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Medizin | Beiträge ab Seite 175

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Mikrobiom-Modulation: Neue Therapiekonzepte bei Darmerkrankungen

Das intestinale Mikrobiom trägt nicht nur zur Aufrechterhaltung der Darmbarriere und Funktionalität des Immunsystems bei, sondern beeinflusst über die Darm-Hirn-Achse emotionale und kognitive Prozesse im Hirn (1-4). Das Wissen um die Wechselbeziehung zwischen Mikrobiotika und Wirt und die klinischen Folgen wächst exponentiell. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass eine geringe Diversität und Verschiebungen im Verhältnis der Bakterienstämme zueinander zur pathologischen Entwicklung einer Vielzahl von Erkrankungen führen können (5). Die hohe Relevanz einer Modulation des Mikrobioms als Ansatzpunkt zukünftiger Therapien erörterten Experten im Rahmen eines Symposiums. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass mikrobiologische Präparate zur Symptomreduktion und zum Remissionserhalt bei Darmerkrankungen beitragen und den teilweise enormen Leidensdruck lindern können.
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Effektive Therapie funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen mit Phytopharmaka

Hypo- und Hypermotilität, Entzündungsprozesse, säurebedingte Auswirkungen oder Hypersensibilität sind Funktionsstörungen des Magen-Darm-Trakts, die sich bei den Betroffenen mit entsprechenden Symptomen wie Krämpfen, Schmerzen, Völlegefühl und Sodbrennen äußern. Durch eine pflanzliche Therapie aus Iberis amara und acht weiteren Heilpflanzen, welche gleichzeitig an mehreren Stellen wirken, kann die komplexe Symptomatik effektiv, sicher und schnell aufgefangen werden.
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Auch schlanke Menschen können ein hohes Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen haben

Fast jeder 5. schlanke Mensch hat ein erhöhtes Risiko, an Diabetes sowie Herzkreislauferkrankungen zu erkranken. Die Betroffenen haben eine Fehlfunktion bei der Fettspeicherung, sodass sie kaum Fett am Oberschenkel anlagern. Das zeigen Untersuchungen von Tübinger Forscherinnen und Forschern des Deutschen Zentrum für Diabetesforschung und des Helmholtz Zentrums München.

 
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Fettgewebe – Neuropeptid-Hormon hemmt Entzündungsreaktion von Makrophagen

Bei starkem Übergewicht oder Fettleibigkeit kommt es im Körper zu gewebeschädigenden Entzündungsreaktionen, die den Körper auf Dauer schädigen und Folgeerkrankungen auslösen könnten, wie Diabetes Typ 2 oder Atherosklerose. Wissenschaftler der Universität Ulm haben nun herausgefunden, dass das Hormon Neuropeptid FF Fettgewebs-Makrophagen davon abhalten kann, solche gewebeschädigenden Entzündungen hervorzurufen.
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Bei unklarer linksventrikulärer Hypertrophie an Morbus Fabry denken

Morbus Fabry manifestiert sich häufig kardial: Mehr als 50% aller Betroffenen haben eine Herzbeteiligung (1). Am häufigsten wird eine konzentrische linksventrikuläre Hypertrophie (LVH) beobachtet (1). „Bei einer unklaren linksventrikulären Hypertrophie oder einem prominenten Papillarmuskel sollte auch Morbus Fabry als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden“, betonte Prof. Thomas Thum, Hannover, auf einem Symposium von Sanofi-Genzyme im Rahmen der 83. DGK*-Jahrestagung (2). Einer aktuell veröffentlichten Studie nach kann zudem der Einsatz der Speckle-Strain-Bildgebung** dem Morbus Fabry auf die Spur kommen: Von der Herzbasis zur Herzspitze zeigte sich ein Verlust des zirkumferentiellen Strain (Deformations)-Gradienten, das von den Autoren als Fabry-typisches linksventrikuläres Deformationsmuster bewertet wird (3). „Fabry-verdächtige“ kardiologische Befunde sind zudem eine Fibrose in der posterolateralen Wand, eine ungeklärte linksventrikuläre Hypertrophie und ein hypertropher Papillarmuskel (1,4). „Bei solchen Anzeichen sollten Ärzte aufmerksam werden und an Morbus Fabry denken, um keine weitere Zeit bis zur Diagnose zu verlieren“, forderte Dr. Johannes Krämer, Ulm (2). Frühzeitig eingesetzt kann eine kausale Enzymersatztherapie, zum Beispiel mit Agalsidase beta (Fabrazyme®) (5), helfen, irreversible Organschäden zu verhindern.
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Relevante Forschungsprojekte gesucht – Förderausschreibung des Mukoviszidose e.V.

