News | Beiträge ab Seite 279
Gesundheitspolitik
Marburger Bund: Tarifverhandlungen mit Helios kommen nur schwer in Gang
Auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Helios Kliniken GmbH am 8. Februar 2017 in Berlin konnten keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden. Vor allem die Vergütung der Arbeit zu ungünstigen Tageszeiten erwies sich als das erwartet schwierige Verhandlungsthema. Es geht um die Forderung des Marburger Bundes nach einer sachgerechteren Vergütung von Schichtarbeit und zeitversetzten Diensten der Ärzte, um so einen angemessenen Ausgleich für die damit verbundene zusätzliche Arbeitsbelastung zu schaffen.
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Gesundheitspolitik
Chancen von Menschen mit Autismus auf dem Arbeitsmarkt
Obwohl Asperger-Autisten oftmals außergewöhnliche Begabungen haben, findet nur ein kleiner Teil von ihnen Arbeit. Tipps, wie dies besser gelingen könnte, gab es am 7. Februar von drei Experten anlässlich einer Veranstaltung des Vereins der Freunde an der OTH Regensburg.
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Medizin
Metabolische Azidose: Organprotektion durch orales Bicarbonat
Nierenerkrankungen führen häufig zu einer metabolischen Azidose, die ihrerseits weiter die erkrankte Niere schädigt. Mit physiologischen Puffersubstanzen wie Bicarbonat lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen.
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Gesundheitspolitik
Behandlungsfehler: Verdachtsfälle steigen in Rheinland-Pfalz um 22%
Die Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler sind innerhalb eines Jahres in Rheinland-Pfalz um 22% angestiegen. Wie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) am Montag mitteilt, hat sie im vergangenen Jahr 202 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler bei ihren rheinland-pfälzischen Versicherten verzeichnet nach 166 Fällen im Vorjahr. Hintergrund sei, dass die TK im vergangenen Jahr ihre Versicherten besonders intensiv über die Gefahr von Behandlungsfehlern und die Hilfsangebote für Betroffene informiert habe.
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Medizin
Alpha-1-Antitrypsinmangel: Substitution von A1-AT verringert Rückgang der Lungendichte
Bei schwerem Alpha-1-Antitrypsin (A1-AT)-Mangel empfehlen Leitlinien eine Substitutionstherapie (1). Ein signifikanter Nutzen konnte jedoch lediglich für das Präparat Respreeza® belegt werden: Das Lungengewebe von A1-AT-Mangel-Patienten blieb deutlich besser erhalten, wenn sie Respreeza® anstatt Placebo bekamen (RAPID-Studie, p = 0,03) (2).* Wie jetzt die RAPID Extension-Studie bestätigt, bewirkt das humane A1-AT einen krankheitsmodifizierenden Effekt (3). Für Prof. Dr. Helmut Teschler aus dem Westdeutschen Lungenzentrum in Essen „zeigen die neuen Ergebnisse eindrucksvoll den Vorteil einer Substitution mit Respreeza® und legen nahe, damit so früh wie möglich zu starten“. Respreeza® ist das einzige Präparat auf dem deutschen Markt, das ohne Beschränkung auf einen bestimmten FEV1-Bereich als Erhaltungstherapie zugelassen ist, um das Fortschreiten eines Emphysems bei Erwachsenen mit nachgewiesenem, schweren A1-AT-Mangel** zu verzögern (4).
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Medizin
Saccharose im Urin schützt Nieren
Bei gesunden Menschen ist Glucose im Urin nicht nachweisbar, ihre Anwesenheit hingegen dient als Marker für Diabetes. Fructose ist im Urin vorhanden, kann aber in der Zelle umgewandelt und als Energiequelle genutzt werden. Kürzlich entdeckten Wissenschaftler, dass unser Urin Saccharose enthält, was für den Schutz der Nierenzellen eine wichtige Rolle spielen kann.
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Gesundheitspolitik
Medical Device Regulation – Die fünf wichtigsten Änderungen auf einen Blick
Im Oktober 2016 wurde die finale Version einer europaweit geltenden Medical Device Regulation (MDR) veröffentlicht. Sie soll das bisherige Medizinprodukterecht, insbesondere das nationale Medizinproduktegesetz (MPG) und die Richtlinien 93/42 sowie 90/385 für Implantate, ergänzen. Die Verordnung wird voraussichtlich im Sommer 2017 in Kraft treten. Roland Katholing, TÜV NORD Akademie, gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen und ihre Bedeutung für Medizinprodukte-Hersteller.
