News | Beiträge ab Seite 136
Gesundheitspolitik
3 Min|
Marburger Bund: Schichtdienste begrenzen und 12,5% mehr Gehalt
In den anstehenden Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) fordert der Marburger Bund für die Ärztinnen und Ärzte in Universitätskliniken linear 12,5% mehr Gehalt und eine grundsätzliche Neugestaltung der Schicht- und Wechselschichtarbeit. „Die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken haben eine Dreifachbelastung zu schultern: Sie behandeln schwerkranke Patienten mit den Mitteln hochspezialisierter Medizin, sie betreiben Forschung in ihren jeweiligen Fachgebieten und sie bilden im Rahmen der universitären Lehre angehende Kolleginnen und Kollegen aus. Gleichzeitig sind sie unter den derzeitigen Rahmenbedingungen mit einer stetigen Verdichtung der ärztlichen Arbeit konfrontiert. Sollte der ärztliche Beruf in den Universitätsklinika nicht auch in finanzieller Hinsicht deutlich an Attraktivität gewinnen, drohen erhebliche Engpässe in der universitätsmedizinischen Versorgung und der Wegfall ärztlicher Weiterbildung in den Uniklinika“, betonte Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes.
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Gesundheitspolitik
5 Min|
Deutlich spürbare Grippewelle droht – Appell zur Schutzimpfung
Die Warnsignale sind da: Im Winter könnte laut Fachleuten eine deutlich spürbare Grippewelle kommen. Auch wenn die Impfung die Infektion nicht immer verhindern könne, sei sie keineswegs überflüssig.
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Medizin
4 Min|
Organtransplantation: Patient:innen in Deutschland profitieren kaum von neuen Möglichkeiten der Präzisionsmedizin
Warten als tödliche Falle: Nirgendwo in Europa rettet Organspende so wenig Leben wie in Deutschland. Obwohl Tests für die Verträglichkeitsbewertungen von Organspenden immer präziser und moderner werden, bringen sie für die Patient:innen hierzulande keinen Fortschritt. Denn in Deutschland müssen Patient:innen nehmen, was sie kriegen können – egal wie schlecht die Verträglichkeit ist. Warum das so ist, welche Lösungen helfen können und welche neuen Möglichkeiten die Präzisionsmedizin bei der Organtransplantation bietet, haben Expert:innen bei einer Online-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI) erläutert.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Neue Aktion „Organ- und Gewebespende. Auch dabei?“
Mit ihrer neuen Aktion „Organ- und Gewebespende. Auch dabei?“ sucht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung und den Schauspielern Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär bundesweit Partnerinnen und Partner, die sich aktiv für die Organ- und Gewebespende engagieren. Angesprochen sind neben Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Sport- und Kulturvereinen auch Unternehmen, die sich an der ergebnisoffenen Information ihrer Mitarbeitenden, Mitglieder oder ihrer Kundschaft mit Gesundheitstagen oder Online-Angeboten beteiligen.
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Kardiologie
4 Min|
Quo vadis Herz-Kreislauf-Erkrankung? Deutscher Herzbericht 2022
Wie viele Menschen sterben an Herzinfarkten? Welche regionalen Unterschiede bestehen? Wie verändert sich die Therapielandschaft? Das sind die Fragen, der die Deutsche Herzstiftung jedes Jahr nachgeht. Der Vorsitzende, Prof. Dr. Thomas Voigtländer, stellte die aktuellen Daten mit dem Deutschen Herzbericht 2022 vor.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Lauterbach verteidigt Qualitäts-Atlas zu den Krankenhäusern
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat den geplanten Online-Atlas zu Leistungen und Behandlungsqualität der Kliniken in Deutschland gegen Kritik verteidigt. Diese Transparenz sei lange überfällig, sagte der SPD-Politiker bei der ersten Beratung eines Gesetzentwurfs im Bundestag. Bisher würden Menschen bei der existenziellen Frage allein gelassen, wohin sie etwa für eine Krebsbehandlung gehen sollten. „Das kann nicht so bleiben.“
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Brustkrebs-Früherkennung wird ausgeweitet
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Nun werden die Früherkennungsmöglichkeiten ausgeweitet. Auch Frauen ab 70 sollen künftig kostenfrei zur Mammographie gehen können.
