News | Beiträge ab Seite 135
Medizin
Zum Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai 2023
Pflegenotstand gefährdet auch Diabetesversorgung
Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist klar: Deutschland hat ein hausgemachtes Pflegeproblem. Der Fachkräftemangel in Altenarbeit und Pflege verschärft sich ambulant und stationär seit Jahren kontinuierlich. Eine Pflegereform, die das Berufsbild der Pflegenden attraktiver gemacht hätte – bislang Fehlanzeige. Der Deutsche Pflegerat schätzt, dass 2023 bis zu 500.000 Pflegekräfte fehlen werden, während die Zahl der pflege- und hilfsbedürftigen Menschen weiter steigen wird. In Bezug auf Diabetes mangelt es zudem an diabetologischer Nachqualifikation durch Fort- und Weiterbildung. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), die gemeinnützige Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und der Selbsthilfeverband Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), Landesverband Nordrhein-Westfalen, fordern gemeinsam ein radikales Umdenken der Politik.
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Gesundheitspolitik
Bundesagentur: Fachkräfte-Situation in der Pflege bleibt angespannt
Die Fachkräfte-Situation in der Pflege in Deutschland verschlechtert sich einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit zufolge weiter. Derzeit kämen auf 100 freie Stellen nur 33 arbeitslose Pflegefachleute. Das Beschäftigungswachstum in der Pflege falle seit Januar 2022 schwächer aus als im Durchschnitt aller Berufe, teilte die Bundesagentur zum Tag der Pflege mit. Zuvor war – vor allem während der Corona-Pandemie – die Zahl der Beschäftigten in der Pflege überdurchschnittlich gestiegen.
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Gesundheitspolitik
Viele Unternehmen sehen Burnout und Co. als wachsendes Problem
Psychische Belastungen und Burnout spielen aus Sicht vieler Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen künftig eine zunehmende Rolle. Knapp 39% der befragten Geschäftsführer und Verantwortlichen geben laut einer Studie an, dass solche Belastungen am Arbeitsplatz in ihren Unternehmen bereits heute eine große Bedeutung hätten. In drei Jahren haben demnach Burnout und Co. nach Einschätzung von sogar 70% der befragten Verantwortlichen eine große Bedeutung. Das geht aus der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie des Konstanzer Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.
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Gesundheitspolitik
Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige gefordert
Viele pflegende Angehörige erhalten nach Expertenangaben zu wenig Unterstützung. Was sie am dringendsten benötigten seien Auszeiten, sagte Pflegewissenschaftsprofessorin Christa Büker von der Universität Bielefeld der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld des „Tages der Pflegenden“, am 12. Mai. Viele bestehende Angebote werden laut Büker nicht wahrgenommen. „Wir müssen uns daher fragen, ob die Entlastungsangebote die richtigen sind oder wir andere brauchen“, so Büker. Außerdem seien mehr Angebote für junge Pflegebedürftige und Familien mit Kindern nötig. Auch Gesundheitsangebote für pflegende Angehörige befürwortet die Pflegewissenschaftlerin.
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Medizin
Start der Phase-III-Studie QUASAR mit Aflibercept beim retinalen Venenverschluss
Die weltweite Phase-III-Studie QUASAR wird die Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil von Aflibercept 8 mg bei einem Makulaödem infolge eines retinalen Netzhautvenenverschlusses untersuchen. Die Studie folgt auf positive Daten aus der Phase-III-Studie PULSAR bei neovaskulärer (feuchter) altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD) und der Phase-II/III-Studie PHOTON beim diabetischen Makulaödem (DMÖ). QUASAR wird voraussichtlich etwa 800 Patient:innen in 27 Ländern einschließen. Die Studie ergänzt das Entwicklungsprogramm für Aflibercept und untersucht den Erhalt der Sehschärfe mit verlängerten Behandlungsintervallen bei weiteren Patient:innengruppen.
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Medizin
Die Reiselust ist zurück: Meningokokken-Impfprävention nicht vergessen!
Nach Aufhebung der COVID-19-Maßnahmen ist die Reiselust stark gestiegen – und auch Langzeitaufenthalte im Ausland während der Schulzeit, im Studium oder durch die Arbeit nehmen wieder zu (1). Für Ärzt:innen steigt damit die Notwendigkeit vermehrt auf die Reise-Impfprophylaxe hinzuweisen. Besonders die invasive Meningokokken-Erkrankung (IME) stellt nach wie vor eine globale Herausforderung dar (2). Dabei sind die Serogruppen A, B, C, W, X und Y weiterhin für 95% aller IME weltweit verantwortlich (3). Generell ist das Risiko einer IME in den ersten 5 Lebensjahren am höchsten, aber auch im jugendlichen oder erwachsenen Alter, gerade bei längeren Auslandsaufenthalten, ist die Gefahr nicht gebannt, betonte Dr. Sören Westerholt, Facharzt für Kinderheilkunde & Jugendmedizin, Wolfsburg, im Rahmen eines Symposiums anlässlich des 24. Forums Reisen und Gesundheit, der reisemedizinischen Fortbildung im Rahmen der Internationalen Tourismusbörse (ITB).
