Dienstag, 9. März 2021
Navigation öffnen

Patientenbereich

Pflegende können sich ab sofort zur Diabetes-Weiterbildung anmelden

13. Juni 2018 Diabetes – eine unterschätzte Herausforderung in der Pflege

Die stetig steigende Zahl an pflegebedürftigen Menschen mit Diabetes stellt eine wachsende Herausforderung dar. Mit dem Kompaktkurs „Basisqualifikation Diabetes Pflege DDG“ bietet die DDG praktische Hilfe und vermittelt Sicherheit bei der Pflege von Patienten mit Diabetes. Von der DDG qualifizierte Trainer bieten diese Kurse überregional an. Eine Liste der Trainer ist auf der Website abrufbar. Die Trainerteams verfügen sowohl über diabetologisch-ärztliche als auch über Diabetes beratende und pflegerische Qualifikationen. Die Fortbildung für Pflegende umfasst 16 Stunden und kostet 275 Euro. Vermittelt werden vor allem Kompetenzen, um die Pflegeanamnese und die Pflege- bzw. Maßnahmenplanung diabetesbezogen zu erheben bzw. zu gestalten. Zudem geht es darum, Notfälle, Komplikationen und Folgeerkrankungen im Zusammenhang mit einer Diabeteserkrankung zu vermeiden bzw. zu minimieren.
Anzeige:
Eigenwerbung
 
Mit dem neuen Kompaktkurs reagiert die DDG auf einen wachsenden Bedarf – jedes Jahr erkranken etwa 270.000 Menschen in Deutschland neu an Diabetes Typ 2, schätzungsweise 500.000 Heimbewohner sind von der Stoffwechselstörung betroffen. Hinzu kommen jährlich zwei Millionen Menschen, die sich in Kliniken wegen anderer Krankheiten behandeln lassen und zusätzlich an einem Diabetes leiden. Und auch in der ambulanten Pflege spielt der Diabetes eine bedeutende Rolle. „Diabetes wird damit für viele Pflegende zu einer zusätzlichen Herausforderung“, stellt DDG-Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland fest.
 
Durch das neue Angebot erwerben die Pflegenden Kenntnisse und Kompetenzen für die Bewältigung dieser Aufgabe. „Die Trainer vermitteln Wissen über Therapie, Folgen und Begleiterscheinungen des Diabetes“, so Dr. med. Jürgen Wernecke, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Geriatrie und Pflege der DDG. Ziel der Fortbildung ist es, die Zahl der Notfälle, aber auch Krankenhauseinweisungen und -aufenthaltsdauer zu reduzieren, das Entlassungsmanagement sowie die Kommunikation zwischen Pflegenden und Ärzten zu verbessern. „Bei den Bewohnern von Altenheimen ist darüber hinaus die Vermeidung von Unterzuckerungen sehr wichtig“, betont Wernecke. „Andernfalls drohen gefährliche Stürze, Herzrhythmusstörungen und das Fortschreiten einer Demenz.“
 
Zielgruppe des Kompaktkurses sind examinierte Pfleger und Pflegerinnen aus allen Versorgungssettings. Die Trainerteams haben ein spezielles Seminarprogramm der DDG durchlaufen. Die Anmeldungen erfolgen direkt über die Seminaranbieter. Auf der DDG-Webseite finden sich eine Liste aller Trainer und Trainerinnen, gelistet nach Postleitzahlen, sowie die aktuellen Seminartermine. Bei Bedarf können weitere Termine vereinbart werden. Die DDG-Geschäftsstelle steht für Fragen zur Basisqualifikation Diabetes Pflege DDG ebenfalls zur Verfügung.
 
Informationen zum Kurs „Basisqualifikation Diabetes Pflege“:
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/weiterbildung/basisqualifikation-diabetes-pflege-ddg/fuer-pflegende-basisqualifikation-diabetes-pflege-ddg.html
 
Liste: Trainerpool „Basisqualifikation Diabetes Pflege“:
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/weiterbildung/basisqualifikation-diabetes-pflege-ddg/trainerpool.html
 
Vertiefende Weiterbildungsmöglichkeiten für den Bereich Pflege bietet die DDG mit der Diabetes-Pflegefachkraft Klinik oder Langzeit ebenfalls an. Die Weiterbildungen qualifizieren für die Funktion eines Multiplikators/Beauftragten, um die Pflegequalität speziell für Menschen mit Diabetes mellitus in dem jeweiligen Setting sicher zu stellen und weiter zu entwickeln.
 
