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Medizin | Beiträge ab Seite 58

Medizin
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Weiteres FSME-Rekordjahr: RKI meldet 2024 zweithöchsten Stand von FSME-Fällen

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist für 2024 bisher 588 Fälle der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aus (1). Im Vergleich zu den Vorjahren wurde damit der zweithöchste Stand von FSME-Fällen seit Beginn der Aufzeichnungen gemeldet; nur im Jahr 2020 wurden mehr Infektionen übermittelt (1). Die hohen Fallzahlen verdeutlichen die Dringlichkeit der Impfung gegen FSME, die Patient:innen vor der potenziell folgenschweren Erkrankung schützen kann. Die Herbst- und Wintermonate sind der ideale Zeitpunkt für die Grundimmunisierung. So können Patient:innen zur nächsten Zeckensaison ausreichend geschützt werden. Für einen längerfristigen Schutz sollten zudem bereits begonnene Impfserien jetzt abgeschlossen werden.

 
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Medizin
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Risankizumab bei Colitis ulcerosa – vielversprechende Ergebnisse bei klinischer Remission und Mukosaheilung

Anlässlich des Kongresses Viszeralmedizin 2024 präsentierten Expertinnen die neuen Zulassungsdaten von Risankizumab bei mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa bei Erwachsenen. Mit der Zulassungserweiterung des selektiven IL-23-Inhibitors können neben Patient:innen mit Morbus Crohn jetzt auch Patient:innen mit Colitis ulcerosa von einer frühen Symptomverbesserung und Mukosaheilung (endoskopische Verbesserunga) profitieren. Risankizumab erreichte in den Zulassungsstudien bei Colitis ulcerosa den primären Endpunkt der klinischen Remission (gemäß adaptiertem Mayo-Score) sowie wichtige sekundäre Endpunkte, darunter die Mukosaheilung.
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Medizin
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STIKO empfiehlt nun auch MF-59-adjuvantierten Influenza-Impfstoff zur Grippeimpfung für Personen ab 60 Jahren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine neue Empfehlung zur Grippeimpfung für Personen ab 60 Jahren veröffentlicht (1). Empfohlen wird entweder die Verwendung eines MF-59-adjuvantierten Influenza-Impfstoffs oder eines inaktivierten Hochdosis-Impfstoffs (1). Durch den Einsatz eines der beiden Impfstoffe ist gemäß der Bewertung der STIKO eine im Vergleich zum Standardimpfstoff verbesserte Wirksamkeit zur Verhinderung von Influenza-Erkrankungen in dieser Altersgruppe möglich. Die STIKO-Empfehlung basiert auf einer aktualisierten Auswertung einer im April 2024 veröffentlichten systematischen Literaturübersicht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sowie auf einer ergänzenden Literatursuche durch die STIKO- Geschäftsstelle (2).
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Medizin
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Interimsdaten der DELPHIN-Studie zur Plaque-Psoriasis: Deucravacitinib reduziert PASI und verbessert Lebensqualität

Auf dem 33. Kongress der European Academy of Dermatology & Venereology (EADV) wurden erste Interimsdaten aus der nicht-interventionellen Beobachtungsstudie DELPHIN vorgestellt. Die Studie untersucht Real-World-Daten zur Wirksamkeit eines oralen Tyrosinkinase-2-Inhibitors und dessen Einfluss auf die Lebensqualität bei Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis über 5 Jahre an etwa 100 Zentren in Deutschland.
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Medizin
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Benralizumab in der EU für eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) zugelassen

In der Europäischen Union (EU) wurde Benralizumab als Add-on-Therapie für erwachsene Patient:innen mit rezidivierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) zugelassen. EGPA ist eine seltene, immunvermittelte Vaskulitis, die ohne Behandlung schwerwiegende Organerkrankungen verursachen kann (1, 2). Grundlage für die Zulassung war die MANDARA-Studie.
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Medizin
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Umfrage: Wie können Patient:innen mit CKD besser versorgt werden?

Aktuelle Real-World-Daten der InspeCKD-Studie offenbaren erhebliche Defizite in der Prävention und Versorgung der chronischen Nierenkrankheit (CKD) in Deutschland: Risikogruppen werden nicht ausreichend gescreent, die Diagnose zu häufig nicht oder zu spät gestellt und eine leitlinienkonforme Therapie zu wenig initiiert. Welche Hürden einer verbesserten Versorgung im Wege stehen und welche Lösungsansätze sinnvoll wären, um in der hausärztlichen Praxis optimierte Rahmenbedingungen für die Früherkennung und zeitnahe Therapie der CKD zu schaffen, zeigt nun eine aktuelle Umfrage unter Hausärzt:innen.
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Medizin
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Magen-Darm-Tag 2024 der Gastro-Liga am 2. November

Reizmagen und Reizdarm: Was Betroffene über Ursachen, Untersuchungen und Behandlung wissen sollten

Die Gastro-Liga e. V. richtete am Samstag, 2. November 2024, den Magen-Darm-Tag 2024 aus. Im Fokus des aufklärenden Aktionstages standen die Volkskrankheiten Reizmagen und Reizdarm. Betroffene und Interessierte konnten sich bundesweit bei Vorträgen, in Webinaren und bei Telefonaktionen über das Themenspektrum der Krankheitsbilder Reizmagen und Reizdarm informieren. Unter dem Motto „Volkskrankheiten – Reizmagen und Reizdarm“ beantworteten gastroenterologische Expert:innen Fragen zu diesen beiden Erkrankungen.