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Medizin
ATTR-CM: Aktueller Stand bei der Diagnose und Therapie
Wichtige Hinweise auf die immer noch unterdiagnostizierte Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) zeigen sich bereits durch gängige kardiologische Methoden. Dennoch benötige die Erkrankung mehr Aufmerksamkeit in der täglichen Praxis, darin waren sich die Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen der diesjährigen DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)-Jahrestagung einig. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Norbert Frey, Heidelberg, und Prof. Dr. Christoph Stellbrink, Bielefeld, wurde der aktuelle Stand bei der Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz diskutiert. Besonderes Augenmerk galt dabei der interdisziplinären Diagnosesicherung der ATTR-CM.
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Medizin
Upadacitinib: Jetzt auch zugelassen zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn
Während eines Pressegesprächs zum Launch von Upadacitinib bei Morbus Crohn (MC) diskutierten die Expert:innen PD Dr. Irina Blumenstein (Frankfurt) und Prof. Dr. Axel Dignaß (Frankfurt) die aktuellen Zulassungsdaten und ordneten deren Relevanz für die klinische Praxis ein. Die kürzlich erfolgte EU‐Zulassung stützt sich auf Daten aus 2 Induktionsstudien (U‑EXCEL und U‑EXCEED) sowie aus der Erhaltungsstudie U‑ENDURE. In die Induktionsstudie U-EXCEL wurden sowohl Biologika-Naive als auch Biologika-Versager inkludiert, wohingegen U-EXCEED ausschließlich Biologika-Versager einschloss (1). Upadacitinib überzeugte in allen 3 Phase-III-Studien durch signifikant höhere klinische sowie endoskopische Ansprechraten im Vergleich zu Placebo. Für den koprimären Endpunkt (klinische Remission und endoskopisches Ansprechen) und wichtige sekundäre Endpunkte wurde zu Woche 12 bzw. 52 unter Upadacitinib 45 mg in den Induktionsstudien bzw. 15 mg und 30 mg in der Erhaltungsstudie im Vergleich zu Placebo eine statistische Signifikanz erreicht (1–4).
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Gesundheitspolitik
Union fordert Notaufnahme-Gebühr von 20 Euro ohne Ersteinschätzung
Die Union unterstützt den Vorstoß der Kassenärzte zu einer Gebühr für Patientinnen und Patienten, die ohne vorherige telefonische Ersteinschätzung in die Notaufnahme kommen. In einem Bundestagsantrag, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, schlägt die CDU/CSU eine Gebühr von 20 Euro vor. Dadurch würden Rettungsdienste und Notfallambulanzen spürbar entlastet und insbesondere die Qualität und Intensität der Behandlung von echten Notfällen deutlich gesteigert, argumentiert die Union.
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Gesundheitspolitik
Junge Pflege Kongress zeigt Einflussmöglichkeiten für die Politik von morgen
Beim diesjährigen Junge Pflege Kongress des DBfK Nordwest am 11. Mai 2023 im RuhrCongress Bochum stehen die politischen und gesellschaftlichen Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere junger beruflich Pflegender auf dem Programm. Der Handlungsbedarf ist groß, denn das Gesundheitssystem mit seinen gegenwärtigen Arbeitsbedingungen ist nicht attraktiv genug für Berufsanfänger:innen.
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Gesundheitspolitik
Eckpunkte des geplanten Registergesetzes vorgestellt
Mehr als 160 Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen trafen sich vom 8.-9. Mai 2023 auf den Registertagen in Berlin. Ministerialdirigent Markus Algermissen vom Bundesgesundheitsministerium stellte auf der Konferenz die konzeptionellen Eckpunkte des für Herbst 2023 erwarteten Registergesetzes vor.
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Praxismanagement
Sitzabgabe oder Sitzaufgabe?! So planen Sie Ihre Praxisübergabe. Die Erfahrungen einer Ärztin
Dr. med. Kathrin Wellnitz ist Hausärztin in einer der verbliebenen (Haus-)Arztpraxen in Berlin-Hellersdorf. Patientenansturm und Digitalisierung stellten sie vor große Herausforderungen, und dann war da die allem übergeordnete Frage: Wie sollte es für ihre Patient:innen weitergehen und diese versorgen, wenn auch sie in einigen absehbaren Jahren in Rente geht? So entschied sie sich Mitte des Jahres 2022 dazu, bereits 6 Jahre vor ihrem Ruhestand, ihre Praxis zu verkaufen und als angestellte Ärztin in ihrer eigenen Praxis weiterzuarbeiten.