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Medizin
4 Min|
Rheuma: Update zu Upadacitinib
Rheuma hat viele Gesichter. Genauso unterschiedlich wie jede einzelne Krankheitsgeschichte ist auch die individuelle Therapie der Patient:innen. Das zeigten die Expert:innen auf dem 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Im Rahmen der Veranstaltung standen herausfordernde Patientenfälle im Mittelpunkt. Die Expert:innen erläuterten Schritt für Schritt, wie sie behandeln würden, um Patient:innen mit rheumatoide Arthritis (RA) früh in Remission zu bringen. „Patient:innen, die uns bei der täglichen Arbeit in Praxis und Klinik begegnen, weisen oft ganz andere Charakteristika auf, als das in klinischen Studien der Fall ist“, weiß Prof. Dr. Torsten Witte, Klinik für Rheumatologie und Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover. „Real-World-Daten haben deshalb einen ganz besonders hohen Wert.“ Die unter der Leitung von Prof. Witte durchgeführte Beobachtungsstudie UPwArds, deren Ergebnisse im Rahmen des DGRh präsentiert wurden, belegt nun, dass sich mit Upadacitinib auch unter Praxisbedingungen eine starke Krankheitskontrolle der aktiven RA erreichen lässt (1, 6).
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Medizin
3 Min|
Post-COVID: Digitale Plattform soll bessere Versorgung ermöglichen
Seit der Corona-Pandemie gibt die komplexe Erkrankung Post- bzw. Long-COVID Betroffenen und Behandelnden Rätsel auf. Eine geplante interaktive Plattform mit dem Namen „Post-COVID E-Doc“ soll nun dabei helfen, die Versorgung von Post-COVID-Betroffenen zu verbessern und dem behandelndem Personal neue, wichtige Erkenntnisse liefern.
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Medizin
6 Min|
ATTR-CM: Anleitung für Diagnostik und Therapie
Patient:innen mit Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) erhalten oft Fehldiagnosen und nicht selten auch Fehlbehandlungen (1). Das gilt es zu vermeiden. Denn wird die ATTR-CM zu spät erkannt, hat sie eine schlechte Prognose (2). Entscheidend für eine frühe Diagnosestellung ist der klinische Verdacht, der dann gezielt durch Laboruntersuchungen, Bildgebung, Knochenszintigrafie und gegebenenfalls Biopsie verifiziert wird. Neben einzelnen „Red Flags“ ist es vor allem die klinische Gesamtkonstellation, die die Alarmglocken schrillen lassen sollte. Bei einem Symposium skizzierten renommierte internationale Expert:innen das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei der ATTR-CM und gaben Hinweise insbesondere für die Verdachtsdiagnose.
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Medizin
1 Min|
Corona-Impfsaison gestartet – Nachfrage unklar
Die Corona-Impfsaison startet, mit an aktuelle Virusvarianten angepassten Präparaten. Wie stark die Nachfrage danach sein wird, ist jedoch unklar.
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Verbandschef fordert mehr Beratung für Angehörige von Demenzkranken
Pflegende Angehörige von Demenzkranken brauchen aus Expertensicht mehr Beratung über die mögliche konkrete Unterstützung im Alltag. „Leider weisen die Kranken- und Pflegekassen ihre Versicherten noch zu selten auf die Möglichkeit von individuellen Schulungen in der häuslichen Umgebung hin“, sagte der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, anlässlich des Weltalzheimertages (21. September). Der Verband forderte eine bessere Aufklärung über bestehende Angebote zur Unterstützung pflegender Angehöriger.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Kliniken verlangen bei Protesttag zusätzliche Finanzspritzen
Die Klinikbranche hat wegen akuter wirtschaftlicher Nöte vieler Standorte erneut zusätzliche Hilfen des Bundes verlangt. „Die finanzielle Situation der Krankenhäuser ist dramatisch, und sie gefährdet die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung“, sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, anlässlich eines bundesweiten Protesttags am 20. September. In vielen Krankenhäusern und Regionen sei die Verunsicherung groß. Der Verband fordert daher einen schnellen „Inflationsausgleich“. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) machte keine neuen Zusagen dafür und verwies auf die geplante Krankenhausreform, die auch kleinere Kliniken absichere.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Gesundheitsministerin fordert Abschaffung von begleitetem Trinken
Nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) sollten 14- bis 16-Jährige in Bars oder Restaurants keinen Alkohol mehr trinken dürfen. Laut Jugendschutzgesetz dürfen Jugendliche ab 14 Jahren in Deutschland im Beisein einer sorgeberechtigten Person Bier, Wein oder Schaumwein trinken. „Dieses sogenannte begleitete Trinken gehört aus meiner Sicht abgeschafft“, sagte Drese bei Vorstellung eines Suchthilfe-Berichtes in Schwerin.