 
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Medizin
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Phase-III-Studie bestätigt Wirksamkeit von Dapirolizumab Pegol als Zusatztherapie bei SLE

Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie PHOENYCS GO zeigen, dass Dapirolizumab Pegol, ein Anti-CD40L-Wirkstoff ohne Fc-Region, bei der Behandlung von mittelschwerem bis schwerem systemischem Lupus erythematodes (SLE) den primären Endpunkt erreicht hat. In Kombination mit der Standardbehandlung führte das Medikament zu einer signifikanten Verbesserung der Krankheitsaktivität nach 48 Wochen im Vergleich zu Placebo. Zusätzlich wurden klinische Verbesserungen bei wichtigen sekundären Endpunkten zur Krankheitsaktivität und Häufigkeit von Krankheitsschüben beobachtet.
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Medizin
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Blutbildende Stammzellen: Warum werden schwangere Frauen nicht anämisch?

Nicht alle Gene im Körper sind dauerhaft angeschaltet, viele bleiben stillgelegt, bis sie durch verschiedene Prozesse aktiviert werden. Auslöser können äußere Einflüsse wie der Lebensstil sein, aber auch Erkrankungen und deren Behandlungen. Ein aktuelles Beispiel sind die blutbildenden Stammzellen im Knochenmark. Sie werden erst aktiviert, wenn der Organismus vermehrt rote Blutkörperchen aufbaut, beispielsweise während einer Schwangerschaft oder nach einem größeren Blutverlust. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der University of Texas (USA) zeigen in ihrer kürzlich in „Science" veröffentlichten Studie (1), dass genetische Elemente, sogenannte Retrotransposons, für die Aktivierung der blutbildenden Stammzellen zuständig sind.
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Infektiologie
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Cytomegalie-Virus-Prophylaxe: Besser 200 Tage mit Letermovir

Empfänger:innen von Transplantaten sind extrem anfällig für Infektionen, mit einer Mortalitätsrate von etwa 20%. Das Cytomegalie-Virus (CMV) ist weit verbreitet und betrifft rund 80% der Bevölkerung. Bei immungeschwächten Personen kann es schwerwiegende Erkrankungen wie Enzephalitis, Pneumonitis, Kolitis, Myokarditis und Hepatitis hervorrufen. Daher ist die CMV-Prophylaxe mit Letermovir nach einer Transplantation besonders wichtig, da die Substanz die CMV-Infektionsraten innerhalb der ersten 100 Tage signifikant senken kann. Die Erweiterung der Prophylaxe auf 200 Tage könnte zudem sinnvoll sein, wie Dr. Elisa Sala, Ulm, auf dem 9th Congress on Controversies in Stem Cell Transplantation and Cellular Therapies (COSTEM) in Berlin erläuterte.
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Schmerzmedizin
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Starke chronische Tumor-assoziierte Schmerzen: Intrathekale Analgesie als Ergänzung zur Standardtherapie

Bei 5% bis zu 10% der von starken Schmerzen betroffenen Tumor-Patient:innen reichen selbst hochpotente Analgetika nicht zur Schmerzkontrolle aus. Bei ihnen kommen interventionelle Techniken wie die intrathekale Analgesie (ITA) infrage. Mit dem Wirkstoff Ziconotid, einem N-Typ-Kalziumkanalblocker, steht dafür auch eine Alternative zu Morphin zur Verfügung.
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Medizin
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Im Tiermodell: Forschenden gelingt Umwandlung von nicht-neuronalen Zellen zu Nervenzellen im Gehirn

Einem Forschungsteam der Universitätsmedizin Mainz ist es in Zusammenarbeit mit dem King’s College London gelungen, nicht-neuronale Zellen direkt im Gehirn in Nervenzellen mit spezifischen funktionellen Eigenschaften umzuwandeln (1). Die im Tiermodell gewonnenen Erkenntnisse zur zellulären Umprogrammierung im Gehirn könnten eine wichtige Rolle für die Entwicklung neuer Behandlungsansätze bei neurologischen und neuropsychiatrischen Erkrankungen einnehmen.
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Medizin
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Post-COVID im Fokus: DZPG startet Forschungsprojekt FEDORA zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie

Langzeitfolgen nach einer SARS-CoV-2-Infektion betreffen zwischen 5% und 10% der Infizierten, und rund 0,5% entwickeln die schwerwiegendere postvirale Multisystemerkrankung ME/CFS („Chronic Fatigue Syndrome“). Die Post-COVID-Conditions (PCC) sind mittlerweile als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt, doch viele Betroffene kämpfen weiterhin mit Stigmatisierung und Falschdiagnosen. Nun startet das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt FEDORA („Federated network modeling of ecological complex dynamical patterns in post covid“), um Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für PCC zu verbessern und ein umfassendes Verständnis der komplexen Erkrankung zu entwickeln.
 
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