikörper (engl. antibody dependent enhancement, ADE) werden Antikörper bezeichnet, die sich an die Oberfläche von Viren binden, diese jedoch nicht neutralisieren, sondern zu einer verbesserten Aufnahme des Virus in eine Zelle führen und damit die Ausbreitung und Vermehrung des Virus begünstigen.“ So lautet der Versuch einer Erklärung des Phänomens schwererer Verläufe einer Infektionskrankheit nach Zweitinfektion gemäß eines aktuellen Eintrages in der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Als Paradebeispiel gilt hierbei stets eine Zweitinfektion mit einem Serotyp des Dengue-Virus, der von dem einer vorangegangenen Infektion abweicht. Dieser Erklärungsansatz ist nicht nur falsch, indem er schlicht und einfach auf einem Übersetzungsfehler aus dem Englischen beruht und Infektion mit Erkrankung gleichsetzt.
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Gesundheitspolitik
4 Min|
Notfall-Reform: Kampf gegen überfüllte Notaufnahmen
Patient:innen mit akuten Beschwerden sollen künftig weit seltener in der Notaufnahme eines Krankenhauses behandelt werden. Ziel einer großangelegten Notfallreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) soll es sein, dass Hilfesuchende bereits am Telefon oder vor Ort im Krankenhaus verstärkt in eine nahe Praxis geschickt werden. Viel stärker als bisher sollen Versicherte auch direkt telemedizinisch betreut werden.
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Medizin
3 Min|
Reiseimpfung gegen Dengue-Fieber – Teil I: Schutz auch vor den Folgen der gefürchteten Zweitinfektionen mit Dengue-Viren
Reisen in ferne Gefilde sind jetzt durch einen neuen Impfstoff gegen das Dengue-Fieber noch sicherer geworden. Die aktuelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) bietet hierzu zwar gewisse Einblicke (1), weist aber sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht einige Unzulänglichkeiten auf. Die Expertise der Tropen- und Reisemedizin stellt indes eine sehr gute Ergänzung dar, um sich Orientierung für die reisemedizinische Beratung zu verschaffen, die sowohl aktuellen als auch praktikablen Ansprüchen genügt.
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Ärzte-Vorschlag für Notfälle: Anruf bei 116 117 statt bei der 112
Patientinnen und Patienten sollen nach Vorstellungen der Ärzteschaft im Notfall in erster Linie die heutige Bereitschaftsnummer 116 117 wählen. Das geht aus einer Stellungnahme der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, des Marburger Bunds und des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands hervor, die in Berlin veröffentlicht wurde. Leitstellen der Notrufnummer 112 sowie der 116 117 sollten vernetzt und integriert werden. Anrufer sollten eine Ersteinschätzung zu ihrem Anliegen bekommen und dann in eine Notaufnahme, ein Notfallzentrum oder zu einem Arzt oder einer Ärztin geschickt werden.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Kommunen fordern „frisches Geld“ für Deutschlands Krankenhäuser
Mehr als 100 Krankenhäuser stehen in Deutschland vor dem Aus, wenn Reformpläne der Regierung nicht umgesetzt werden. Das sagt der Bundesgesundheitsminister. Die Kommunen sehen sogar diese Reformen als unzureichend an.
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Medizin
1 Min|
Netzhauterkrankungen: Europäische Kommission erteilt Zulassung für Aflibercept
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Aflibercept (8 mg, 114,3 mg/ml Injektionslösung) zur Behandlung von 2 wichtigen Netzhauterkrankungen, der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD) und der Sehkraftbeeinträchtigung aufgrund eines diabetischen Makulaödems (DMÖ), in der Europäischen Union (EU) erteilt.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Kritik an Lauterbachs Plan gegen Homöopathie auf Kassenkosten
Geht es nach dem Bundesgesundheitsminister, sollen Patientinnen und Patienten homöopathische Behandlungen künftig stets aus eigener Tasche bezahlen müssen. Nun wird die Kritik an den Plänen laut.
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Medizin
2 Min|
Schlüsselakteur bei viralen Herzmuskelentzündungen gefunden
Herzmuskelentzündungen nach Virusinfektion können langfristig die Herzfunktion beeinträchtigen. Freiburger Forscher:innen zeigen jetzt, dass ein bestimmter Immunzellrezeptor bei der Virusbeseitigung entscheidend ist (1). Daraus ergeben sich neue Ansatzmöglichkeiten für zielgerichtete Therapien.
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Medizin
3 Min|
Erste DiGA bei Hypertonie zugelassen
Die digitale Therapie actensio zur Behandlung von Hypertonie wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassen und somit in die Liste verordnungsfähiger Produkte aufgenommen. Das Programm unterstützt empfohlene Lebensstiländerungen zur Senkung von Bluthochdruck auf Basis verhaltensmedizinischer Ansätze und kann betroffenen Patient:innen ab sofort auf Rezept verordnet werden. Die Wirksamkeit von actensio wurde in einer randomisierten kontrollierten Studie nachgewiesen.