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Medizin
4 Min|
Aktuelle Leitlinie zur Gastroösophagealen Refluxkrankheit: Neuerungen bei Antazida in der Refluxtherapie
Vor wenigen Monaten wurde die neue S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) veröffentlicht. Wir sprachen mit den beiden Mitwirkenden der Leitlinie, Prof. Dr. med. Thomas Frieling (Chefarzt Medizinische Klinik II, Helios Klinikum Krefeld) und Prof. Dr. med. habil. Ahmed Madisch (Partner im Centrum Gastroenterologie Bethanien in Frankfurt am Main), über wichtige Neuerungen und den Stellenwert von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) und Antazida wie z.B. Hydrotalcit.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
RSV-Fallzahlen im Normbereich erwartet – Impfempfehlung steht aus
Nach einer enormen RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)-Welle bei Babys und Kleinkindern im vorigen Herbst und Winter rechnen Fachleute nun eher wieder mit einer Normalisierung der Fallzahlen. Die Erkrankungszahlen dürften sich in der bevorstehenden kühlen Jahreszeit wieder „in normalen Höhen“ bewegen, sagte Folke Brinkmann, Leitung der Sektion Pädiatrische Pneumologie an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Nachgeholte Infektionen bei Ein- bis Zweijährigen, die in der Corona-Pandemie nicht mit RSV in Kontakt gekommen waren, seien voraussichtlich nicht mehr ganz so ausgeprägt zu sehen.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Ambulantisierung: Die Lage für Krankenhäuser ist zunehmend kritisch
Der Druck auf Krankenhäuser in Deutschland, operative Eingriffe ambulant zu erbringen und die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, nimmt weiter zu. Noch immer erfolgen über zwei Drittel der ambulant durchzuführenden Operationen stationär. Das ergab eine Analyse des auf OP-Management spezialisierten Beratungsunternehmens digmed. Für die aktuelle Untersuchung wurden knapp zwei Millionen OP-Daten für das Jahr 2022 aus rund 200 Krankenhäusern ausgewertet und mit Vorjahreswerten verglichen.
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Medizin
5 Min|
Dapagliflozin: Zusatznutzen nun auch bei HFpEF und HFmrEF
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dem Natrium-Glucose-Cotransporter-2 (SGLT-2)-Inhibitor Dapagliflozin kürzlich für die Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) und mäßiggradig reduzierter Ejektionsfraktion (HFmrEF) einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen über die gesamte Patientenpopulation zuerkannt. Vorteile gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie sah der G-BA dabei in Bezug auf Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz sowie erstmals in dieser Indikation bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (1). Damit verfügt Dapagliflozin über einen Zusatznutzen in allen zugelassenen Indikationen, sowohl für die Herzinsuffizienz, als auch für chronische Niereninsuffizienz (CKD) und Typ-2-Diabetes mellitus (T2D) (1-5). Darüber hinaus hat die European Society of Cardiology (ESC) Ende August eine 1A-Empfehlung für SGLT-2-Inhibitoren wie Dapagliflozin zur Behandlung der HFpEF und HFmrEF ausgesprochen (6).
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RSV
2 Min|
25 Jahre RSV-Schutz für Frühgeborene und Hochrisikokinder
Gegen Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) sind neuerdings Impfstoffe entwickelt worden – allerdings nur für Erwachsene ab 60 Jahren sowie für Schwangere zum verbesserten und verlängerten Nestschutz der Neugeborenen über den plazentalen Antikörper-Transfer. Seit mittlerweile 25 Jahren steht jedoch mit Palivizumab ein monoklonaler Antikörper (mAb) zur passiven Immunisierung zur Verfügung, der sich insbesondere zum Schutz für Frühgeborene und stark gefährdete Säuglinge vor Hospitalisierungs- und Komplikationsrisiken bewährt hat.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Auswertung: Regionale Unterschiede bei Pflegequalität im Heim
Wenn Menschen im Pflegeheim dauerhaft Schlafmittel erhalten, drohen unerwünschte Nebenwirkungen. Unüblich ist eine solche Dauermedikation trotzdem nicht – speziell in bestimmten Bundesländern.
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