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Gesundheitspolitik
Lipödem – die verkannte leidvolle Krankheit
Obwohl alleine in Deutschland ca. 4 Millionen Frauen von dieser schwerwiegenden Krankheit betroffen sind, ist das Lipödem in der Bevölkerung sowie bei den Ärzten weitestgehend unbekannt (*Anm. d. Red.: Nicht, wenn Sie unseren Schwerpunkt des Monats lesen, "Erscheinungsformen des Lipödems und Abgrenzung vom Lymphödem" v. Dr. Alexandra Anker, Universitätsklinikum Regensburg). Das Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung und tritt am häufigsten an den Beinen auf – aber auch die Arme können betroffen sein. Gründe: Hormonelle Umstellungen wie die Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre sind meist die Auslöser der Erkrankung.
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Medizin
Dosieraersol mit Dosiszählwerk – Jede Inhalation zählt einzeln
In Kürze werden die bewährten FOSTER® Dosieraerosole mit einem komfortablen Dosiszählwerk ausgestattet sein. Damit verfügen beide Devices – das FOSTER® Dosieraerosol und der FOSTER® NEXThaler® – über ein Dosiszählwerk, das jede Inhalation einzeln zählt und die Patienten bei der Kontrolle der verbleibenden Dosen unterstützt.
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Medizin
Aktivitätentagebuch als Unterstützung für Schmerzpatienten
Gängige Schmerztagebücher werden als etablierte Hilfsmittel in der Schmerztherapie betrachtet – sie können aber auch dazu führen, dass sich chronische Schmerzpatienten hauptsächlich auf ihre schmerzhaften Erfahrungen konzentrieren. Aktuelle Studienergebnisse weisen darauf hin, dass diese im Schmerzgedächtnis gespeicherten schmerzhaften Erfahrungen zwar nicht gelöscht, aber mit positiven Erfahrungen „überschrieben“ werden können (1).
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Medizin
Social Media: Alle sind sich fremd
Videoarbeit als Aufgabe im Seminar: „Alle sind sich fremd, alle sind sich fremd, trotz Internetverbindung immer noch getrennt“, so heißt der passende Refrain zu dieser Geschichte. Musikalisch und visuell umgesetzt ist sie in einem Videoclip, der auf die Studentinnen Sabine Bauer, Ronja Klein und Larissa Wenderlein von der Universität Würzburg zurückgeht.
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Medizin
Rückenschmerz: Mit Tapentadol frühzeitig in Chronifizierungsprozesse eingreifen
In der Regel beginnt jeder chronische Schmerz mit einem starken akuten Schmerz. Das gilt auch für den Rückenschmerz, der häufig chronifiziert. Von Anfang an sollten die Weichen richtig gestellt werden, damit aus einem Patienten mit starken, lang anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Schmerzen kein chronischer Schmerzpatient wird. Hier ist insbesondere der Hausarzt oder Orthopäde gefordert, bei dem sich der schmerzgeplagte Patient in der Regel zuerst vorstellt.
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Medizin
OP-Technik: Aufweitung auf mindestens 2,4mm verhindert Thrombosen bei selbstauflösenden Stents
Bei verengten Herzkranzgefäßen setzen Kardiologen in vielen Fällen Stents ein. Die neuste Generation dieser Stents ist bioresorbierbar. Einziger Nachteil: Durch den bioresorbierbaren Stent erhöht sich nachweislich das Thromboserisiko im Vergleich zu metallischen Stents. Komplikationen lassen sich verringern, wenn der Stent auf mindestens 2,4 Millimeter aufgeweitet wird.
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Medizin
Eine schwere COPD führt oft auch zu Übersäuerung
Was die körperliche Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und Überlebenschancen von Patienten mit schwerer hyperkapnischer COPD erheblich verbessern kann, ist eine nicht-invasive Beatmung mit einer abnehmbaren Atemmaske. Darauf machen die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Klinken (VPK) aufmerksam.