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Medizin
3 Min|
Hörsturz: Therapie mit hochdosierten Medikamenten bringt keine Vorteile gegenüber Standardbehandlung
Bei einem Hörsturz hilft eine hochdosierte Therapie gängiger Medikamente nicht mehr als die Standardtherapie, ist aber mit mehr Nebenwirkungen verbunden. Das zeigte eine bundesweite Studie unter Leitung der Universitätsmedizin Halle. Dafür führte das Team eine systematische klinische Untersuchung (1) mit über 300 Patient:innen durch. Die Ergebnisse im Fachjournal „NEJM Evidence“ werfen zudem die Frage auf, ob die bisherige Standardtherapie selbst überhaupt wirksam ist. Weltweit erleiden zurückhaltenden Schätzungen zufolge jährlich mehrere hunderttausend Menschen einen Hörsturz.
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Medizin
3 Min|
Vasomotorische Symptome: Elinzanetant verbessert Lebensqualität
Es wurden die positiven Topline-Ergebnisse zu den zulassungsrelevanten Phase-III-Studien OASIS 1 und 2, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Elinzanetant im Vergleich zu Placebo untersuchen, bekannt gegeben: Elinzanetant erreichte in beiden Studien erfolgreich alle 4 primären Endpunkte und zeigte eine statistisch signifikante Verringerung der Häufigkeit und des Schweregrads von vasomotorischen Symptomen (auch bekannt als Hitzewallungen) vom Ausgangswert bis Woche 4 und 12 im Vergleich zu Placebo.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Krankenkassen: Viele Gesundheits-Apps für Patienten nutzlos
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) wie Smartphone-Apps helfen den Patientinnen und Patienten nach Einschätzung der Krankenkassen oft nur wenig. „Die Bilanz zu den DiGA ist von Ernüchterung geprägt“, teilte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorständin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), am 8. Januar in Berlin mit. „Auch im dritten Jahr nach ihrer Einführung lösen die Gesundheits-Apps nicht ihr Versprechen ein, die gesundheitliche Versorgung grundlegend zu verbessern.“ Es gebe zu viele Anwendungen, die trotz ihrer Aufnahme in den Leistungskatalog der Kassen keinen Nutzen für Patientinnen und Patienten nachweisen konnten.
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Medizin
5 Min|
MS: Neuroinflammation und BTK-Inhibitoren
Das Verständnis zum Krankheitsverlauf bei der Multiplen Sklerose (MS) erlebt derzeit einen Wandel. Neurolog:innen diskutierten anlässlich des 96. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) 2023 in Berlin die schleichende Zunahme der MS-Symptomatik unabhängig von Schüben, die auf schwelende neuroinflammatorische Prozesse im ZNS zurückgeführt wird. „Die schubunabhängige Progression kann klinisch relevante Ausmaße für viele MS-Patient:innen annehmen“, betonte Dr. med. Boris-Alexander Kallmann, niedergelassener Neurologe in Bamberg. Als einen vielversprechenden Ansatz zur Reduktion der schwelenden und akuten Neuroinflammation wurde u.a. der ZNS-gängige BTK-Inhibitor (Bruton-Tyrosinkinase; BTK) Tolebrutinib vorgestellt, der aktuell in einem umfassenden klinischen Phase-III-Studienprogramm für alle Subtypen der MS untersucht wird.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Stiftung Patientenschutz fordert Qualitätsprüfung für Ärzte
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Qualitätsprüfungen bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Deutschland gefordert. „Die Entbudgetierung allein ist keine Zauberformel für alle Probleme“, sagte Vorstand Eugen Brysch am 9. Januar der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte angekündigt, dass für Hausarztpraxen geltende Obergrenzen bei der Bezahlung wegfallen sollen.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Lauterbach: Erleichterungen für Hausärzte in diesem Jahr
Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet bereits in diesem Jahr mit ersten Erleichterungen für Hausärzte und Patienten durch die von ihm angestrebte Reform. „Schon in diesem Jahr wird das beginnen. Wir kommen ja jetzt mit dem Gesetz noch, also im Januar werden wir es der Öffentlichkeit vorstellen“, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in den ARD-„Tagesthemen“ nach einem Gespräch mit Vertretern von niedergelassenen Medizinern und gesetzlichen Krankenkassen in Berlin.
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Medizin
3 Min|
Mikrochirurgie: Weltweit erste wiederherstellende Operation am zentralen Lymphsystem
Weil eine schwer erreichbare Aussackung am zentralen Lymphsystem nicht entfernt werden konnte, legte ein Ärzteteam der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am Universitätsspital Zürich (USZ) einen neuen Abfluss, um den quälenden Lymphstau der Patientin zu beheben. Zum ersten Mal kam bei einem solchen Eingriff ein mikrochirurgisches Operationssystem zum Einsatz.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Ärztebund fordert: Weg mit Honorardeckel für alle Praxen
Vor dem Spitzentreffen am 9. Januar bei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Ärzteorganisation Virchowbund die generelle Aufhebung der Honorardeckel gefordert, auch wenn die Beiträge dadurch steigen. „Jetzt muss sich der Minister tatsächlich in diese Richtung bewegen“, sagte der Vorsitzende des Verbands niedergelassener Ärzte, Dirk Heinrich, im Deutschlandfunk.
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