Journal MED

News | Beiträge ab Seite 100

Medizin

Weiterbildung zur Diabetesfachkraft

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) bietet ein neues Weiterbildungskonzept für Diabetesassistent:innen sowie Diabetesberater:innen an. Unter dem Begriff „Diabetesedukation DDG“ bricht die Fachgesellschaft alte, nicht mehr zeitgemäße Strukturen zugunsten eines modernen, flexiblen sowie modularen und inhaltlich vertiefenden Curriculums auf. Es soll den Kompetenzrahmen der Teilnehmenden erweitern und ihren aktuellen Bedürfnissen, aber auch denen der Arbeitgebenden und Menschen mit Diabetes, gerechter werden. Ziel ist es auch, unter den geänderten politischen Rahmenbedingungen die Anerkennung der Diabetesfachkräfte in der gesundheitspolitischen Landschaft zu festigen. Die erste Resonanz zeigt, dass Arbeitgebende und Kursteilnehmende das neue Angebot sehr gut annehmen.
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Gesundheitspolitik

Lauterbach: „Fahndung“ nach hohen Blutdruck- und Cholesterinwerten

Unerkannter Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel und weitere Risikofaktoren für Herzinfarkte und Schlaganfälle sollen künftig in Deutschland durch eine deutlich verbesserte Vorsorge früher erkannt und behandelt werden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte am Montag in Berlin an, in wenigen Wochen einen Gesetzentwurf dafür vorzulegen. Zuvor hatte der SPD-Politiker mit Ärzte-, Krankenkassen- und Apothekenvertretern darüber beraten.
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Praxismanagement

Schwere Hämophilie A: Entscheidungshilfe für Patient:innen

Die erste deutschsprachige Entscheidungshilfe für Patient:innen mit Hämophilie A und deren Angehörige steht ab sofort kostenfrei online zur Verfügung. Das evidenzbasierte Tool bietet laienverständliche Informationen und motiviert Betroffene, sich aktiv in Behandlungsentscheidungen einzubringen. Die Einbeziehung der Patient:innen in die Therapieentscheidung (Shared Decision Making) kann als patientenzentrierter Ansatz die Arzt-Patienten-Kommunikation während des Behandlungsprozesses fördern.
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Medizin

Atopische Dermatitis: Baricitinib jetzt auch bei Kindern und Jugendlichen ab 2 Jahren zugelassen

Die Europäische Kommission hat die bisherige, seit 2020 bestehende Zulassung des JAK-Inhibitors Baricitinib zur Behandlung Erwachsener (1) mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis um die Anwendung bei Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren erweitert.  Grundlage sind die Ergebnisse der Zulassungsstudie BREEZE-AD-PEDS, die die schnelle und starke Wirksamkeit auf Juckreiz und Hautläsionen zeigen (2). Hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit waren die Daten konsistent zur Erwachsenen-indikation. Über die Hälfte der jungen Patient:innen im Alter von 2 bis < 8 Jahren erreichte in Woche 16 einen EASI 75. Die Ergebnisse waren bereits ab Woche 2 signifikant gegenüber Placebo. Baricitinib ist der erste und bislang einzige JAK-Inhibitor mit einer Zulassung bei Kindern ab 2 Jahren.
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Medizin

Serotonin-Mangel als mögliche Ursache von Long-COVID

Ursache und Entwicklung langfristiger Auswirkungen einer COVID-19-Infektion sind bisher noch nicht geklärt. Eine aktuelle Studie wies bei anhaltenden Beschwerden nach COVID-19 erniedrigte Serotoninspiegel im Blut nach, die zu Störungen neurovegetativer Funktionen führen und somit einige der Kernsymptome von Long/Post COVID erklären könnten. Die Studie liefert eine plausible Hypothese, die verschiedene, bisher vermutete Pathomechanismen miteinander verbindet. Sie könnte womöglich auch die Entstehung anderer postviraler Syndrome erklären.
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Gesundheitspolitik

DGAI begrüßt G-BA-Beschluss zu intensivmedizinischen Zentren

Der Beschluss fiel am Ende einstimmig: Am 19. Oktober erweiterte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seine Zentrumsregelung und weist mit den Zentren für Intensivmedizin nun einen neuen Typus aus. Kliniken, die die Kriterien erfüllen, können demnach künftig finanzielle Zuschläge erhalten, wenn sie besondere Aufgaben wahrnehmen. Zu diesen zählen beispielsweise die Übernahme einer Mentorenfunktion für andere Kliniken durch regelmäßige fallunabhängige Qualitätszirkel, das Angebot von Fort- und Weiterbildungen für vernetzte Krankenhäuser sowie die Beratung anderer Krankenhäuser via telemedizinischer Fallkonferenzen und Visiten.
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Gesundheitspolitik

