Dienstag, 27. Juli 2021
Navigation öffnen
Patientenbereich
18. Oktober 2017

Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt

6,3 Millionen Menschen leiden heute in Deutschland an Osteoporose.(1) Jede vierte Frau über 50 Jahren ist betroffen, jeder 17. Mann.1 Jedes Jahr erkranken rund 885.000 Menschen neu an der Volkskrankheit.(1) Häufig bleibt jedoch die Krankheit unerkannt und unbehandelt. Nur 25 Prozent der Erkrankten werden in Deutschland medikamentös behandelt.(2) Im Vergleich: In Frankreich erhalten fast 60 Prozent der Erkrankten, in Spanien über 80 Prozent eine Osteoporose-Therapie.(2) Diagnose- sowie Behandlungsmöglichkeiten werden in Deutschland nicht ausreichend genutzt, warnen Experten anlässlich des Welt Osteoporose Tags am 20. Oktober.
Anzeige:
Eigenwerbung
 
Lupe
Volkskrankheit Osteoporose

"Osteoporose ist eine weit verbreitete Erkrankung mit teilweise schweren Auswirkungen und einer hohen Morbidität und keineswegs eine seltene Krankheit alter Frauen, wie man häufig hört", sagt Dr. Hermann Schwarz, niedergelassener Orthopäde und Leiter der Arbeitsgruppe Awareness des Dachverbands Osteologie (DVO). "Vermutlich liegt die Zahl der Erkrankten sogar weit höher als sechs Millionen, aber oft wird die Krankheit nicht erkannt, weil nicht an sie gedacht wird und damit keine Diagnostik eingeleitet wird, zu der neben der anamnestischen Risikoerfassung zum Beispiel auch die Knochendichtemessung gehört."

Mit Osteoporose steigt das Risiko für Knochenbrüche. Am häufigsten sind Hüft-, Wirbel- und Handgelenksfrakturen, die Mobilität und Lebensqualität meist stark beeinträchtigen.(3) Zudem heilen die Brüche schlecht, weil poröse Knochen nur langsam wieder zusammen wachsen. In der deutschen Bone Evaluation Study erlitten über 50 Prozent der Studienteilnehmer innerhalb des dreijährigen Beobachtungszeitraums einen Knochenbruch, viele hatten Mehrfachfrakturen.(1) Ziel der Osteoporose-Therapie ist es, dem Knochenschwund entgegenzuwirken und das natürliche Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau wiederherzustellen.

"Leider werden das Frakturrisiko bei Osteoporose und die damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren unterschätzt", sagt Dr. Schwarz. "Kalzium, Vitamin D und Sport stärken den Knochen. Zudem gibt es gut verträgliche und hoch effektive Medikamente, die den Knochenabbau aufhalten oder den Knochenaufbau fördern."

obs/Amgen GmbH

Literatur:

1. Hadji P et al. Deutsches Ärzteblatt 2013;110(4):52-57 ["Bone Evaluation Study"]
2. Ström O et al. Arch Osteoporos 2011;6:59-155.
3. CAPTURE THE FRACTURE Report 2012. http://ots.de/OX5Dj


Anzeige:
Eigenwerbung
 
Stichwörter
Weitere Beiträge zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Mit achtsamer Lebensweise Burn-out vorbeugen

Mit achtsamer Lebensweise Burn-out vorbeugen
© natalialeb - stock.adobe.com

Nach einer Studie des Lebensversicherungskonzerns Swiss Life lag der Personalausfall im Jahr 2018 zu 37 Prozent an Krankheiten bedingt durch psychische Belastung am Arbeitsplatz. Zu den häufigsten Gründen der Krankmeldungen zählten Burn-out und Depressionen. „Menschen leben heute in einer Welt von stetiger Erreichbarkeit. Auch am späten Abend nach der eigentlichen Arbeitszeit, am Wochenende oder sogar im Urlaub erreichen sie E-Mails oder Anrufe, sodass sie nicht zur Ruhe kommen. Deshalb fühlen sich immer mehr Menschen körperlich sowie emotional...

Migräne: Wenn extreme Hitze zu Kopfschmerzen führt

Migräne: Wenn extreme Hitze zu Kopfschmerzen führt
© kuznetsov_konsta / Fotolia.com

Das Wetter in Deutschland wird immer wärmer und für viele erfüllt sich der langersehnte Traum vom „richtigen Sommer“. Heiße Tage und laue Nächte erfreuen aber nicht alle. Während die einen glücklich im Café sitzen und die Sonnenstrahlen in sich aufsaugen, ist bei Migräne-Betroffenen die Freude oft gedämpft. Ein starker Temperaturwechsel kann bedeuten, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein Pochen und Ziehen in der Schläfengegend meldet und die nächste Migräneattacke ankündigt. Gutes Trigger-Management...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)