News | Beiträge ab Seite 96
Medizin
Morbus Crohn: Head-to-head-Vergleich zeigt Überlegenheit von Risankizumab gegenüber Ustekinumab
Die Phase-IIIb-Head-to-Head-Studie SEQUENCE untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Risankizumab gegenüber Ustekinumab bei Patient:innen mit mittelschwerem bis schwerem aktivem Morbus Crohn, die eine Intoleranz oder inadäquates Ansprechen auf mind. eine Anti-TNF-α-Therapie gezeigt hatten. In der Studie wurde Risankizumab 600 mg intravenös (i.v.) in Woche 0, 4 und 8 (Induktion) und 360 mg subkutan (s.c.) ab Woche 12 und alle 8 Wochen danach (Erhaltung) verabreicht. Ustekinumab erhielten die Patient:innen zu Woche 0 i.v. gewichtsadaptiert (Induktion) und 90 mg s.c. ab Woche 8 und und anschließend alle 8 Wochen (Erhaltung).
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Medizin
Geschlechterunterschiede in der Kardiologie – Weibliche Herzinfarkte zeigen sich anders
Die Healthcare Frauen e.V. (HCF) als Businessnetzwerk führender Managerinnen der Gesundheitsbranche rufen gemeinsam mit der Herz-Hirn-Allianz und weiteren Akteur:innen des Gesundheitswesens zum 2. Mal zum #GoRed Day auf. Am 2. Februar 2024 ist bundesweiter Tag der Frauenherzgesundheit. Ziel ist die Stärkung des politischen und öffentlichen Bewusstseins für Herzerkrankungen bei Frauen.
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Medizin
Narkolepsie – Pathophysiologie und Behandlung der seltenen neurologischen Erkrankung
Bei der neurologischen Erkrankung Narkolepsie ist die Schlaf-Wach-Regulation der Betroffenen gestört, was sich u.a. in einer übermäßigen Tagesschläfrigkeit (EDS) äußert, dem Leitsymptom der Narkolepsie. Sie zählt mit einer weltweit geschätzten Verbreitung von 0,025 bis 0,05% zu den seltenen Erkrankungen (1). Auf einem Symposium im Rahmen des 96. Kongresses der deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin diskutierten Experten:innen wichtige Aspekte der Erkrankung sowie deren Behandlung.
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Medizin
Kombinationstherapien bei Hochrisikopatient:innen mit COVID-19
Expert:innen des Zentrums für Integrierte Onkologie (CIO), Aachen/Bonn/Köln/Düsseldorf (ABCD) haben neue Erkenntnisse zu einer wirksamen Kombinationstherapie bei Hochrisikopatient:innen mit COVID-19 erlangt. Die Publikation ist in der Fachzeitschrift „Infection“ erschienen (1).
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Gesundheitspolitik
Lauterbach will Pharma-Produktion verstärkt nach Deutschland holen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will deutlich mehr Forschung für den verstärkten Kampf gegen Krebs, Infektionen und andere schwere Krankheiten nach Deutschland holen. Ein neues Medizinforschungsgesetz solle dazu noch vor Weihnachten auf den Weg kommen, sagte Lauterbach am Freitag in Berlin.
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Medizin
Einschränkung der Verordnungsfähigkeit für Topiramat bei Migräne
Aufgrund neuer Studiendaten und einer gemeinsamen Meldung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie der europäischen Arzneimittelagentur wurde der Stellenwert von Topiramat in der Migräneprophylaxe neu bewertet (1). Topiramat zeigt eine gute migräneprophylaktische Wirksamkeit und ist deshalb seit vielen Jahren in der Migräneprophylaxe etabliert und auch zugelassen.
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Medizin
Welt-AIDS-Tag 2023: Wird HIV in diesem Jahrzehnt besiegt?
In den reichen Ländern der Welt ist aus HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) längst statt einer tödlichen Infektion eine chronische Erkrankung geworden. Aber auch in Afrika, das lange als Sorgenkind galt, gibt es große Fortschritte – die HIV-Infektionen können besser kontrolliert werden, die Zahl der Erkrankten sinkt. Damit scheint ein Sieg im weltweiten Kampf gegen die Immunschwäche in Sicht.