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Gesundheitspolitik
Gesundheitsprävention: Medizin-Apps sollen Ärzten helfen
Der Trend zur Selbstoptimierung lässt auch Ärzte im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen hoffen: Mit Health Watch und Medizin-App wollen Mediziner künftig ihre Patienten zum Ändern ihrer Lebensgewohnheiten motivieren. Denn im Praxisalltag fehlt für das Aufklärungsgespräch oft die Zeit.
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Medizin
Versteckte HI-Viren im Visier
Das AIDS-Virus macht es der medizinischen Forschung nicht leicht. Zwar kann man die Virusvermehrung mit antiviralen Medikamenten wirksam verhindern, für eine Heilung müssen jedoch auch die latenten HIV-Reservoire in den Zellen aufgespürt und eliminiert werden. Ulmer Forscher wollen ein neues Verfahren entwickeln, um „schlafende“ HI-Viren gezielt zu aktivieren und sie dadurch empfänglich für die Immunantwort und antivirale Wirkstoffe zu machen. Die VolkswagenStiftung unterstützt dieses ungewöhnliche Projekt im Rahmen der Förderinitiative „Experiment!“ mit 100 000 Euro.
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Medizin
Vitamin D senkt Insulinbedarf und verbessert HbAc bei Typ 1-Diabetes
Bogdanou et al. werteten Befunde von 39 Typ-1-Diabetespatienten aus, die in einer randomisierten Studie über 3 Monate mit 4.000 E/Tag Cholecalciferol (Vitamin D) oder Plazebo behandelt wurden (1). Das primäre Studienziel, eine Änderung der regulatorischen T-Zellen als Indikator für zugrundeliegende Immunvorgänge, wurde durch die Vitamin D-Gabe nicht erzielt, wenn auch die intraindividuellen Unterschiede bei den Männern (n=20) signifikant stärker waren als bei den Frauen (n= 19). Wohl aber wurde unter Vitamin D ein deutlicher Unterschied bei dem sekundären Studienziel, dem Insulinbedarf und dem HbA1c gefunden: Beide nahmen signifikant ab. Die C-Peptidspiegel stiegen bei 6 Patienten während der Verumphase an, bei diesen bestand ein Trend zu vermindertem Insulinbedarf.
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Gesundheitspolitik
Mit Zuckersteuer und Lebensmittel-Ampel gegen Adipositas
Übergewicht und Adipositas breiten sich unter der Bevölkerung in Deutschland unaufhaltsam aus. Normalgewichtige Erwachsene sind hierzulande längst in der Unterzahl. Unter zu vielen Pfunden leiden aber nicht nur Erwachsene, sondern auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Die Folgen des Phänomens sind für Jung und Alt schwerwiegend, denn Fettleibigkeit (Adipositas) ist ein Auslöser für Dutzende schwerer Erkrankungen.
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Gesundheitspolitik
Psychische Belastung am Arbeitsplatz ist allgegenwärtig
Arbeiten in Deutschland bedeutet für viele vor allem eines: Stress. So haben fast drei Viertel (71%) der Arbeitnehmer das Gefühl, im Arbeitsalltag größerer psychischer Belastung ausgesetzt zu sein, als gut für ihre Gesundheit ist. Fast die Hälfte (49%) klagt darüber, dass Stress ihre Leistungsfähigkeit einschränkt. Ebenso viele befürchten sogar, deshalb in einen Burnout zu geraten. Das ergab eine repräsentative Umfrage zur psychischen Belastung der Deutschen am Arbeitsplatz, die die Allianz zusammen mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS durchgeführt hat. In einem Interview wurden der Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari Fragen zum Stress im Job gestellt:
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Gesundheitspolitik
Arbeitsmedizin: Schlechte Haltung durch Smart Devices
Auch kleine Geräte können große Auswirkungen haben: ähnlich wie die traditionellen Computertechnologien beanspruchen auch Smartphone und Tablet-PC, sogenannte Smart Devices, das Muskel- und Skelettsystem. Bei intensiver Nutzung können statische Körperhaltung, häufige Bewegungswiederholungen und hohe Muskelaktivitäten auftreten, die den Bewegungsapparat belasten können. Zu diesem Ergebnis kommt die Übersichtsarbeit „Review zu physischer Beanspruchung bei der Nutzung von Smart Mobile Devices“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die jetzt veröffentlicht wurde.
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