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News | Beiträge ab Seite 281

Medizin

Darmkrebs zeigt bei Maus und Mensch übereinstimmende epigenetische Muster

Die epigenetische Untersuchung von Mäusen kann daher zur Früherkennung von Krebserkrankungen beim Menschen beitragen. Bei der Entstehung von Tumoren kommen Mutationen im Erbgut mit einer weiteren Art von Modifikationen zusammen, den epigenetische Veränderungen. So können bestimmte Abschnitte der Erbsubstanz DNA durch Anheften von kleinen chemischen Gruppen - sogenannten Methylgruppen - verändert und so Gene aktiviert oder stillgelegt werden. In welcher Reihenfolge diese Veränderungen im Laufe der Tumorentwicklung auftreten, war bisher ein Rätsel. Wissenschaftler vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik haben nun in jungen Darmtumoren von Mäusen ein Muster aus rund 13.000 epigenetischen Veränderungen identifiziert, in denen sich die Krebszellen von gesunden Zellen unterscheiden. Große Teile dieses Musters entdeckten sie auch in menschlichem Krebsgewebe, was Hoffnungen für neue Möglichkeiten in der Früherkennung weckt.

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Medizin

Hirnforschung: Erinnerungen kommen schneller als gedacht

Das Gehirn kann Erinnerungen schneller abrufen als bislang angenommen. Das hat ein Forscherteam um den Magdeburger Neurowissenschaftler Emrah Düzel bei einem Gedächtnistest mit 31 Probanden festgestellt. Diese sollten zuvor gezeigte Wörter identifizieren. Deutlich weniger als eine halbe Sekunde nach dem erneuten Erscheinen eines Begriffs setzte bei den Versuchsteilnehmern der Erinnerungsprozess ein. Bisherige Untersuchungen hatten auf eine längere Reaktionszeit hingedeutet. Die Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift „Current Biology“ erschienen.

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Gesundheitspolitik

Virtueller Seziertisch für Heidelberger Medizinstudenten

In den Präpariersälen des Instituts für Anatomie der Universität Heidelberg verhelfen jetzt zwei "Virtuelle Seziertische" Medizinstudenten zu einer besseren Orientierung im menschlichen Körper: Die High-Tech-Geräte der Firma Anatomage Inc. zeigen die lebensgroße, dreidimensionale Darstellung eines Menschen, die an beliebigen Stellen geschnitten und - anders als bei der realen Präparation - von allen Seiten betrachtet werden kann. Die verschiedenen Organe lassen sich isoliert oder mit anderen Strukturen zusammen darstellen. Die Medizinstudenten erhalten so, parallel zum Präparieren der Leichen, am tischgroßen, horizontalen Bildschirm einen hervorragenden Überblick über die Lage von Organen, Blutgefäßen oder Nervenfasern. Zum Einsatz kommen die virtuellen Seziertische als Ergänzung im Präparierkurs und bei Tutorien.

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Medizin

Diarrhö: Therapie mit hochdosierten Lactobazillen überzeugt Apotheker

Eine große Mehrheit der Apotheker wollen mit Probiotika wie Lacteol® die Krankheitsursachen einer Diarrhö behandeln - und nur rund 12% plädieren für eine rein symptomatische Therapie z. B. mit Motilitätshemmern wie Loperamid. Und die meisten Pharmazeuten sind überzeugt: Lacteol® ist sehr gut verträglich und  bildet einen effektiven Biofilm aus, der die Adhäsion pathogener Keime an der Darm-Mukosa hemmt. Aus diesen Gründen schnitt Lacteol® unter marktüblichen Antidiarrhoika am besten ab und wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich eine Umfrage des „Apotheken-Wirtschaftsdienstes“ (AWD), der 1200 Apotheken befragt hatte.

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Gesundheitspolitik

Film: „Vorsicht Operation“

In keinem Land der Welt werden so viele künstliche Knie- und Hüftgelenke eingesetzt und so viele Herzkranzgefäße aufgedehnt wie in Deutschland. Rückenoperationen werden hierzulande drei mal so häufig durchgeführt wie in England und doppelt so häufig wie in Frankreich. Rund 15 Millionen stationäre Eingriffe haben die Deutschen letztes Jahr hinter sich gebracht. Das tut weh. Den Patienten, aber auch den Krankenkassen, deren Ausgaben für Operationen jedes Jahr einen neuen Rekordwert erreichen.

