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News | Beiträge ab Seite 292

Medizin

ESC 2013: Salzreduktion schützt vor Herzschwäche

Wer viel Kochsalz konsumiert, hat ein erhöhtes Risiko, eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu entwickeln. Das zeigt die Auswertung von Daten aus einer großen Bevölkerungsstudie, die von einer Kölner Forschergruppe auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam präsentiert wurden. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Reduktion der Natrium-Aufnahme von einem hohen auf ein moderates Niveau das Risiko, im späteren Leben eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, vermindern könnte“, fasste Studienautor PD Dr. Roman Pfister vom Herzzentrum der Universitätsklinik Köln zusammen.

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Medizin

GRIN2A-Mutation verantwortlich für häufige Epilepsie im Kindesalter

Einem Verbund aus zwei Forschungsnetzwerken, EuroEPINOMICS und IonNeurONet, ist es gelungen, das erste Krankheitsgen für idiopathische fokale Epilepsien zu identifizieren. Es handelt sich dabei um das Gen GRIN2A. Veränderungen des Gens führen zu Störungen der Funktion eines wichtigen Ionenkanals im Gehirn, der die elektrische Erregbarkeit von Nervenzellen beeinflusst. Dies kann vermehrte elektrische Entladungen im Gehirn und damit das Auftreten epileptischer Anfälle erklären. Die Studie erschien im internationalen Fachjournal Nature Genetics.

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Gesundheitspolitik

Nicht von Kasse abwimmeln lassen - Aufnahme schriftlich beantragen

Eine gesetzliche Krankenkasse darf sich nicht weigern, ein neues Mitglied aufzunehmen. Wollen gesetzlich Versicherter die Kasse wechseln, beantragen sie die Aufnahme in die neue Kasse am besten schriftlich. "Lassen Sie sich auf keine Diskussion ein", rät Stefan Palmowski von der Beratungsstelle Dortmund der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UDP). Das gelte insbesondere, wenn die neue Kasse bei einem ersten telefonischen Kontakt vor Aufnahme Gesundheitsfragen stelle oder die Aufnahme verzögern wolle.

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Gesundheitspolitik

Krankenkassen benachteiligen Alte und Kranke

Alte und kranke Menschen werden in der gesetzlichen Krankenversicherung immer wieder diskriminiert. Das geht aus dem jüngsten Tätigkeitsbericht des Bundesversicherungsamtes hervor, den die Aufsichtsbehörde im Internet veröffentlicht hat. Danach benachteiligen die Kassen Versicherte mit hohem Kostenrisiko oft schon bei der Anwerbung. Daneben habe es aber auch Versuche gegeben, Ältere oder Kranke aus der Kasse herauszudrängen, heißt es in dem Bericht, aus dem zuerst die "Frankfurter Rundschau" (Mittwoch) zitiert hatte.

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Medizin

Rheumatoide Arthritis: Biologika in der Zweitlinientherapie haben Nutzen/ Langzeitdaten und belastbare Direktvergleiche fehlen

Neun biotechnologisch hergestellte Arzneimittel für die Behandlung von Erwachsenen mit rheumatoider Arthritis, bei denen eine medikamentöse Vorbehandlung versagt hat, wurden vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht. Demnach gibt es für jeden der Wirkstoffe einen Beleg, einen Hinweis oder zumindest einen Anhaltspunkt für einen Nutzen in Bezug auf mindestens ein Zielkriterium. Zu diesem Ergebnis kommt der am 26. August 2013 veröffentlichte Abschlussbericht des IQWiG.

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Medizin

Forschung: Lymphknoten mit Ortsgedächtnis

Im menschlichen Immunsystem haben die regulatorischen T-Zellen (kurz „Tregs“) eine wichtige Aufgabe: Sie steuern die übrigen Immunzellen und vermitteln ihnen gewissermaßen eine „tolerante Haltung“ gegenüber körpereigenen Zellen und ungefährlichen Fremdkörpern. Wie Tregs überhaupt zu Tregs werden, war bislang nicht genau bekannt. Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig ist es nun in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gelungen, dies besser zu verstehen: Die Herkunft ist entscheidend - in einigen Lymphknoten entstehen mehr Tregs als in anderen.