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Medizin
Mukoviszidose: Dreifachtherapie zeigt langfristige Wirksamkeit und Sicherheit
Die Zwischenauswertung der ersten Langzeitstudie zeigt, dass die Therapie mit den 3 CFTR-Modulatoren Elexacaftor, Tezacaftor und Ivacaftor langfristig wirksam, sicher und gut verträglich ist. Über einen Zeitraum von knapp 3 Jahren wurde untersucht, wie sich die Behandlung auf die Patient:innen auswirkt. Die Studie ergab, dass sich sowohl die Lungenfunktion als auch die Atmung und der Ernährungszustand der Mukoviszidose-Patient:innen verbesserten, die die Kombination der 3 CFTR-Modulatoren über den Zeitraum von knapp 3 Jahren einnahmen (1). Die Behandlung erwies sich zudem als sicher und gut verträglich und es traten seltener Exazerbationen auf.
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Medizin
HIV-Prep: Zahl der Anwender:innen steigt
Nach Schätzungen haben sich vergangenes Jahr in Deutschland etwa 1.900 Menschen mit HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) angesteckt. Dass die Zahl nicht noch höher ausfällt, könnte mit einer relativ neuen Schutzmöglichkeit zu tun haben. Denn immer mehr Menschen in Deutschland nehmen laut Robert Koch-Institut (RKI) Medikamente zum Schutz vor einer HIV-Infektion. „Nach Schätzungen nutzten im September etwa 39.000 Menschen bundesweit die Präexpositionsprophylaxe“, sagte der beim RKI für das Thema zuständige Projektleiter Daniel Schmidt der Deutschen Presse-Agentur vor dem Welt-Aids-Tag, der am 01. Dezember 2023 stattfindet. Für Ende 2022 sei man von 32.000 Nutzenden ausgegangen, Ende 2020 von rund 19.000.
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Multiple Sklerose
Anti-CD20-Antikörper und Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor: Bewährte und neue Ansätze bei MS
Von Ocrelizumab zur Infusionsbehandlung können Patient:innen mit Multipler Sklerose (MS) bereits seit Jahren profitieren. Künftig könnte eine subkutane (s.c.) Injektion des B-Zell-gerichteten Behandlungsansatzes mehr Flexibilität eröffnen. Daneben zeichnen sich mit den Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitoren auch neue Entwicklungen ab.
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Gesundheitspolitik
Patient:innen sollen sich wieder telefonisch krankschreiben lassen können
Patientinnen und Patienten sollen sich bei leichteren Erkrankungen künftig generell telefonisch von ihrer Arztpraxis krankschreiben lassen können. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken will am 7. Dezember über eine Änderung der entsprechenden Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie entscheiden, wie aus der Tagesordnung des Ausschusses hervorgeht.
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Gesundheitspolitik
Cannabis: Legalisierung erst ab April 2024
Nach langen Verhandlungen und Terminverschiebungen wird es in Sachen Cannabis-Legalisierung nun konkret. Die Ampel-Koalition hat sich auf letzte Details ihres Gesetzes verständigt.
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Medizin
Depressionen bei jungen Menschen: Chatbot-App soll Versorgungslücke schließen
Das neuentwickelte, 3-monatige Programm iCAN (intelligente, Chatbot-assistierte ambulante Nachsorge) soll 13- bis 25-jährigen Menschen mit Depressionen helfen, nach einer Klinikbehandlung gut in den Alltag zurückzukehren. iCAN besteht aus einer Chatbot-App und Telefongesprächen mit Psycholog:innen. Die Wirksamkeit des iCAN-Programms wird seit Oktober 2023 in einer deutschlandweiten Studie überprüft. Es werden weiterhin Studienteilnehmende gesucht.
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Medizin
Atherosklerose: Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Entstehung von Plaques
Für ihre Arbeit über geschlechtsspezifische Unterschiede von Plaque-Strukturen erhält Dr. Lena Marie Seegers vom Universitätsklinikum Frankfurt, Medizinische Klinik 3: Kardiologie und Angiologie, den Wissenschaftspreis „Frauenherzen“ der Deutschen Herzstiftung. Der Preis ist 2023 erstmals gemeinsam mit der Projektgruppe „Frauen und Familie in der Kardiologie“ und der „Arbeitsgruppe Gendermedizin in der Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ausgeschrieben worden.