Der Mukoviszidose e.V. hat die Förderung neuer Projekte ausgeschrieben: Bis zum 16. Juli 2017 haben Forscher und Kliniker aus Arbeitsgruppen, die in Deutschland ansässig sind, die Gelegenheit, sich mit einem Kurzantrag für bis zu 200.000 Euro pro Einzelprojekt oder 20.000 Euro pro Kleinprojekt zu bewerben. Auch Nachwuchswissenschaftler im Bereich Mukoviszidose sind dazu aufgerufen, ihre Projektideen einzureichen. Generelle Voraussetzung für eine Förderung durch den Mukoviszidose e.V.: Die Forschungsprojekte müssen eine Relevanz für die Behandlung oder Erforschung der Mukoviszidose aufweisen.
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EU fördert mit ESIT-Programm interdisziplinäre Tinnitus-Forschung

In Europa leiden rund 42 Millionen Menschen unter chronischem Tinnitus. Die störenden Ohrgeräusche führen bei vielen Betroffenen zu einer nachhaltigen Einschränkung ihrer Lebensqualität. Eine allgemein wirksame Behandlungsmethode für das sehr individuelle Krankheitsbild gibt es bisher nicht. Gleichzeitig wächst die Zahl der Betroffenen stetig, bis 2050 könnte sie sich bei gleichbleibender Entwicklung verdoppeln. Die Notwendigkeit, Tinnitus als Forschungsgegenstand voranzutreiben und interdisziplinär an neuen Konzepten und einer gemeinsamen Datenbasis zu arbeiten, ist groß. Die EU stellt nun im Rahmen ihres Forschungs- und Entwicklungsprogramms „Horizon 2020“ 3,8 Mio. Euro für die „European School for Interdisciplinary Tinnitus Research“ (ESIT) zur Verfügung, um systematisch und interdisziplinär Daten zu erheben, neue Behandlungsmethoden zu erforschen und die Ausbildung von 15 Nachwuchswissenschaftlern voranzutreiben. Dabei sollen neue Forschungsmethoden eingesetzt, erste genetische Studien zu Tinnitus durchgeführt und der größte pan-europäische Tinnitus-Datensatz aufgebaut werden. Ziel ist es, so die Grundlagen für eine individualisierte und evidenzbasierte Tinnitusbehandlung zu schaffen.
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Hysterektomie oft unnötig – Goldnetz-Methode als Alternative

Die Hysterektomie gehört weltweit zu den häufigsten gynäkologischen Eingriffen. Laut Ergebnissen der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) des Robert Koch-Instituts wurde sie in Deutschland in den vergangenen Jahren bei etwa jeder sechsten Frau im Alter von 18 bis 79 Jahren durchgeführt. Bei fast der Hälfte fand die Operation im Alter von 40 bis 49 Jahren statt. Ein häufiger Grund für eine Gebärmutterentfernung in diesem Alter sind starke und schmerzhafte Regelblutungen. Doch ist dieser radikale Eingriff häufig nicht nötig. Denn es gibt eine sanfte und schonende Alternative, die vielen Frauen die belastende Gebärmutterentfernung ersparen kann: die Goldnetz-Methode.
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Körperliche Aktivität plus medikamentöse Therapie lindert COPD-Symptome

„Eine Einkaufstasche schaff´ ich vielleicht noch, aber sobald ich in der Wohnung bin, ist für mich erst mal eine Atempause angesagt“ – ist nur ein Beispiel aus dem Alltag vieler COPD-Patienten, denen Prof. Dr. Michael Dreher, Universitätsklinik RWTH Aachen, und Dr. Marc Spielmanns, St. Remigius-Krankenhaus Leverkusen-Opladen, begegnen. Auf der Pressekonferenz „1, 2 oder 3 - mit Spiolto® Respimat® voll dabei!“ im Rahmen des 58. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) in Stuttgart betonten die beiden Pneumologen die Bedeutung einer effizienten medikamentösen Therapie und körperlicher Aktivität als zentrale Elemente der Behandlung symptomatisch instabiler COPD-Patienten. Laut aktuellem GOLD-Positionspapier (Global Initiative for Chronic Obstructive Pulmonary Disease) sind LAMA/LABA (wie Spiolto® Respimat®) eine bevorzugte Dauertherapie für die große Mehrheit der symptomatischen COPD-Patienten (GOLD-Stadien B bis D) (1).
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