Kassenärzte fordern Sozialversicherungsbefreiung für Notdienste

Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts zur Sozialversicherungspflicht für den ärztlichen Notdienst sehen Kassenärzte und Patientenschützer die Bundesregierung gefragt. Ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sagte der „Augsburger Allgemeinen“, unabhängig von einer Prüfung des Urteils werde man auf das Bundessozialministerium „zugehen mit der dringenden Bitte, eine gesetzliche Regelung zu erarbeiten, die eine Befreiung von der Sozialversicherungspflicht zum Ziel hat“, kündigte der  Sprecher an. Nachdem in Baden-Württemberg wegen der Entscheidung Notfallpraxen schließen müssen, bestehe politischer Handlungsbedarf, sagte der Sprecher.
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Medizin

Hypertonietherapie: Bessere Adhärenz mit Fixkombinationen

Adhärenz ist der Schlüssel zur erfolgreichen antihypertensiven Therapie. Dies betont die European Society of Hypertension (ESH) in den „2023 ESH Guidelines for the Management of Arterial Hypertension“ und rät dazu, die blutdrucksenkende Behandlung direkt mit einer 2-fach-Fixkombination zu beginnen (1). Auf einem Symposium diskutierten Expert:innen den Stellenwert der Fixkombination aus Indapamid und Amlodipin (2) in der Hypertonietherapie.
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Medizin

Auffrischimpfung gegen COVID-19 in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V. (AGG), der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin e.V. (DGPM) sowie der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e.V. (DGPGM) eine Stellungnahme zur Auffrischungsimpfung gegen COVID-19 in der Schwangerschaft und Stillzeit veröffentlicht.
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Gesundheitspolitik

Lauterbach: Deutschland kann mit KI bei Krebsforschung an Weltspitze

Deutschland kann laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Zukunft ein weltweites Zentrum der Krebsforschung auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) werden. Die einheitliche Datenbasis und die Fülle der Informationen der Krankenkassen gebe es in dieser Form in anderen europäischen Ländern und auch in den USA nicht – in Verbindung mit den Möglichkeiten der elektronischen Patientenakte sehe er großes internationales Potenzial, sagte Lauterbach am Dienstag am Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ in Heidelberg.
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Gesundheitspolitik

EU-Kommission kündigt Verteilmechanismus gegen Medikamentenmangel an

Die EU-Staaten sollen sich bei akutem Medikamentenmangel öfter gegenseitig helfen können. Die EU-Kommission hat am Dienstag in Brüssel angekündigt, dass noch diesen Oktober ein freiwilliger Verteilmechanismus gestartet werden soll. Darüber soll ein Land seinen Bedarf an einem bestimmten Arzneimittel kundgeben und andere Mitgliedstaaten daraufhin Medikamente aus ihren Beständen abgeben können. Zudem schlägt die EU-Kommission vor, dass wie bei der Corona-Impfstoffbeschaffung die EU-Staaten gemeinsam Medikamente einkaufen.
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Medizin

Multiple Sklerose: Langfristige Progressionsverzögerung mit Ocrelizumab

Beim diesjährigen Kongress der European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) in Mailand wurden Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten von Ocrelizumab bei der schubförmigen Multiplen Sklerose (RMS) als auch bei früher primär progredienter MS (PPMS) aus nunmehr 10 Jahren präsentiert (1, 2). Zusammen mit aktuellen Real-World-Daten, welche die langjährige Erfahrung mit dem Anti-CD20-Antikörper in Klinik und Praxis wiederspiegeln, heben die Ergebnisse die Bedeutung von Ocrelizumab für die Verlangsamung der Behinderungsprogression und den Erhalt der Mobilität bei MS hervor (3, 4).
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Gesundheitspolitik

Lauterbach kündigt Erleichterungen bei Kinderkrankengeld an

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat Erleichterungen für Eltern beim Kinderkrankengeld angekündigt. „Wir setzen durch, dass Eltern nicht mehr am ersten Tag, an dem das Kind krank ist, zum Arzt laufen müssen, um das Kinderkrankengeld in Anspruch zu nehmen“, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“. Das sei unsinnige Bürokratie. „Wir können den Eltern da vertrauen. Erst ab dem 4. Krankheitstag wird der Arztbesuch notwendig.“ Die Änderung solle „am besten noch in dieser Winter-Erkältungssaison“ gelten.
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Gesundheitspolitik

Ärzte, Zahnärzte und Apotheken richten „Notruf“ an Kanzler

Die Verbände von Ärzten, Zahnärzten und Apotheken haben der Bundesregierung eine Gefährdung der Vor-Ort-Versorgung vorgeworfen und fordern dringend bessere Bedingungen. Die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening, sprach von einem „Notruf“ der freien Heilberufe. Diese seien fester Bestandteil lokaler Infrastruktur und Garant für den sozialen Frieden.
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