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Gesundheitspolitik

Ernährungsmediziner: „Mit Armut etabliert sich versteckter Hunger in Deutschland“

Der Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz offenbart: Auch in Deutschland entwickelt sich wieder Armut. Oft unbemerkt, doch eng damit verbunden etabliert sich damit auch ein versteckter Hunger in Form von Fehl- und Mangelernährung, warnt der Ernährungsmediziner Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski von der Universität Hohenheim. "Der Tagessatz von Hartz IV für Ernährung reicht nicht aus, um ein Kind gut zu ernähren. Die Folgen tragen Menschen und Gesellschaft ein Leben lang. Der Wissenschaftler fordert deshalb unentgeltliches, hochwertiges Essen in Kindertagesstätten und Schulen.

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Gesundheitspolitik

Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung

Zur Diagnostik und Therapie komplexer, schwer therapierbarer Krankheiten, die eine spezielle Qualifikation, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie besondere Ausstattungen erfordern, wurde der neue Paragraph 116b SGB V im Rahmen des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes eingeführt. Er soll ein reibungsloseres Ineinandergreifen von stationärer und ambulanter Versorgung gewährleisten und schrittweise diese Sektoren verbinden. Auch wenn die Politik Druck macht, lassen sich die Detailfragen nicht in dem vorgegebenen Zeitfenster klären.

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Medizin

Hämoglobin-Spray zur Behandlung chronischer Wunden

Chronische Wunden sind ein echtes Sorgenkind der Medizin. Trotz guter Versorgung leben in Deutschland mehrere Millionen Menschen mit  chronischen Wunden, die zum Teil über Jahre oder gar Jahrzehnte  bestehen. Offenbar reichen bei vielen Patienten herkömmliche  Verfahren wie etwa die feuchte Wundbehandlung - der derzeitige  Goldstandard - nicht aus, um langfristig eine Besserung zu erreichen. Wie eine Studie der Dermatologischen  Klinik der Prager Karls-Universität zeigt, konnte das  Hämoglobin-Spray Granulox signifikante Behandlungserfolge im Vergleich zur Placebo-Gruppe erzielen. Bei der Studie handelte es  sich um eine monozentrische prospektive, kontrollierte, randomisierte einfach-verblindete Studie. Insgesamt 72 Patienten mit chronischem  Ulcus cruris, der im Durschnitt seit zwei Jahren bestand, wurden in  die Studie eingeschlossen - und in zwei Gruppen aufgeteilt.

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Medizin

Medikamentenüberdosis durch Grapefruits möglich

Eine halbe Grapefruit zum Frühstück ist nicht ratsam, wenn man bestimmte Medikamente einnimmt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Western Ontario. Die Interaktion zwischen Frucht und Medikamenten könnte zu einer ungewollten Überdosis führen. Das Team um David Bailey analysierte die Packungsbeilagen verschiedener Medikamente auf Hinweise nach möglichen Auswirkungen. Bailey fand heraus, dass es bei 85 Medikamenten bekannt ist, dass es zu Wechselwirkungen mit Grapefruits kommen kann. Bei 43 Mitteln kann es sogar zu schweren Nebenwirkungen kommen. Die Anzahl der betroffenen Medikamente ist seit 2008 durch die Einführung neuer Präparate um 24% angestiegen (und umfasst vor allem Tyrosinkinaseinhibitoren, Antibiotika, Statine, ACE-Hemmer und Immunsuppressiva, Anm. d. Red.).

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Medizin

Chronische Müdigkeit: Eisencarboxymaltose verbessert den Leistungsmangel und die Lebensqualität

Chronische Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen gehören zu den am häufigsten genannten Beschwerden in der gynäkologischen Praxis. Nicht selten verbirgt sich ein Eisenmangel hinter diesen Symptomen - selbst dann, wenn die Hämoglobinwerte noch im Normalbereich liegen. Frauen im geburtsfähigen Alter, Schwangere und Krebspatientinnen entwickeln besonders häufig einen Eisenmangel oder eine Eisenmangelanämie. In diesen Fällen sollte der Eisenstatus anhand des Serum-Ferritin-Wertes überprüft werden.

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Medizin

App zur Überwachung der Bluterkrankheit

Die Marburger Wirtschaftsinformatiker David Schmoldt und Dr. Andreas Rösch zeigen Mitte November gemeinsam mit ihrer Forschungsgruppe der Philipps-Universität Marburg, Dr. Wolfgang Mondorf vom Frankfurter Haemostas-Labor zur Diagnostik und Therapie von Gerinnungsstörungen sowie Dr. Hartmut Pollmann und PD Dr. Berthold Siegmund vom Münsteraner Institut für Thrombophilie und Hämostaseologie (ITH) eine Smartphone-App zur besseren Überwachung der Hämophilie.

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