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News
KI: Womit lernen ChatGPT & Co?
Die Leistung der derzeit öffentlich verfügbaren KI-Angebote wie ChatGPT oder Bard übertrifft die Vorstellungen der meisten Menschen. Eine Recherche der Wahington Post zeigt nun, auf Basis welcher Inhalte die KIs trainiert werden, um Antworten in natürlicher Sprache geben zu können.
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Medizin
Schlaganfall: Zahl der mechanischen Thrombektomien erneut gestiegen
Deutschland ist bei der Akutversorgung nach einem ischämischen Schlaganfall hervorragend aufgestellt. „Wir haben hierzulande eine der besten flächendeckenden Versorgungen beim akuten ischämischen Schlaganfall“, erklärt Prof. Dr. Peter Schramm, Neuroradiologe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, anlässlich des Tags gegen den Schlaganfall am 10. Mai 2023.
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Gesundheitspolitik
Post-COVID: keine falschen Versprechungen
Im Gesundheitsausschuss wurde im April 2023 über die Versorgungssituation von Post-COVID- und ME/CFS-Betroffenen diskutiert – das ist wichtig, allerdings fanden die Beratungen unter Ausschluss der wissenschaftlichen Expertise der Allgemeinmedizin statt. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) empfiehlt, diese Expertise künftig von Beginn an in solche Debatten und strukturelle Überlegungen einzubeziehen. Gleichzeitig warnt die DEGAM davor, spezialisierte Ambulanzen flächendeckend aufzubauen, die zum jetzigen Zeitpunkt (noch) kein erfolgversprechendes und evidenzbasiertes Therapieangebot machen können.
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Gesundheitspolitik
Entlastung für pflegende Angehörige
Ende 2021 waren hierzulande insgesamt 4,96 Millionen Menschen pflegebedürftig – bei 3,12 Millionen davon übernahmen überwiegend Angehörige die Pflege. Neben Beruf, Haushalt und Kindererziehung kann das schnell zu einer enormen körperlichen Belastung führen. Aber auch die psychischen Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Wie pflegende Angehörige damit umgehen können, wo sie Hilfsangebote finden und welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, weiß Dirk Görgen, Pflegeexperte der DKV.
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News
Krankenkassen 2023: Versichertenzahlen, Finanzlage, Höhe der einzelnen Zusatzbeiträge
Die Anzahl der Gesetzlichen Krankenkassen sinkt kontinuierlich – deren Ausgaben sowie Versichertenzahlen steigen hingegen seit Jahren an. Ein Überblick über die aktuellsten Zahlen in Sachen Finanzen, Größe der Krankenkassen und die Entwicklung der Zusatzbeiträge.
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COPD
COPD: Verlauf, Lebenserwartung und Lebensqualität verbessern
Patient:innen mit COPD leiden unter vielfältigen Komorbiditäten. Besonders häufig ist die Kombination von COPD und kardiovaskulärer Erkrankung. Die Prognose in diesen Fällen ist besonders ungünstig.
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Herzinsuffizienz
Optimierte Versorgung herzinsuffizienter Patient:innen
Patient:innen mit Herzinsuffizienz bedürfen in der Regel eines umfassenden Behandlungsmanagements, das mehr umfasst, als die reine Herzproblematik. Nahezu die Hälfte der Betroffenen leidet an Eisenmangel und die jährliche Influenzawelle kann zusätzlichen Schaden anrichten. Hinzu kommt, dass die medikamentöse Intervention der Herzinsuffizienz häufig mit steigenden Kaliumspiegeln assoziiert ist. Was also tun, um diese Klientel optimal zu versorgen?
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Medizin
Arterielle Hypertonie: Fixkombinationen im Versorgungsalltag
Arterielle Hypertonie gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der hausärztlichen Praxis. Die Gefahren eines unzureichend eingestellten Blutdrucks und mögliche psychische Begleiterkrankungen wie eine Depression standen im Fokus eines Symposiums auf dem diesjährigen DGIM-Kongress unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Florian Limbourg, Hannover. Namhafte Expert:innen erläuterten, was sich im Versorgungsalltag mit fixen Kombinationen mit verschiedenen antihypertensiven Wirkstoffen in einer einzigen Tablette (Single Pill) erreichen lässt. Die Evidenz ist eindeutig: Fixe Kombinationen verbessern die Adhärenz und damit auch den Therapieerfolg sowie die Prognose.
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