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News | Beiträge ab Seite 124

Bei Multipler Sklerose (MS) zerstören Immunzellen die Isolationsschicht der Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark. Zunehmende Behinderungen sind die Folge. Die Erkrankung betrifft immer mehr junge Menschen. Markus Reindl und Harald Hegen, MS-Experten an der Medizinischen Universität Innsbruck, berichten im Interview über Forschungsfortschritte wie neue Biomarker und Immuntherapien, die den Betroffenen zu besserer Lebensqualität verhelfen.


 
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Medizin

Rückenschmerzen: 2050 über 800 Mio. Patient:innen

Die Zahl der Erkrankungen in Zusammenhang mit Kreuzschmerzen nimmt weltweit zu, wie eine Analyse von Daten von mehr als 30 Jahren zeigt. Laut der Modellierung von Forschenden unter der Leitung von Sydney Musculoskeletal Health werden bis 2050 rund 843 Millionen Menschen betroffen sein. Die Zunahme der Bevölkerung und das steigende Alter werden als Gründe genannt. Details wurden in „Lancet Rheumatology“ veröffentlicht.

 
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Gesundheitspolitik

STIKO: Keine Corona-Impfung mehr für Kinder und Jugendliche

Für gesunde Säuglinge, Kinder und Jugendliche empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) angesichts der abgeschwächten Pandemie-Lage künftig keine Corona-Impfung mehr. Gesunden Erwachsenen bis 59 Jahren und Schwangeren werden keine weiteren Auffrischimpfungen empfohlen – sie sollten aber eine Basis-Immunität erreicht haben. Menschen ab 60 hingegen sollten einen jährlichen Booster bekommen. So sehen es die erneuerten Empfehlungen für die COVID-19-Impfung der STIKO vor, die das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte.
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Gesundheitspolitik

Ärzt:innen kommunaler Kliniken erhalten 8,8% mehr und Zuschlag

Nach langem Tauziehen gibt es für die rund 60.000 Ärzt:innen kommunaler Kliniken eine Tarifeinigung: Sie erhalten 8,8% mehr Gehalt und eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichszahlung von 2.500 Euro. Darauf haben sich die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in der fünften Verhandlungsrunde geeinigt, wie beide Organisationen mitteilten.
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Gesundheitspolitik

NRW-Gesundheitsministerium gegen Cannabis-Modellvorhaben

In Nordrhein-Westfalen soll es nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums keine Modellregionen für die kontrollierte Cannabis-Abgabe geben. „Grundsätzlich spricht sich das Gesundheitsministerium gegen die Zulassung von Modellvorhaben aus, gerade auch mit Blick auf die Gefahren cannabisbedingter Hirnschädigungen bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahren“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der „Rheinischen Post“. „Außerdem hat der Bund bisher keinerlei Lösung vorgelegt, wie die geplanten Modellregionen mit geltendem Völker- und Europarecht vereinbar sein sollen.“
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Gesundheitspolitik

Patientenschützer sieht hohe Hürden für Sterbehilfe-Neuregelung

Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Zwangsernährung dürfte nach Einschätzung der Deutschen Stiftung Patientenschutz Auswirkungen auf die Sterbehilfe-Debatte haben. Das Karlsruher Gericht veröffentlichte einen Beschluss, wonach es den Eilantrag eines Untersuchungshäftlings gegen die zwangsweise Ernährung ablehnte. Der Sterbewunsch des Betroffenen werde „ärztlicherseits offenbar unterschiedlich beurteilt, ohne dass schon eine fundierte psychiatrische Begutachtung vorliegt, die alle auf der Hand liegenden Besonderheiten des vorliegenden Falles erfasst und nachvollziehbar bewertet“, heißt es darin. (Az. 2 BvQ 51/23)
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Medizin

DGM-Kongress 2023– SMA: Fortschritte in die Zukunft

Aktuelle Studiendaten und Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis bei der Behandlung der 5q-assoziierten spinalen Muskelatrophie (5q-SMA) gab es beim Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) e. V. im März 2023 in Essen. Im Rahmen eines Symposiums berichtete Prof. Dr. Tim Hagenacker, UK Essen, über Vorgehen und Therapieergebnisse bei der Behandlung erwachsener 5q-SMA-Patient:innen; Dr. Jessika Johannsen, UK Eppendorf, stellte Interimsdaten aus der internationalen RESPOND-Studie vor, in der die sequenzielle Therapie mit Nusinersen nach einer Behandlung mit Onasemnogen-Abeparvovec bei Säuglingen und Kleinkindern untersucht wird.
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Medizin