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Gesundheitspolitik

Pathologen: „Innovationsfeindlichkeit der gesetzlichen Krankenversicherung?“

Es ist eine Grundsatzfrage, die den Bewertungsausschuss von  Krankenkassen und Ärzten künftig beschäftigen wird. Wie ist mit der  neuen molekularen Medizin umzugehen? Ein interner Streit über die  Abrechnungsfähigkeit der Genexpressionsanalyse führt zu einer  "Präzisierung" im EBM und de facto zu Leistungsausschlüssen für  gesetzlich versicherte Brustkrebspatientinnen. Ab 01.10.2013 wird im  EBM die bislang noch erlaubte Abrechnung von Genexpressionstests  nicht mehr möglich sein.

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Medizin

Arsen - möglicher Beifang im Heringsfilet

Durch Vulkanausbrüche, die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, aber auch durch das Grundwasser gelangt Arsen in die Umwelt und damit auch in die Nahrungskette. Doch wie groß ist die Gefährdung durch Arsen in Lebensmitteln wirklich? Werden die arsenhaltigen Verbindungen im menschlichen Körper aufgenommen und womöglich in giftigere Formen umgewandelt? Bisher wissen wir darüber sehr wenig. Um diesen Fragen nachzugehen, haben Chemiker der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig Heringsfilet auf den Arsengehalt und auf verschiedene Arsenverbindungen untersucht.

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Medizin

Umfrage: Jedem 2. KHK-Patienten fehlt das Nitro-Spray beim Angina pectoris-Anfall

54% der Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) haben kein Akut-Nitrat bei sich, um im Notfall ihren Angina pectoris-Anfall schnell und zuverlässig zu kupieren. Und bei jedem fünften KHK-Patienten war das Nitro-Spray bereits abgelaufen. Diese Versorgungslücke zeigte jetzt eine Umfrage der Firma Pohl-Boskamp bei 147 Patienten mit koronarer Herzkrankheit, an der sich acht Arztpraxen beteiligt hatten.

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Medizin

Nasse Wände, kranke Kinder: Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma bestätigt

Kinder, die unter feuchten Wohnbedingungen aufwachsen, haben ein vielfach erhöhtes Risiko, an Asthma, allergischem und nichtallergischem Schnupfen (Rhinitis) und atopischem Ekzem (Neurodermitis) zu erkranken.Das gilt sogar für Mädchen und Jungen, die - nach Angabe der Eltern - nur ihr erstes Lebensjahr in einer nassen Wohnung verbracht haben sowie für nichtallergische Kinder.

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Medizin

Patienten-Ratgeber „Aktiv leben mit ANCA-assoziierter Vaskulitis“

Ab sofort gibt es eine neue Informationsbroschüre für Patienten mit den ANCA-assoziierten Vaskulitis-Formen Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopische Polyangiitis (MPA). Die Symptome dieser seltenen Autoimmunerkrankungen sind facettenreich, meist unspezifisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. Viele Betroffene haben daher einen langen Leidensweg, bis die Krankheit erkannt wird. Eine umfassende Diagnostik und eine frühzeitige sowie konsequente Therapie und Betreuung durch spezialisierte Experten sind deshalb enorm wichtig. Der Ratgeber unterstützt Betroffene dabei, ihre Erkrankung besser zu verstehen und bietet eine wertvolle Hilfestellung für das Arzt-Patientengespräch.

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Medizin

Patienten-Ratgeber „Aktiv leben mit ANCA-assoziierter Vaskulitis“

Ab sofort gibt es eine neue Informationsbroschüre für Patienten mit den ANCA-assoziierten Vaskulitis-Formen Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopische Polyangiitis (MPA). Die Symptome dieser seltenen Autoimmunerkrankungen sind facettenreich, meist unspezifisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. Viele Betroffene haben daher einen langen Leidensweg, bis die Krankheit erkannt wird. Eine umfassende Diagnostik und eine frühzeitige sowie konsequente Therapie und Betreuung durch spezialisierte Experten sind deshalb enorm wichtig. Der Ratgeber unterstützt Betroffene dabei, ihre Erkrankung besser zu verstehen und bietet eine wertvolle Hilfestellung für das Arzt-Patientengespräch.