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COVID-19
COVID-19: Booster-Impfung mit aktualisierter Wirksamkeit
Auch wenn die Corona-Pandemie abgeklungen zu sein scheint, stellen neue Varianten des SARS-Corona-Virus-2 (SARS-CoV-2) für vulnerable Personen immer noch eine große Bedrohung dar. Zu ihnen zählen grundsätzlich alle Menschen im Alter über 60 Jahren und vor allem Patient:innen mit verschiedenen Grunderkrankungen und sich daraus ergebender verminderter Immunkompetenz sowie Personen unter immunmodulatorischer oder gar -suppressiver Therapie. Sie alle profitieren von einer Booster-Impfung, insbesondere dann, wenn auf einen aktualisierten COVID-19-Impfstoff zurückgegriffen wird, wie ihn der angepasste COVID-19-mRNA-Impfstoff SpikevaxTM XBB.1.5 darstellt.
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Gesundheitspolitik
Hausärzteverband fordert mehr Tempo bei telefonischer Krankschreibung
Angesichts steigender Infektionszahlen hat der Hausärzteverband eine schnellere Wiedereinführung der telefonischen Krankschreibung gefordert. Es sei nicht nachvollziehbar, dass dies noch nicht geschehen sei, sagte der Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Krankschreibung per Telefon wäre aus seiner Sicht schon in diesem Winter eine dringend notwendige Entlastung für die Hausarztpraxen gewesen.
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COPD
COPD und kardiale Komorbidität: Das unheilvolle Duo
Prof. Kathrin Kahnert, Germering, wies darauf hin, dass Patient:innen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) nur selten an dieser einen Erkrankung leiden. Besonders häufig besteht eine kardiale Komorbidität, die ein Treiber für ein erstes COPD-Ereignis ist, betonte sie auf einem virtuellen Presseroundtable. Die zum Welt-COPD-Tag am 15. November 2023 vorgestellte Leitlinie GOLD 2024 unterstreicht die Notwendigkeit, mögliche Komorbiditäten abzuklären und wann an eine Therapieeskalation gedacht werden sollte.
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Gesundheitspolitik
Bundesrat bremst Qualitäts-Atlas für die Krankenhäuser
Der Bundesrat hat einen staatlichen Online-Atlas zu Leistungen und Behandlungsqualität der Krankenhäuser in Deutschland vorerst ausgebremst. Der Bundesrat beschloss am Freitag, zu dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz der Ampel-Koalition den gemeinsamen Vermittlungsausschuss mit dem Parlament anzurufen.
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Medizin
Komplementerkrankungen: Neue Webseiten und Slam Poet Bleu Broode klären auf
Wer mit einer seltenen Erkrankung lebt, ist nicht nur mit den Krankheitssymptomen und den damit einhergehenden meist starken Beeinträchtigungen des alltäglichen Lebens konfrontiert. Patient:innen fühlen sich auch oft hilflos und allein gelassen. Denn obwohl insgesamt etwa 4 Millionen Menschen in Deutschland (rund 8%) mit einer seltenen Erkrankung leben, erkranken von 1 Million Menschen pro Jahr jeweils nur 2 bis 4 an den einzelnen Krankheiten. Da sie nur selten auftreten, sind sie nicht einfach zu erkennen und das Auffinden von Informationen für die Patient:innen kann erschwert sein.
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Medizin
MS: Reduktion von Memory-B-Zellen durch Cladribin ermöglicht Krankheitskontrolle
Erstmalig konnte anhand von Daten, die auf dem ACTRIMS-/ECTRIMS- und dem DGN-Kongress präsentiert wurden, ein Zusammenhang zwischen der Kontrolle der Krankheitsaktivität von Multipler Sklerose (MS) und der anhaltenden Reduktion von Memory-B-Zellen nach Einnahme von Cladribin-Tabletten gezeigt werden (1). Die gleichzeitige Rekonstitution der B-Zell-Subgruppen liefert eine Erklärung für den Erhalt der Immunkompetenz (2). Zusätzlich konnte beobachtet werden, dass Cladribin-Tabletten sNfL, einen Biomarker für neuroaxonale Schäden, nachhaltig reduzieren (3). Diese Ergebnisse erweitern das Verständnis zur Wirkweise von Cladribin-Tabletten und untermauern den besonderen Stellenwert des Therapeutikums innerhalb der verlaufsmodifizierenden MS-Therapien.
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