Menschliche Immunzellen reagieren auf Süßstoffe

Diätgetränke enthalten oft einen Mix aus Süßstoffen, die nach dem Konsum auch ins Blut gelangen. Wie eine neue Pilotstudie zeigt, genügen bereits verzehrübliche Aufnahmemengen von Saccharin, Acesulfam-K und Cyclamat, um in weißen Blutkörperchen die Ableserate verschiedener Gene zu modulieren. „Unsere Daten lassen annehmen, dass diese Modulation die Immunzellen in einen Zustand versetzt, der sie empfindlicher auf Immunstimuli reagieren lässt. Ebenso weisen sie darauf hin, dass Geschmacksrezeptoren als Süßstoffsensoren des zellulären Immunsystems fungieren könnten“, sagt Dietmar Krautwurst vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München.
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Gesundheitspolitik

Apotheken sollen für Protesttag geschlossen bleiben

Wegen eines „Protesttags“ gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung sollen am 14. Juni viele Apotheken in Deutschland geschlossen bleiben. „Anstatt die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln über die Apotheken vor Ort zu stabilisieren, wird sie geschwächt“, sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening. Sie wies auch auf Lieferengpässe, Personalnot und eine jahrelange Unterfinanzierung der Apotheken hin. Die Arzneimittelversorgung soll an dem Protesttag über Notdienstapotheken aufrechterhalten bleiben.
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Gesundheitspolitik

Ärztetag 2023: Unterfinanzierung und Gängelung bedrohen unsere Medizin

Auf dem Deutschen Ärztetag 2023 wies der Verfassungsrechtler Peter Müller aus Rheinland-Pfalz nachdrücklich auf die Bedeutung der ärztlichen Freiberuflichkeit und die Gemeinwohlbindung freier Berufe hin – ein Thema, das auch der Freien Ärzteschaft (FÄ) unter den Nägeln brennt. Deren Delegierte betonten im Rahmen der anschließenden Debatte die Probleme besonders im Bereich der Kassenmedizin, die für mehr als 70 Millionen Bürger von elementarer Bedeutung sei.
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Medizin

Finerenon bei CKD in Verbindung mit Typ-2-Diabetes

Bei einem Symposiuma anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) haben sich Expert:innen unter anderem darüber ausgetauscht, wie neue Wege in der Diagnostik und Therapie von Patient:innen mit Typ-2-Diabetes (T2D) beschritten werden können. Solch eine innovative Therapieoption bietet der 1. in der Europäischen Union zugelassene selektive, nicht-steroidale Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist (nsMRA) Finerenon, der bei Patient:innen mit einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) mit Albuminurie in Verbindung mit T2D einen signifikanten kardiorenalen Schutz bieten kann.
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Medizin

Ab Juli Reha-Klinik selbst aussuchen: Umsetzungsstart für das neue Wunsch- und Wahlrecht

Eine medizinische Reha-Maßnahme nach einer Operation oder einer Erkrankung hat vor allem ein Ziel: dass Patient:innen schnell wieder in den Alltag zurückkehren können. Und das gelingt am besten in einer Umgebung, in der sich die Betroffenen auch wohlfühlen. Diese zu finden und gegenüber der Rentenversicherung als Kostenträger durchzusetzen, wird jetzt leichter: Künftig erhalten Patient:innen bei der Auswahl ihrer Reha-Klinik deutlich mehr Mitspracherecht. Ab Juli dieses Jahres können sie die Einrichtung ihrer bevorstehenden Rehabilitation selbst auf einem Fragebogen auswählen. „Das ist ein noch kaum bekannter Meilenstein, der die individuellen Bedürfnisse der behandelten Menschen enorm stärkt“, sagt Markus Zwick, der Vorstandsvorsitzende der aus Bayern stammenden Johannesbad Gruppe, die bundesweit 13 Fachkliniken und Reha-Zentren an 12 Standorten betreibt.
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Autoimmunerkrankungen

Nicht-segmentale Vitiligo: Repigmentierung durch Blockade des JAK-STAT-Signalwegs

Vitiligo ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern wirkt sich auf viele Aspekte des Lebens negativ aus. Waren die therapeutischen Optionen bislang begrenzt steht jetzt mit topischem Ruxolitinib eine wirksame und sichere zielgerichtete Therapie zur Verfügung. Zulassungsrelevante Studien zeigten, dass die Creme die Repigmentierung im Gesicht und am ganzen Körper anhaltend verbessern kann.
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