Diabetes-Pflegefachkraft Klinik https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/weiterbildung/diabetes-pflegefachkraft-ddg-klinik.html
 
Diabetes-Pflegefachkraft Langzeit https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/weiterbildung/diabetes-pflegefachkraft-ddg-langzeit.html

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)


Anzeige:
Eigenwerbung
 

Weitere Beiträge zum Thema

Neue Richtlinien für die sogenannte 24-Stunden-Pflege

Neue Richtlinien für die sogenannte 24-Stunden-Pflege
© Küffel, Markus

Schätzungsweise 600.000 osteuropäische Betreuungskräfte arbeiten in Deutschland in der sogenannten 24-Stunden-Pflege und leben im Haushalt des Pflegebedürftigen. Experten sind sich einig, dass sie bei über 4,1 Millionen Pflegebedürftigen und bestehendem Pflegekräftemangel unverzichtbar sind. Die Wichtigkeit und Unverzichtbarkeit dieser Betreuungsdienstleistung hat die Corona-Krise nochmals ganz deutlich gezeigt. Trotz dieser Erkenntnisse ist diese Branche gesetzlich noch größtenteils unreguliert.

Kassen-Experten: Demenzkranke öfter ohne Medikamente pflegen

Kassen-Experten: Demenzkranke öfter ohne Medikamente pflegen
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Bei der Pflege demenzkranker Menschen sollten aus Sicht von Experten der Krankenkassen Alternativen zu Medikamenten eine größere Rolle spielen. Es gebe eine Vielzahl anderer Verfahren wie Training von Alltagstätigkeiten, Übungen zum Gestalten von Beziehungen oder körperliche Aktivierung, teilte der Medizinische Dienst der gesetzlichen Kassen in Berlin mit. Dabei müsse man sich im Klaren sein, dass dies personal- und zeitintensiv sei und Folgen für die Personalbemessung und die Besetzung habe.

Pflege: „24-Stunden-Betreuung“ nicht wörtlich verstehen

Pflege: „24-Stunden-Betreuung“ nicht wörtlich verstehen
© Halfpoint - stock.adobe.com

Auch wenn es so klingt: Bei Angeboten einer „24-Stunden-Betreuung“ zu Hause kann die Pflegekraft nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Es gilt das Arbeitszeitgesetz, erklärt die Verbraucherzentrale Berlin. Somit sei ein Arbeitstag in der Regel nach maximal 10 Stunden zuzüglich Pause vorbei, auch wenn die Pflegekraft mit im Haus wohnt. Wer tatsächlich auf 24 Stunden Betreuung Wert legt, muss für die Ruhe- und Pausenzeiten der Pflegekraft genügend Ersatz einplanen.

Umgang mit Alzheimer-Patienten: Feste Abläufe helfen Patienten und Angehörigen

Umgang mit Alzheimer-Patienten: Feste Abläufe helfen Patienten und Angehörigen
© Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Bei der Alzheimer-Krankheit ist bereits in einem frühen Stadium das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Deshalb hilft den Patienten das Festhalten an bekannten Handlungsroutinen und Abläufen. Das empfiehlt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihrem kostenlosen Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“, der unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0 oder www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer bestellt werden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Schlaflose Nächte und grüner Star gehen oft Hand in Hand

Schlaflose Nächte und grüner Star gehen oft Hand in Hand
© HQUALITY - stock.adobe.com

Menschen, die an der Augenerkrankung grüner Star (Glaukom) leiden, sind häufig auch von Schlafstörungen betroffen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass verschiedene Probleme beim Ein- oder Durchschlafen mit einem grünen Star verbunden sind1. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Schlafstörungen entweder ein Risikofaktor für das Glaukom oder eine Folge dessen sein könnten. Die DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft erinnert vor diesem Hintergrund daran, dass der grüne Star nur durch eine augenärztliche Untersuchung entdeckt...

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit erhält eine Arzneipflanze wieder besondere Aufmerksamkeit, die nicht nur seit Jahrtausenden bei Gesundheitsbeschwerden eingesetzt wird: Die „mystische Myrrhe“ spielte auch in der religiösen Praxis sehr früh eine wichtige Rolle. Was jeder kennt: Die „Heiligen Drei Könige“ und deren Gaben Myrrhe, Weihrauch und Gold sind der – für Christen entscheidende – allgemein bekannte neutestamentliche Bezug. Aber es gibt noch mehr „Geheimnisse“ rund um die Myrrhe. „Im religiösen Kontext...

17. Patientenforum Lunge in Stuttgart

17. Patientenforum Lunge in Stuttgart
© adimas / Fotolia.com

Am 25. März veranstaltet der Lungeninformationsdienst zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung in Stuttgart sein 17. Patientenforum Lunge. Das Thema: „Aktuelles zu klinischen Studien in der Lungenforschung – Wie nützen sie den Patienten?“ Erstmals findet die Veranstaltung im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin statt. Ein weiterer Kooperationspartner ist der Deutsche Lungentag.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Diabetes – eine unterschätzte Herausforderung in der Pflege"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • COVID-19: CHMP empfiehlt Antikörpertherapie mit Bamlanivimab allein oder in Kombination mit Etesevimab
  • COVID-19: CHMP empfiehlt Antikörpertherapie mit Bamlanivimab allein oder in Kombination mit Etesevimab