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Besonders gefährdete Personen unterstützen

Hitze betrifft uns alle, aber nicht alle gleich. Einige Risikogruppen sind besonders gefährdet. Dazu zählen ältere Menschen, Babys und Kleinkinder, Schwangere, chronisch kranke Menschen, alleinlebende oder pflegebedürftige Personen sowie Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und Menschen, die auf der Straße leben.

Angehörige und Nachbar:innen können helfen, indem sie regelmäßig nachfragen, ob ausreichend getrunken wurde oder Unterstützung anbieten – bei der Versorgung mit Einkäufen, bei der Begleitung zu Terminen oder anderen Erledigungen. Ein täglicher Anruf, ein kurzer Besuch oder die Frage „Ist bei Ihnen alles in Ordnung?“ können bereits viel bewirken.

Mineralstoffe im Blick behalten

Wer stark schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe. Bei starkem Schwitzen können deshalb Brühe, leicht gesalzene Speisen oder elektrolythaltige Getränke sinnvoll sein. Auch kalium- und magnesiumreiche Lebensmittel wie Bananen, Kartoffeln, Gemüse, Nüsse oder Vollkornprodukte können helfen.

Den Körper kühlen

Den Körper mit kühlen, feuchten Umschlägen, Tüchern oder Waschlappenabkühlen, besonders an Armen, Beinen, Stirn oder Nacken. Auch kühle Fußbäder oder ein Wassernebel aus der Sprühflasche können Erfrischung bringen. Duschen oder Bäder sollten eher kühl bis lauwarm sein – nicht eiskalt, da sehr kaltes Wasser den Kreislauf belasten kann.

Leichte, helle, luftige und atmungsaktive Kleidung hilft dem Körper, Wärme abzugeben, gut geeignet sind dünne Baumwolle, Leinen, Seide oder Viskose.

Leicht und wasserreich essen

An heißen Tagen mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige große Mahlzeiten essen. Geeignet sind Mahlzeiten mit wasserreichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Salat oder Suppen.

Ausreichend trinken – auch ohne Durstgefühl

Erwachsene sollten über den Tag verteilt am besten etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit trinken, bei körperlicher Belastung noch mehr. Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Saftschorlen. Sinnvoll ist es, regelmäßig zu trinken, am besten etwa stündlich ein Glas, auch wenn noch kein Durst spürbar ist.

 Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten die Trinkmenge ärztlich abstimmen.

 Warnzeichen ernst nehmen und richtig reagieren

Hitzebeschwerden können sich unter anderem durch Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme bemerkbar machen.  Betroffene sollten schnell aus der Hitze gebracht, gekühlt und mit Flüssigkeit versorgt werden.  Bei schweren Beschwerden oder Verdacht auf Hitzschlag sollte sofort ärztliche Hilfe geholt beziehungsweise der Notruf 112 gewählt werden.

Medikamente vor Hitzeperioden prüfen lassen

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte vor oder während einer Hitzewelle ärztlich oder in der Apotheke klären, ob Hitze die Wirkung beeinflussen kann. Die Einnahme von Medikamenten sollte nicht eigenständig verändert werden. Lagerungshinweise beachten: Einige Arzneimittel vertragen keine Temperaturen über 25 °C. Medikamente sollten niemals im heißen Auto liegen bleiben.

Wohnung und Innenräume kühl halten

Möglichst dann lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen, am besten nachts oder früh morgens. Bei spürbar stickiger Luft oder hoher Luftfeuchtigkeit kurz und kräftig stoß- oder querlüften, danach die Fenster wieder schließen. Fenster tagsüber möglichst von außen verschatten, zum Beispiel mit Rollläden, Jalousien, Markisen oder Sonnensegeln. Unbenutzte Elektrogeräte ausschalten, da sie auch im Stand-by-Modus Wärme erzeugen.

Den Tagesablauf anpassen

Körperliche Aktivitäten, Sport, Einkäufe, Termine und Erledigungen möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen. Während der heißesten Tageszeit – etwa zwischen 11 und 17 Uhr – möglichst wenig draußen aufhalten.

Direkte Sonne und aufgeheizte Orte meiden

Besonders belastend sind pralle Sonne, überhitzte Innenräume sowie große Asphalt- oder Betonflächen.Besser sind schattige Orte, Parks, Gärten oder kühlere Innenräume.  Bei stark aufgeheizter Wohnung kann es helfen, täglich einige Stunden an einem kühleren Ort zu verbringen, zum Beispiel in Bibliotheken, Museen, Kirchen oder Einkaufszentren.

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Quelle:

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)