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Medizin

„Patientenatlas Schmerz“ - Aufklärung von Patienten als Basis für den Therapieerfolg

Ziel moderner Schmerztherapien ist es, die Qualität der Versorgung zum Nutzen der Patienten ständig zu verbessern. Ein wichtiger Eckpfeiler dabei ist vor allem die umfassende Aufklärung des Patienten über seine individuelle Schmerzerkrankung. Erst das Wissen darum macht letztlich eine gemeinsame systematische Planung der Behandlung möglich und bahnt damit den Therapieerfolg. Erstmals ist jetzt mit dem „Patientenatlas Schmerz“ eine umfassendes Kompendium erarbeitet worden, welches genau diesen Anforderungen gerecht wird: die Unterstützung der gemeinsamen Analyse der Schmerzsituation im Arzt-Patienten-Gespräch und die Erleichterung des Verständnisses der Patienten für ihre chronischen Beschwerden.

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Gesundheitspolitik

Wales führt Widerspruchsregelung bei Organspende ein

In Wales werden künftig alle gesunden Erwachsenen automatisch potenzielle Organspender sein - es sei denn, sie schließen das für sich ausdrücklich aus. Das Regionalparlament in Cardiff fasste am späten Dienstagabend einen entsprechenden Beschluss. Das neue Gesetz soll 2015 in Kraft treten. Bisher müssen Waliser - wie in Deutschland - per Organspendeausweis ausdrücklich ihren Willen zur Spende bekunden, ehe nach ihrem Hirntod ein Organ entnommen werden kann.

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Medizin

Lokale Hyperthermie: Konzept und Anwendung bei Herpes-simplex-Infektionen und Insektenstichen

Die lokale Applikation von konzentrierter Wärme ist ein neuartiger, nicht-medikamentöser Therapieansatz bei Herpes-simplex-Infektionen und  Insektenstichen. Mit dem Mikrochip-gesteuerten System Herpotherm® wurden in aktuellen Studien wie auch im Praxisalltag eine rasche Symptomreduktion und eine Verkürzung des Krankheitsverlaufs bei Herpes labialis und Herpes genitalis erreicht.  Das einfach anzuwendende Gerät generiert konzentrierte Wärme in einem Temperaturbereich von 50 bis 53°C. Auch bei Insektenstichen hat sich das System (bite away®) bei der Symptomlinderung und der Prävention allergisch-toxischer Verläufe bewährt. Im Rahmen der 47. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) erläutert Dr. Gerrit Schlippe, Münster, das Wirkprinzip der lokalen Hyperthermie-Behandlung mit dem Herpotherm®/bite away® und präsentierte aktuelle Studiendaten zu der noch relativ neuen Behandlungsmethode.

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Medizin

„Deutscher Anästhesiecongress 2013“: Human-Albumin neben Kristalloiden als einziges Kolloid zum Volumenersatz bei schwerer Sepsis oder septischem Schock empfohlen

Seit über 60 Jahren wird Human-Albumin im klinischen Alltag in verschiedenen intensivmedizinischen Bereichen eingesetzt - von der Volumensubstitution bei hypovolämischem Schock oder Sepsis bis hin zur Behandlung eines Aszites bei Patienten mit Leberzirrhose. Der nach wie vor hohe therapeutische Stellenwert des natürlichen Proteins zeigt sich insbesondere bei der Wiederherstellung des Plasmavolumens bei schwerer Sepsis, wo Human-Albumin deutliche Vorteile gegenüber künstlichen Kolloiden aufweist. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse aktueller Studien und dem Update der Surviving Sepsis Campaign Guidelines diskutierten führende Experten auf einem von CSL Behring veranstalteten Symposium im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin den Stellenwert von Humanalbumin bei Sepsis oder septischem Schock.

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